Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
NameRosa Rombach
Birth Date8 October 1903
Birth PlaceStegen
Death Date7 December 1973 Age: 70
Death PlaceKonstanz
FatherTheodor ROMBACH (1871-1939)
MotherAgatha LINDER (1876-1954)
Spouses
Birth Date8 October 1901
Birth PlaceEschbach
Death Date6 June 1972 Age: 70
Death PlaceEschbach
OccupationForstarbeiter, Hausmeister i. R., Organist und Chorleiter seit 1923
FatherGeorg GABLER (1871-1957)
MotherMaria Anna Scherer (1878-1958)
ChildrenChrista
Notes for Rosa Rombach
starb an Altersschwäche und Schlaganfall
Notes for Josef (Spouse 1)
starb an Magenkrebs

Seit 1929 Pächter der Untermühle in Eschbach, ab 1937 Besitzer
Mitglied der Feuerwehr Eschbach
Gemäß diesen Ausführungen von Pfr. Gustenhofer haben jeweils die Lehrer den Kirchenchor geleitet. Die erste Ausnahme davon bildete der Chorleiter Josef Gabler. Als Sohn des Bäckers Georg Gabler am 29.10.1901 geboren und tags darauf von Pfr. Gustenhofer getauft, lebte er bis zu seinem Tod am 6. Juni 1972 im alten Teil des Bäckerhauses - »untere Mühle« genannt. Sein Lehrer August Geiger (1909-1923) holte ihn in den Kirchenchor und legte ihm nahe, das Orgelspiel zu lernen. Sein Beruf war Holzhauer, den er bis zum 65. Lebensjahr ausübte. Als 1922 Lehrer Dill (1923-1926) nach Eschbach kam, mußte Josef Gabler den Organistendienst übernehmen. In Lehrer Dill hatte er den besten Lehrmeister gefunden. Dieser wurde 1926 Oberlehrer in St. Peter und brachte den dortigen Kirchenchor auf seine bisher höchste Leistung. So mußte Josef Gabler auch den Dienst des Chorleiters übernehmen. »Als Kirchenchorleiter hat Gabler immer dazu gelernt und so galt sein Chor als einer der besten im Dreisamtal. Noch beim letzten Kirchenchortreffen 1967 wurde das festgestellt und dankbar vermerkt« (J. Hog). Was Chorleiter Gabler leistete, wird einem erst richtig bewußt, wenn man bedenkt: »Jeden Sonntag war bis in die 60-iger Jahre hinein ein lateinisches vierstimmiges Amt hier zu singen,jeden Sonn- und Feiertag nachmittags Andacht, bei jedem Begräbnis drei Seelenämter, die er zuletzt allein singen mußte, zu orgeln, dazu Herz-Jesu-Amt usw.« (J. Hog). Josef Gabler wirkte über das kirchliche Leben hinaus auch vielfältig im Gemeindeleben maßgebend mit. Er war lange Jahre Mitglied und 2. Dirigent der Musik, Mitbegründer des Roten Kreuzes und Gemeinderat. - Als 1966 hier kein Pfarrer mehr war, wurde es ihm auch schwer, da die Sängerinnen und Sänger ihn nicht mehr richtig respektierten. Deshalb drohte er mit Rücktritt als Chorleiter und reichte ihn nach Weihnachten 1967 schriftlich ein. Sein Verantwortungsbewußtsein für die Pfarrei bewog ihn jedoch dazu, durchzuhalten, bis wieder ein neuer Pfarrer da war und man die Nachfolge regeln konnte. So versah er noch bis Ende 1970 seinen Dienst als Chorleiter. Am 5.1. 71 bereitete ihm der Kirchenchor zum Abschied eine kleine Feierstunde (Bild Nr. 20). Und am 6. 1. 1971 dirigierte er zum letzten Mal den Chor in einer lat. Messe, wobei Pfr. Hog ihn offiziell vor der Pfarrgemeinde von seinem Dienst als Chorleiter verabschiedete und ihm für seine 48-jährige Tätigkeit dankte. Josef Gabler starb am 6. Juni 1972 und wurde am Herz-Jesu-Fest, dem 9. Juni, unter großer Anteilnahme der Gemeinde auf dem Friedhof Eschbach beigesetzt. Die Pfarrgemeinde bat die Angehörigen zu gestatten, daß auf Kosten der Pfarrei das Zeichen des Musikers und das Wort »Organist« auf den Grabstein gesetzt wird. Seine Nach folge im Dienst des Organisten und Chorleiters übernahm Seraphim Kollmer. Er versah ebenso treu und gewissenhaft den Dienst des Chorleiters bis 1983 und den des Organisten bis Ostern 1986. Den Dienst des Chorleiters übernahm seit Ostern 1983 Herr Meinrad Walter und den des Organisten seit Ostern 1986 Herr Wilfried Rombach. Seit Dezember 1988 versieht Wolfgang Haller den Dienst des Organisten.

Untermühle und Bäckerei. Die untere Mühle wurde vor 1700 vom Hummelhof abgetrennt. Der erste bekannte Müller auf der Untermühle war Johann Pfaff aus Furtwangen, der 1669 starb. Jakob Pfaff vom Steighof in St. Peter zog um 1690 als Müller, Bäcker und Wirt auf die Eschbacher Mühle, die sein Sohn Andreas Pfaff gegen 1710 übernahm. Nach dessen Tod 1741 heiratete seine Witwe, Maria Müller vom Bläsihof in Rechtenbach, Anton Rombach vom Maierhof, der die Mühle bis 1774 betrieb. Der Hauserbe Jakob Pfaff lebte mit seiner Familie in Wittental, wo er 1765 starb. Erst seine Witwe Eva Pfister übernahm mit ihrem zweiten Ehemann Simon Hornecker 1774 die Mühle, die seit etwa 1782 ihr Sohn Jakob Pfaff führte. Nach dessen Tod 1817 übergab seine Witwe Anna Hummel vom Hummelhof das Gut an den Erben Joseph Pfaff, der 1818 die ehemalige St. Jakobuskapelle, 1821 Wald in der Allmend und 1827 die obere Mühle kaufte. Nach dessen Tod 1852 übernahm sein Sohn Martin Pfaff die Mühlen. Da er keine Heirat zustande brachte, musste er 1853 die Liegenschaften an seinen Bruder Johann übergeben, der sie ebenfalls wegen Nichtverehelichung 1854 an die Erbengemeinschaft zurückgegeben musste. Diese verkaufte im selben Jahr an den Heinibauer Georg Salenbacher Wiesen im Hintereschbach und den Wald in der Allmend und ließ die Mühlen versteigern. Johann Pfaff ersteigerte sie, aber 1857 kamen sie durch Zwangsversteigerung an den Hummelbauern Andreas Gremmelspacher, der sie im selben Jahr an den Müller Anton Wehrle von Münchweier verkaufte. 1859 erwarb der Felixenbauer Andreas Rombach die Mühlen. 1876 übergab er die untere Mühle seinem Sohn, dem Müller Johann Georg Rombach, von dem sie 1880 an dessen Tochter Johanna Rombach kam. Da sie sich nicht innerhalb eines Jahres verheiratete, gab sie die Mühle wieder an die Eltern zurück, die sie 1885 zur Versteigerung brachten, wobei aber kein Gebot einging. 1887 verlor Johann Georg Rombach die Mühle in einer Zwangsversteigerung an den Mathislisbauern Mathias Rombach und den Oberbauern Ferdinand Rombach. 1898 wurde Mathias Rombach alleiniger Eigentümer der Untermühle, die sein Sohn Joseph Rombach, Mathislisbauer, übernahm. Später kaufte Pius Feser die Mühle, die seit 1899 Georg Gabler, Bäcker von Hammershof in Bayern, seit 1929 dessen Sohn, der Forstarbeiter Josef Gabler, in Pacht hatte. Um 1937 kaufte Josef Gabler die Mühle, die 1969 seine Tochter Christa Gabler übernahm, die Günter Scheideck heiratete.

Josef Gabler
Er wurde als Sohn von Bäckermeister Georg Gabler 1901 in Eschbach geboren. Sein Lehrer in der Schule war August Geiger (1909 - 1923). Dieser damalige Chorleiter holte den musikbegabten jungen Mann bald in den Kirchenchor und legte ihm nahe, das Orgelspiel zu lernen. Als 1922 Lehrer Dill nach Eschbach kam, wurde Josef Gabler Organist. Lehrer Dill war sein bester Lehrmeister. Dieser wurde 1926 Oberlehrer in St.Peter und Josef Gabler übernahm auch den Dienst als Chorleiter. Zum Ausgleich seiner schweren beruflichen Arbeit als Holzhauer und Haumeister war Musik und Gesang sein weiterer Lebensinhalt. Lange Jahre war er auch aktiver Musiker und 2. Dirigent im Musikverein Eschbach. 
Ein schweres Leiden machte ihm Ende der 60iger Jahre zu schaffen. Am Dreikönigsfest 1971 dirigierte er zum letzten Mal den Chor in einer lateinischen Messe, wobei Pfarrer Hog ihn offiziell vor der Pfarrgemeinde von seinem Dienst als Chorleiter verabschiedete und ihm für seine 48jährige Tätigkeit dankte. Josef Gabler starb am 6. Juni 1972. Er ist auf dem Friedhof in Eschbach begraben. Aus Dankbarkeit für sein Jahrzehnte langes Wirken ließ die Kirchengemeinde auf ihre Kosten, nach Rücksprache mit den Angehörigen, das Zeichen des Musikers und das Wort "Organist" auf seinen Grabstein setzen.
Last Modified 16 April 2026Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit