NameJoseph RUH 
Birth Date15 August 1801
Birth PlaceEschbach
Death Date6 March 1852 Age: 50
Death PlaceEschbach - Peterbauernhof
Spouses
Birth Date26 July 1805
Birth PlaceEschbach - Scherthomashof
Death Date19 August 1868 Age: 63
Death PlaceEschbach
Notes for Joseph RUH
seit 1823 Bauer auf dem Peterbauernhof in Eschbach. Verkaufte 1824 das Berghaus den Recklemartihof an Agatha Pfister
1834/35 im Steuer-Register Eschbach
Der Peterbauernhof, zu dem einst der Recklemartihof als Berghäusle gehörte, war mit 3¼ Lehen der größte der sickingischen Höfe in Eschbach. Die Familie Iber war schon vor 1550 auf dem Hof und blieb dort mehrere Generationen. Bekannt sind Hans Iber, dessen Witwe 1558 Bäuerin war, dessen gleichnamiger Enkel, der um 1610 den Hof übernahm, seit etwa 1642 Blasius Iber und seit 1691 Peter Iber, dessen Tochter Katharina Iber um 1712 Peter Ruh vom Baldenwegerhof heiratete. Um 1763 folgte als Bauer Georg Ruh, 1797 Martin Ruh, der 1801 an Bartholomäus Saum ein Stück Feld zum Bau eines Hauses verkaufte (Schreinerhäusle, Nr. 14 a) und 1804 den Hof ‚wegen übler Haushaltung‘ für 10 Jahre verpachten musste, 1823 Joseph Ruh, der 1824 das Berghaus an Agatha Pfister verkaufte, und nach dessen Tod 1853 Johann Georg Schweizer vom Bammertenhof, der die Hofwitwe Anna Steyert heiratete. Da keiner der Söhne von Joseph Ruh Bauer wurde, übernahm die Tochter Theresia Ruh den Hof und heiratete 1869 Joseph Ihringer von Stahlhof. Die Ehe blieb kinderlos und Joseph Ihringer verkaufte den Hof 1890 nach dem Tod seiner Ehefrau an seinen Neffen Karl Ihringer aus Stahlhof. Das einzige Kind seiner Ehe mit Rosina Läufer vom Schwabenhof starb kurz nach der Geburt, und so wurde der Hof 1901 an den Bruder der Bäuerin, Alois Läufer, bisher Bauer auf dem Grundhansenhof in Stegen, verkauft. Sein Sohn Wilhelm Läufer gründete 1920 eine eigene Holzhandlung mit Beifuhr durch Pferdefuhrwerk. Er übernahm 1926 den elterlichen Hof und heiratete 1927 Rosa Walter vom Michelehof in Stegen. Den Hof bewirtschaftete er bis 1956. 1931 wurde er zum Bürgermeister gewählt. Nach Kriegsende wurde er vom Amt entbunden. Durch Drängen des damaligen Gemeinderates wurde er 1950 wiedergewählt. So war er in drei „Reichen“ Bürgermeister. Er starb 1956.
Seit 1956 führt Wilhelm Läufer junior den Betrieb. Er heiratete 1961 Anna Tröscher vom Altenvogthof in Oberried. Der Hof war damals 300 Jahre alt und in schlechtem Zustand. So hat man den Hof 1984 abgerissen und neu gebaut. Doch 1991 brannte der ganze Hof bis auf die Grundmauern nieder und musste wieder aufgebaut werden.
Wilhelm Feser betrieb nach dem 2. Weltkrieg eine Schmiede im Nebengebäude des Peterbauernhofs, bis er nach dem Tod seines Bruders Albert Feser im Jahr 1953 dessenSchmiede übernahm.
Der Recklemartihof ist das ehemalige Berghäusle des Peterbauernhofs. Es wurde früher meist von Familienangehörigen der Bauernfamilie als Wohnung genutzt. Aber auch der Bauer Martin Ruh lebte seit 1804 im Berghaus, da er wegen schlechter Haushaltsführung und Verschuldung den Hof zehn Jahre verpachten musste. Das im Jahr 1742 aus Holz erbaute Berghaus mit ca. 40 Morgen Land verkaufte sein Sohn Joseph Ruh 1824 an Agatha Pfister, eine Tochter vom Pfisterhof. Diese verehelichte sich kurz darauf mit dem Weber Martin Fehr vom Recklehof in Wittental, genannt Recklemarti und Namensgeber des Guts. 1825 kaufte Martin Fehr noch 3 ½ Morgen Wald in der Allmend zu dem Gut. Dieses übernahm 1864 der jüngste Sohn Konrad Fehr, der ebenfalls Landwirt und Weber war. Nach dem Tod seiner Ehefrau Creszentia Schuler im Jahr 1889 ging der Hof ungeteilt an die Erbengemeinschaft zwischen Konrad Fehr und seinen acht Kindern über. Im Jahr 1903 übernahm der Sohn Martin Fehr den Hof zu alleinigem Eigentum, 1938 folgte ihm sein Sohn Josef Fehr. Dieser übergab den Hof seiner ältesten Tochter Agnes Fehr. Sie heiratete Pius Rombach, der den Hof bis zu seinem Tod 1996 führte. Seit 1999 ist ihr Sohn Thomas Rombach Eigentümer des Hofs. Er erweiterte im selben Jahr das Anwesen durch den Bau eines Leibgedinghauses, in dem Ferienwohnungen vermietet werden. Der Hof liegt auf einer Höhe von 650 m mit einem eindrucksvollen Panoramablick ins Dreisamtal.