NameMartin RUH 
Birth Date4 November 1771
Birth PlaceSt.Peter
Death Date2 April 1832 Age: 60
Death PlaceEschbach - Peterbauernhof - Haus Sick. N° 3
Spouses
Birth Datecirca 1775
Birth PlaceStegen - Wittental
Death PlaceEschbach - Peterbauernhof - Haus Sick. N° 3
Marr Date18 July 1797
Marr PlaceEschbach
Notes for Martin RUH
1797 Ehe-Beistände:
Georg Ruh aus Eschbach (Sick. N° 3)
Johann Andris ausm Wittental
1797 bis 1823 Bauer auf dem Peterbauernhof in Stegen-Eschbach. Er verkaufte 1801 an Bartle Saum den Platz für das Schreinerhäusle. Musste von 1804 bis 1814 wegen schlechter Wirtschaft verpachten. Lebte in dieser Zeit im Recklemartihof in Eschbach
Freiburger Zeitung 14.4.1804
Mundtodtserklärung
Z. 1. M. Martin Rauh, Gräflich v. Sickingscher Bauer im Eschbach, und dessen Eheweib Maria Andris, werden wegen übler Haushaltung für mundtodt erklärt, ihnen die Verwaltung des Vermögens abgenommen, und daher Anton Rauh Stadt-Freyburgischer Bauer zu Zarten, und Kristian Rombach aus dem diesseitigen Eschbach zu Kuratoren aufgestellt, ohne deren Einwilligung von ihnen Rauhischen Eheleuten keine verbindliche Handlung eingegangen werden kann.
Welches zu dem Ende bekannt gemacht wird, damit denselben in Hinkunft Niemand mehr etwas borge, oder sonst einen Kontrakt mit ihnen eingehe, widrigens man allen daraus entstehenden Schaden sich selbst beyzumessen haben wird.
Freyburg den 30sten März 1804.
Gräfliche von Sickingen-Hohenburgisches Amt.
Wetzel
Freiburger Zeitung 30.1.1804
Güterverpachtung und Versteigerung zerschiedener Fahrnisse.
Z. 1. M. Am Mittwoch den 15ten k. M. Februar Vormittag um 9 Uhr und den darauf folgenden Tag werden von der unterfertigten Beamtung in dem Gräflich v. Sickingischen Eschbach von dem Martin Rauhischen sogenannten Peterbaurenshofe daselbst, 6 Jauchert Matten, 7 Jauchert Acker, welche mit Korn angesät sind, und 4 Jauchert daran liegende Matten, sohin das Bräuhäusel samt dem dazu gehörigen Bergacker und Mattfeld durch das Meistboth auf 10 nach einander folgende Jahre in Bestand verliehen werden.
Ferner werden 4 Stück dreyjährige, 5 Stück zwey jährige, und 5 Stück einjährige Stiere, zwey Kühe ein ½ jähriges Foler, und 3 Stück Schweine, nebst etwa 200 Centner Hey, 400 Wellen Haberstroh, 2 Pflüg- und Wagengeschirr, auch etlich 100 St. Halbwaizen, Korn und Haber an den Meistbiethenden verkauft werden.
Der Kaufschilling muß bis den 14ten April d.J. baar erlegt werden, jedoch hat der Käufer der richtigen Zahlung halber eine annehmliche Bürgschaft zu stellen.
Die Lehnungs- und Kauflustigen mögen daher auf den 15ten Hornung entweder in dem Wirtshaus zum Engel, oder in dem Martin Rauhischen Hofe selbst im Eschbach erscheinen.
Freyburg am 21sten Jänner 1804.
Der Peterbauernhof, zu dem einst der Recklemartihof als Berghäusle gehörte, war mit 3¼ Lehen der größte der sickingischen Höfe in Eschbach. Die Familie Iber war schon vor 1550 auf dem Hof und blieb dort mehrere Generationen. Bekannt sind Hans Iber, dessen Witwe 1558 Bäuerin war, dessen gleichnamiger Enkel, der um 1610 den Hof übernahm, seit etwa 1642 Blasius Iber und seit 1691 Peter Iber, dessen Tochter Katharina Iber um 1712 Peter Ruh vom Baldenwegerhof heiratete. Um 1763 folgte als Bauer Georg Ruh, 1797 Martin Ruh, der 1801 an Bartholomäus Saum ein Stück Feld zum Bau eines Hauses verkaufte (Schreinerhäusle, Nr. 14 a) und 1804 den Hof ‚wegen übler Haushaltung‘ für 10 Jahre verpachten musste, 1823 Joseph Ruh, der 1824 das Berghaus an Agatha Pfister verkaufte, und nach dessen Tod 1853 Johann Georg Schweizer vom Bammertenhof, der die Hofwitwe Anna Steyert heiratete. Da keiner der Söhne von Joseph Ruh Bauer wurde, übernahm die Tochter Theresia Ruh den Hof und heiratete 1869 Joseph Ihringer von Stahlhof. Die Ehe blieb kinderlos und Joseph Ihringer verkaufte den Hof 1890 nach dem Tod seiner Ehefrau an seinen Neffen Karl Ihringer aus Stahlhof. Das einzige Kind seiner Ehe mit Rosina Läufer vom Schwabenhof starb kurz nach der Geburt, und so wurde der Hof 1901 an den Bruder der Bäuerin, Alois Läufer, bisher Bauer auf dem Grundhansenhof in Stegen, verkauft. Sein Sohn Wilhelm Läufer gründete 1920 eine eigene Holzhandlung mit Beifuhr durch Pferdefuhrwerk. Er übernahm 1926 den elterlichen Hof und heiratete 1927 Rosa Walter vom Michelehof in Stegen. Den Hof bewirtschaftete er bis 1956. 1931 wurde er zum Bürgermeister gewählt. Nach Kriegsende wurde er vom Amt entbunden. Durch Drängen des damaligen Gemeinderates wurde er 1950 wiedergewählt. So war er in drei „Reichen“ Bürgermeister. Er starb 1956.
Seit 1956 führt Wilhelm Läufer junior den Betrieb. Er heiratete 1961 Anna Tröscher vom Altenvogthof in Oberried. Der Hof war damals 300 Jahre alt und in schlechtem Zustand. So hat man den Hof 1984 abgerissen und neu gebaut. Doch 1991 brannte der ganze Hof bis auf die Grundmauern nieder und musste wieder aufgebaut werden.
Wilhelm Feser betrieb nach dem 2. Weltkrieg eine Schmiede im Nebengebäude des Peterbauernhofs, bis er nach dem Tod seines Bruders Albert Feser im Jahr 1953 dessenSchmiede übernahm.
Der Recklemartihof ist das ehemalige Berghäusle des Peterbauernhofs. Es wurde früher meist von Familienangehörigen der Bauernfamilie als Wohnung genutzt. Aber auch der Bauer Martin Ruh lebte seit 1804 im Berghaus, da er wegen schlechter Haushaltsführung und Verschuldung den Hof zehn Jahre verpachten musste. Das im Jahr 1742 aus Holz erbaute Berghaus mit ca. 40 Morgen Land verkaufte sein Sohn Joseph Ruh 1824 an Agatha Pfister, eine Tochter vom Pfisterhof. Diese verehelichte sich kurz darauf mit dem Weber Martin Fehr vom Recklehof in Wittental, genannt Recklemarti und Namensgeber des Guts. 1825 kaufte Martin Fehr noch 3 ½ Morgen Wald in der Allmend zu dem Gut. Dieses übernahm 1864 der jüngste Sohn Konrad Fehr, der ebenfalls Landwirt und Weber war. Nach dem Tod seiner Ehefrau Creszentia Schuler im Jahr 1889 ging der Hof ungeteilt an die Erbengemeinschaft zwischen Konrad Fehr und seinen acht Kindern über. Im Jahr 1903 übernahm der Sohn Martin Fehr den Hof zu alleinigem Eigentum, 1938 folgte ihm sein Sohn Josef Fehr. Dieser übergab den Hof seiner ältesten Tochter Agnes Fehr. Sie heiratete Pius Rombach, der den Hof bis zu seinem Tod 1996 führte. Seit 1999 ist ihr Sohn Thomas Rombach Eigentümer des Hofs. Er erweiterte im selben Jahr das Anwesen durch den Bau eines Leibgedinghauses, in dem Ferienwohnungen vermietet werden. Der Hof liegt auf einer Höhe von 650 m mit einem eindrucksvollen Panoramablick ins Dreisamtal.
1819 Trauzeuge bei Christian Scherer und Maria Scherer
Notes for Maria (Spouse 1)
1797 Ehe-Beistände:
Georg Ruh aus Eschbach (Sick. N° 3)
Johann Andris ausm Wittental