Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
NameJosef GREMMELSPACHER
Birth Date6 November 1858
Birth PlaceEschbach
Death Date14 February 1939 Age: 80
Death PlaceEschbach - Steurental - Martinshof - St. Pet. N° 3
Birth Date6 November 1858
Birth PlaceEschbach - Steurental - Martinshof - St. Pet. N° 3
FatherJohann Georg GREMMELSPACHER (1806-1886)
MotherRosa SAIER (SAYER) (1826-1894)
Spouses
Death Date27 March 1923
Death PlaceEschbach - Gasthaus Löwen
Marr Date1894
ChildrenWilhelm (1895-)
Notes for Josef GREMMELSPACHER
starb an Altersschwäche

Pächter des Nadelhofs seit 1896 1916 brannte der Hof vollständig nieder
Der Name dieses Hofgutes rührt offenbar aus dem Betriebe einer Nadelschmiede auf diesem Hofgut und ist schon sehr alt. Auf dem oberen Bergrücken dieses Hofes befand sich ehemals das Weyler’sche Hofgericht mit dem Galgen; weshalb dieser Bergrücken heute noch Galgenbühl genannt wird. Der Inhaber dieses Hofes hatte zu früheren Zeiten alljährlich 9 Sester Hafer, den sogenannten Galgenhaber, an die Herrschaft zu liefern, wahrscheinlich deswegen, weil er das Feld des Hohgerichts zur Nutzung hatte. Die Begründer und ersten Eigentümer dieses Hofgutes sind nirgends erwähnt.
Die Kirchenbücher von Kirchzarten nennen um das Jahr 1726 einen Christian Lauli und Maria Stayertin auf den Nadeln und um das Jahr 1728 einen Lorenz Lauli und Margareth Thumannin daselbst. Jakobus Lauli und Maria Bänkin waren etwa 1765 die Besitzer dieses Hofes. Nach dem Tode des Ehemanns verehelichte sich die Witwe in II. Ehe mit Peter Steiert. Dieser verkaufte im Jahr 1788 die alte Schmiede an seinen Stiefsohn Mathias Laule für 190 Gulden und im gleichen Jahr sodann das Hofgut an seinen weiteren Stiefsohn Josef Laule. Unter diesem Eigentümer brannte am 15. Juli 1806 das Hofgut infolge Ansteckung durch ein Nachbarhaus (Spanners) vollständig nieder. Laule war zu jener Zeit herrschaftlicher Vogt der Gemeinde Stegen und hatte die meisten Urkunden und Schriften der Gemeinde Stegen in seinem Haus, welche alle dem Schadenfeuer zum Opfer fielen. Dadurch sind viele wichtige und wertvolle Urkunden für dieses Werk verloren gegangen. Das abgebrannte Haus stand ehemals unterhalb dem Weg nach Burg auf dem sogenannten Häusleacker in der Nähe des Weges der von Zarten nach Rechtenbach führt. Auf Josef Laule folgte im Jahr 1836 sein Sohn gleichen Namens, er verehelichte sich mit Maria Bank. Nach dem Ableben der Ehefrau zerstückelte Laule den Hof im Jahr 1865 und zwar verkaufte er:
1 Morgen Acker an Franziska Pfister hier für 470 Gulden
1 Morgen Acker an Lorenz Bank hier für 500 Gulden
3 Morgen Acker an Hermann Andris hier für 1560 Gulden
1 Morgen Acker an Josef Müller hier für 500 Gulden
1 Morgen Acker an Josef Wasmer hier für 500 Gulden
5 Morgen Matten an Graf Kageneck hier für 3900 Gulden
Sodann verkaufte er mit seinen Kindern im Jahr 1866 den Hof für 9000 Gulden an Graf Max von Kageneck. Von dieser Zeit an ist dieses Hofgut Bestandteil des Gräfl. v. Kageneck’schen Stammguts und ist seitdem verpachtet. Als erster Pächter kam Andreas Tritschler auf dieses Gut. Ihm folgte David Willmann und seine Ehefrau Maria Schlegel von Unteribental. Dieser Pächter geriet am 30. Juli 1886 beim Heimführen von Garben unter einen geladenen Garbenwagen und starb alsbald an den erlittenen Verletzungen. Nach dessen Tod behielt die Witwe den Pacht bis derselbe im Mai 1896 auf Josef Gremelspacher und seine Ehefrau Amalia Rombach von Eschbach überging. Unter letzterem Pächter brannte das Anwesen am 11. November 1916 vollständig nieder. Das Vieh konnte gerettet werden, während die übrige Fahrnisse ein Raub der Flammen wurden. Der Brand ist durch ein Pflegekind verursacht worden.
Burgerstraße 1 - 3 -5 . NADELHOF (früher Haus Nr. 45) Die Pächterfamilie Josef Gremmelspacher wohnte nach dem Brand vom 11. November 1916 in einem Nebenwohnhaus, dem sogenannten "Stöckle", Das Vieh wurde in einem Notstall und das Futter und die Ernte in der Schloßscheuer untergebracht. Am 16. August 1924 verkaufte die Gräflich Kagenecksche Gutsverwaltung den Nadelhof an Heinrich Wirbser aus Stegen für 25.000,— Goldmark, Dieser baute im folgenden Jahre den Hof neu auf und betrieb alsdann die vom Pächter aufgegebene Landwirtschaft weiter. Heinrich Wirbser ist am 23. Juli 1884 in Stegen geboren. Er verheiratete sich am 11. November 1913 mit Regina Heizmann aus Weilersbach, geb. am 24. August 1896. Mit Kaufvertrag vom 24. Dezember 1930 verkaufte Heinrich Wirbser an seinen Bruder Emil Wirbser das Hofgut auf dem Grundstück Flurst.Nr. 87 mit 36 ar zum Preis von 8,500,—— Goldmark. Die restlichen Grundstücke behielt er. Im Oktober 1942 zerstörte ein Schadenfeuer die an das Wohnhaus angebaute Scheuer. Die Brandursache wurde nie festgestellt. Das Wohnhaus selbst konnte von den Feuerwehren von Stegen und Kirchzarten gerettet werden, sodaß die Familie Wirbser in dem Hause weiter wohnen konnte, Durch sinnloses Verhalten der Leute, wurde an der Wohnungseinrichtung erheblichen Schaden angerichtet. Das Vieh konnte gerettet werden und wurde alsdann in einen Notstall untergebracht, Heinrich Wirbser baute alsdann im Jahre 1943 den zerstörten Ökonomieteil wieder erneut auf.
Last Modified 10 April 2026Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit