Bauer auf dem vordersten Hof im Styrental. Er verkauft 1779 an Matthias Tritschler aus dem rechtenbach das Häusle auf seinem Hofgut, Haus Nr. 9. Der Hof hat 1778 bei der Erstvermessung eine Fläche von 148,192 Juchert.
9Auf dem Schererhof, der lange Zeit der vorderste Hof im Steurental genannt wurde, saß um 1540 Mathias Schneider. 1568 wird Hans Hauri als Bauer genannt, der auch St. Petrischer Vogt von Eschbach war. Ihm folgte um 1580 sein Sohn Zacharias Hauri, ebenfalls Vogt, um etwa 1600 dessen Sohn Matthäus Hauri, wiederum Vogt. 1626 übernahm die Tochter Susanna Hauri den Hof, die Mathias Gremmelspacher vom Martinshof heiratete. Seitdem ist die Familie Gremmelspacher auf dem Hof. Auf Mathias Gremmelspacher folgte 1671 Hans Gremmelspacher, wiederum Vogt, 1714 Mathias Gremmelspacher, ebenfalls Vogt, dessen Witwe Eva Maier 1743 Lorenz Scherer vom Scherlehof heiratete, den Namengeber des Hofs.
1755 folgte Andreas Gremmelspacher, 1787 Georg Gremmelspacher, 1820 sein gleichnamiger Sohn Georg, der mit seiner Ehefrau Maria Salenbacher das Vermögen 1849 an die Kinder verteilte und nach Burg zog. 1849 wurde der älteste Sohn Joseph Gremmelspacher Bauer. 1866 brannte das alte hölzerne Hofgebäude ab, das am Steurentaler Weg stand. 1868 wurde ein neues steinernes Hofgebäude oben im Dobel erbaut, wofür einige Grundstücke verkauft werden mussten. Joseph Gremmelspacher und seine Ehefrau Paulina Wehrle übergaben den Hof 1886 an die Kinder Linus, Franz, Otto und Johanna, von denen Otto Gremmelspacher 1889 den Hof kaufte. Ihm folgten 1933 sein Sohn Max Gremmelspacher, 1970 Heinrich Gremmelspacher mit seiner Ehefrau Maria geb. Rießle und 2004 Rudolf Gremmelspacher mit Erika geb. Maier.
Schreinergütchen. Das Berghäusle des Schererhofs, später Schreinerhäusle oder Schreinergütchen genannt, wurde 1683 vom Schererhof abgetrennt, als der Schererbauer Hans Gremmelspacher es seinem Vetter Christian Gremmelspacher, einem Weber, verkaufte ‚samt Hofstatt, soweit das Dach hinaus bedeckt‘. Seine Witwe Anna Scherer heiratete 1691 den Hugmichelbauern Martin Haury, von dem das Gut an dessen Bruder Michael Haury kam. Dessen Tochter Anna Maria Hauri erbte das Haus und verehelichte sich um 1705 mit Gallus Frey von Kirchzarten. Nach dessen frühem Tod kaufte Agatha Fuchs, die Witwe des Schererbauern Hans Gremmelspacher, 1714 das Haus, und verehelichte sich 1715 mit Franz Schlegel von Unteribental. Das Haus übernahm um 1762 der Sohn Andreas Schlegel, der aber schon 1764 starb. Nach dem Tod von dessen Witwe Anna Maria Faller kaufte der
Schererbauer Andreas Gremmelspacher das Haus 1770 wieder zum Schererhof zurück. 1779 verkaufte er es an Mathias Tritschler, einen Sohn vom Similishof, von dem es um 1792 mit ca. 3 Jauchert Gelände an den Sohn Georg Tritschler, einen Schuster, überging. Wegen Schulden übergab dieser das Gut, jetzt Schuhmacherhüsle genannt, 1829 an seinen Sohn, den Schreiner Mathias Tritschler, von dem es 1866 an dessen Sohn Burkart Tritschler, ebenfalls Schreiner, überging. Dieser kaufte bei der Versteigerung von Teilen des Schererhofs mehrere Morgen Acker und Wiesen zu seinem Gut, jetzt Schrieners genannt. Das Haus mitsamt Werkstatt, Stall und Scheuer brannte 1889 durch Brandstiftung ab. 1891 übernahm die Tochter Maria Tritschler das Gut, die es jedoch nach einem halben Jahr an den Vater zurückgeben musste, da sie keine Heirat zustande brachte. Wegen Überschuldung musste das Gut 1894 versteigert werden und wurde von der Ehefrau des Burkard Tritschler, Karolina Butz, erworben. 1898 übergab sie es an die Tochter Sophia Tritschler, die den Landwirt und Händler Felix Maier vom Thomashansenhof in Unteribental heiratete. Dieser kaufte mehrfach Grundstücke am Reckenberg zu seinem Besitz dazu. Das Gut übernahm um 1940 der Sohn Karl Maier, ebenfalls Landwirt, um 1962 Pius Maier. Seine Tochter Brigitte Maier übernahm das Gut und verehelichte sich mit Lothar Krezmaier. Heutige Eigentümerin ist Brigitte Krezmaier.