Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
NameGeorg KALTENBACH
Birth Dateabout 1655
Death Dateabout 1691 Age: 36
OccupationSchneider
Spouses
Birth Date2 April 1655
Birth PlaceEschbach
Death Dateabout 1719 Age: 63
Death PlaceEschbach - Behenhäusle
OccupationWitwe
FatherMathäus (This) HAURI (1625-1691)
MotherChristine GREMMELSPACHER (1632-1704)
Marr Date21 February 1677
Marr PlaceKirchzarten
ChildrenJosef
Notes for Georg KALTENBACH
kaufte 1688 einen Obstgarten von Heinrich Salenbacher12, er baute darauf das Behenhäusle

Benisgut oder Behnhof, früher der Hof im Tal, später Zipfelshof, Zipfelseppenhof. Der Behnhof oder das Benisgut, das spätestens um 1660 Wirtschaft war, hat seinen Namen von Beni, der den 1 Lehen großen Hof nach 1500 besaß. Um 1550 stand ‚des Benis Gütle öd‘, ab etwa 1570 war Ulrich Schneider Bauer auf dem Hof. Um 1600 kam Gallus Hug als Bauer auf den Hof, der  1613 auf den Mooshof wechselte. Ihm folgte Hans Iber, seit 1618 Blasius Straub, der mit Gertrud Iber verheiratet war. Nach deren Tod wurde das Gut 1645 an Hans Ketterer verkauft. Dieser starb 1659 und seine Witwe Gertrud Ruf verkaufte den Hof an Martin Wick, einen Stiefsohn vom Oberbauernhof und durch seine zweite Ehe Wirt in St. Peter. Bereits 1661 verkaufte er das Gut an Michael Braun vom Kühbauernhof in St. Peter. Dieser, ebenfalls Bauer und Wirt, verkaufte den Hof 1679 an seinen Schwager Heinrich Salenbacher aus der Schweiz, verehelicht mit Agatha Braun, und zog nach Gottenheim. Der Bauer und Wirt Heinrich Salenbacher verkaufte 1688 an den Schneider Georg Kaltenbach einen Obstgarten samt daran gelegenen Rain, der darauf das sog. Behenhäusle erbaute. 1692 erwarb er den vordersten Hof im Hintereschbach, nach ihm Heinihhof genannt, und der Behnhof gelangte an das Kloster St. Peter. Um 1701 kaufte Oswald Rombach, ein Sohn vom Luxenhof in St. Peter, den Behnhof. Nach seinem Tod 1708 heiratete seine Witwe Katharina Ganter den Müller- und Wirtssohn Thomas Pfaff aus Eschbach, der 1731 starb. Im folgte im selben Jahr sein Stiefsohn Johann Rombach, der 1732 seinem Bruder Georg Rombach ‚ein Stück unnützbares Feld gleich unter der Schmitten zur Erbauung eines Häusleins‘, das spätere Löwenwirtshaus, verkaufte. 1746 tauschte er mit Mathias Zipfel, Bauer auf dem Mooshof, den Hof und wurde Moosbauer.
Mathias Zipfel, gebürtig auf dem Berlacherhof und seit 1736 Moosbauer, auf dessen Geschlecht der alte Name Zipfelshof zurückgeht, starb 1768. Ihm folgte sein Sohn Joseph Zipfel, dessen Söhne schon als Kinder starben. So übernahm den  Hof 1802 seine Tochter Rosina Zipfel, die seit 1790 mit dem Maierbauer Georg Rombach verheiratet war. Deren Sohn Andreas Rombach erbte den Maierhof und der älteste Sohn Georg Rombach übernahm 1814 das Benisgut. Durch seine Heirat mit Magdalena Wiederle, der Witwe des Johann Rombach, Eigentümer des Löwenwirtshauses, wurde Georg Rombach auch Löwenwirt. Nach dessen frühem Tod heiratete die Witwe seinen Bruder Peter Rombach. Die vorteilsberechtigte Tochter des o.g. Johann Rombach, erster Ehemann der Magdalena Wiederle, Maria Anna Rombach, vermachte 1833 testamentarisch das Löwenwirtshaus ihren Stiefgeschwistern. So übernahm Karl Rombach, Sohn des Peter Rombach, 1860 nach Zahlung von 100 Gulden Vorteilsgeld das Löwenwirtshaus mit dem Behnhof. 1894 folgte ihm sein Sohn Pius Rombach, der von 1901 bis 1931 Bürgermeister von Eschbach war und die Gastwirtschaft längere Zeit verpachtet hatte. Seit 1935 führte Otto Rombach Hof und Gaststätte.
1960 verkauften Otto Rombach und seine Ehefrau Dorothea geb. Schweizer die Gastwirtschaft mit der dazugehörigen Landwirtschaft an Otto Scherer, Landwirt und Maurermeister. Er bewirtschaftete mit seiner Frau Olivia geb. Läufer Gast-, Land- und Forstwirtschaft bis 1969. Zeitweise war die Gastwirtschaft verpachtet.
Wendelin Scherer übernahm mit seiner Frau Hilda geb. Baßler den Betrieb mit allen Verpflichtungen. 1998 verstarb Hilda Scherer, ihr Mann führte den Betrieb weiter. Nach 32-jähriger Tätigkeit musste der Besitzer aus gesundheitlichen Gründen die Gaststätte schließen. Der Sohn Bernd Scherer betreibt nunmehr die Land- und Forstwirtschaft.

Behenhäusle

Heinrich Salenbacher, der damalige Bauer auf dem Benisgut, verkaufte 1688 an den Schneider Georg Kaltenbach einen Obstgarten mit angrenzendem Rain, auf dem dieser ein Haus baute. Seine Witwe Elisabeth Hauri verehelichte sich nach seinem Tod 1691 mit Georg Rombach vom Jockenhof/Rohr in St. Peter. Ihm folgten um 1707 sein Stiefsohn Joseph Kaltenbach, ebenfalls von Beruf Schneider und um 1752 Christian Kaltenbach. Dessen jüngere Tochter Ursula Kaltenbach übernahm um 1777 das Gütchen und verehelichte sich mit Joseph Schuler aus der Neuen Welt in St. Peter. Das Ehepaar verkaufte das Haus schon 1779 unter Vorbehalt eines lebenslänglichen Wohnrechts an Michael Winkler und zog um 1783 aus Eschbach fort. Michael Winkler, ein Taglöhnersohn von Blasiwald, hatte zuerst als Holzhauer im Höllental gelebt und war anschließend insgesamt 10 Jahre Schulmeister in Falkensteig, Neuhäuser und Buchenbach gewesen, bevor er nach Eschbach zog und hier der erste offizielle Lehrer von Eschbach wurde. Er verehelichte sich mit Anna Schuler vom Leistmacherhof in Unteribental und unterrichtete die Kinder bis 1832 – bis zum Bau eines gemeindeeigenen Schulhauses 1822 in seinem eigenen Haus - , als er  mit 83 Jahren starb.  Seit 1809 hatte ihn sein Sohn Mathias Winkler als Schulgehilfe unterstützt, der 1832 zum Hauptlehrer ernannt wurde und 1833 das Haus von seiner Mutter übernahm. Auf Grund von Meinungsverschiedenheiten mit der Gemeinde Eschbach wurde Mathias Winkler 1846 seine Stelle gekündigt, er verschuldete sich, musste 1852 sein Haus verkaufen und zog nach Freiburg. Der Schneider Joseph Scherer erwarb das Haus, das jetzt Schnieders oder Altschulhaus genannt wurde. Ihm folgten um 1880 Wilhelm Scherer, der Schneider, Krämer und Gemeinderechner war, 1920 sein gleichnamiger Sohn, ebenfalls Schneider, Kaufmann und Gemeinderechner, und um 1958 der Kaufmann Wilhelm Scherer. 1960 verheiratete er sich mit Anna Fehr vom Schwörerhof  in Eschbach.

Das alte Behenhäusle wurde 1965 durch ein neues Wohn- und Geschäftshaus ersetzt. Nach Wilhelm Scherers frühem Tod im Jahr 1976 führte seine Witwe Anna Scherer alleine das Lebensmittelgeschäft weiter. Bedingt durch ihre Krankheit musste das Lebensmittelgeschäft bereits ab 1977 verpachtet werden. Dieses wurde in den nachfolgenden Jahren von verschiedenen Pächtern betrieben und endgültig im März 2001 aufgegeben. Anna Scherer verstarb 1978 im Alter von 44 Jahren und hinterließ drei Kinder. Tochter Ulrike übernahm nach deren Heirat mit Georg Zipfel 1987 das Anwesen. Im Jahr 2004 ist das Haus saniert sowie das Ladenlokal zu Wohnzwecken umgebaut worden.
Notes for Elisabeth (Spouse 1)
Behenhäusle

Heinrich Salenbacher, der damalige Bauer auf dem Benisgut, verkaufte 1688 an den Schneider Georg Kaltenbach einen Obstgarten mit angrenzendem Rain, auf dem dieser ein Haus baute. Seine Witwe Elisabeth Hauri verehelichte sich nach seinem Tod 1691 mit Georg Rombach vom Jockenhof/Rohr in St. Peter. Ihm folgten um 1707 sein Stiefsohn Joseph Kaltenbach, ebenfalls von Beruf Schneider und um 1752 Christian Kaltenbach. Dessen jüngere Tochter Ursula Kaltenbach übernahm um 1777 das Gütchen und verehelichte sich mit Joseph Schuler aus der Neuen Welt in St. Peter. Das Ehepaar verkaufte das Haus schon 1779 unter Vorbehalt eines lebenslänglichen Wohnrechts an Michael Winkler und zog um 1783 aus Eschbach fort. Michael Winkler, ein Taglöhnersohn von Blasiwald, hatte zuerst als Holzhauer im Höllental gelebt und war anschließend insgesamt 10 Jahre Schulmeister in Falkensteig, Neuhäuser und Buchenbach gewesen, bevor er nach Eschbach zog und hier der erste offizielle Lehrer von Eschbach wurde. Er verehelichte sich mit Anna Schuler vom Leistmacherhof in Unteribental und unterrichtete die Kinder bis 1832 – bis zum Bau eines gemeindeeigenen Schulhauses 1822 in seinem eigenen Haus - , als er  mit 83 Jahren starb.  Seit 1809 hatte ihn sein Sohn Mathias Winkler als Schulgehilfe unterstützt, der 1832 zum Hauptlehrer ernannt wurde und 1833 das Haus von seiner Mutter übernahm. Auf Grund von Meinungsverschiedenheiten mit der Gemeinde Eschbach wurde Mathias Winkler 1846 seine Stelle gekündigt, er verschuldete sich, musste 1852 sein Haus verkaufen und zog nach Freiburg. Der Schneider Joseph Scherer erwarb das Haus, das jetzt Schnieders oder Altschulhaus genannt wurde. Ihm folgten um 1880 Wilhelm Scherer, der Schneider, Krämer und Gemeinderechner war, 1920 sein gleichnamiger Sohn, ebenfalls Schneider, Kaufmann und Gemeinderechner, und um 1958 der Kaufmann Wilhelm Scherer. 1960 verheiratete er sich mit Anna Fehr vom Schwörerhof  in Eschbach.

Das alte Behenhäusle wurde 1965 durch ein neues Wohn- und Geschäftshaus ersetzt. Nach Wilhelm Scherers frühem Tod im Jahr 1976 führte seine Witwe Anna Scherer alleine das Lebensmittelgeschäft weiter. Bedingt durch ihre Krankheit musste das Lebensmittelgeschäft bereits ab 1977 verpachtet werden. Dieses wurde in den nachfolgenden Jahren von verschiedenen Pächtern betrieben und endgültig im März 2001 aufgegeben. Anna Scherer verstarb 1978 im Alter von 44 Jahren und hinterließ drei Kinder. Tochter Ulrike übernahm nach deren Heirat mit Georg Zipfel 1987 das Anwesen. Im Jahr 2004 ist das Haus saniert sowie das Ladenlokal zu Wohnzwecken umgebaut worden.
Last Modified 8 August 2025Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit