NameGeorg SCHNEIDER 
Birth Date19 April 1686
Birth PlaceSt.Peter - Schneiderjörgenhof
Death Date10 December 1756 Age: 70
Death PlaceSt.Peter - Schneiderjörgenhof
Spouses
Birth Date25 September 1684
Birth PlaceSt.Peter - Rohr - Haldenhof
Death Date21 April 1764 Age: 79
Death PlaceSt.Peter - Schneiderjörgenhof
Notes for Georg SCHNEIDER
starb an Gelbsucht
,,Bauer im Unteren Schrnittenbach" 1708 bis 1756, 1720 Wegmeister der Vogtei Seelgut, zeitweise Händler, 1717 Umsteinung der Brudermatten, die dem Georg Schneider gehört. (67 /1264 S. 601-602a)
01. Dezember 1730 Vergleich zwischen beiden Schmittenbächer Bauern über Wegrecht und über ein Stückle Feld. (67 /1265 S. 19)
24. Mai 1745 Bauer Georg Schneider hat schon vor zwei Jahren auf seiner Matten, die an die obere Matten des Gotteshauses (Klosters) anstößt, ein Weiherle anlegen lassen und das Damm auf des Gotteshauses Feld gesetzt. Auflage der Kanzlei: Den Weiher zu versetzen. (61/10794 S. 109-111)
Aus Abt Steyrers Tagebuch
Als einen Kauz ganz besonderer Art schildert Steyrer den Bauern Georg Schneider, nach dem der Schneiderjörgenhof in St.Peter benannt ist: „Heute ist Georg Schneider, Bauer beym Schmittenbach, an der Gelbsucht gestorben. Er war ein Mensch von äußerst kauziger Wesensart, geizig, hinterlistig usw. Mit verschiedenen unehrlichen Tricks versuchte er immer wieder, die Äcker und Wiesen seines Hofes, den er sein schmales Gütle zu nennen pflegte, zu erweitern. Aus diesem Grunde ergaben sich mit seinen Nachbarn unentwegt Gerichtsstreitigkeiten; er hörte aber nicht damit auf, obwohl er des öfteren wegen dieser Sache schwer verprügelt wurde. Ob er dies aus Bosheit tat oder weil es ihm am gesunden Menschenverstand fehlte, ist ungewiss. Auch bewarb er sich über mehrere Jahre um das Vogtsamt, und als ihm gesagt wurde, dass keiner hierzu befördert werden könnte, der einen Bart trage, nahm er diesen sofort ab. Nachdem unsere neue Basilika unter Abt Ulrich erbaut worden war, wurde ihm ein Sohn geboren. Als P. Prior ihn fragte, welchen Namen er ihm in der Taufe geben wolle, antwortete er: Moses. Nach dem Grund hierfür befragt, antwortete er: Damit dieser Name mir immer die vielen Steintafeln in Erinnerung rufen möge, die ich zusammen mit anderen Untertanen zum Bau des neuen Tempels heranzufahren gezwungen wurde. Seiner Frau, die häufig die Kommunion empfing, warf er bisweilen vor, dass sie wegen einiger Weintropfen die Heilige Messe besuche; er behauptete, dass sie nur aus diesem Grunde so oft kommuniziere. Dies und noch vieles andere Kuriose und Einfältige sagte und tat er. R.I.P.“ (10.12.1756). — In Wirklichkeit hieß keiner der Söhne Georg Schneiders ‚Moses’; der 1731 geborene, von Steyrer erwähnte Sohn wurde auf den herkömmlichen Namen ‚Jakob’ getauft." Der aufmüpfige Bauer wollte ganz offensichtlich nur den Prior ärgern, und mit seiner Anspielung auf die steinernen Gesetzestafeln des Moses greift er geschickt und schlagfertig die Geistlichkeit auf ihrem eigenen Feld — nämlich der Bibelkenntnis und des Bibelzitats — an.
Notes for Ursula (Spouse 1)
15. Mai 1764 Auf Absterben der Ursula Creutz, Georg Schneiders Witwe, hat der Sohn Jakob Schneider den Hof gekauft um 1620 fl. (HB.)