Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
NameJohann Baptist HUMMEL
Birth Date25 June 1837
Birth PlaceEschbach - Scherpeterhof
Death Date10 March 1911 Age: 73
Death PlaceEschbach
OccupationBauer Eschbach Scherpeterhof, Müller und Bäckermeister
FatherAndreas HUMMEL (1803-1882)
MotherAnna GREMMELSPACHER (1809-1859)
Spouses
Birth Date22 October 1831
Birth PlaceEschbach
Death Date7 May 1910 Age: 78
Death PlaceEschbach
FatherAndreas ROMBACH (1793-1877)
MotherAnna GREMMELSPACHER (1798-1835)
Marr Date3 March 1859
ChildrenJohann (1859-1860)
 Albertine (1860-1866)
 Stefania (1862-)
 Josef (1865-)
 Linus (1867-1942)
 Johanna (Twin) (1868-1868)
Notes for Johann Baptist HUMMEL
starb im Kreis Freiburg an Altersschwäche
vielleicht auch Josef Hummel

Die Frequentation der hl. Sakramenten der Beicht und des Altars kann im Allgemeinen als befriedigend bezeichnet werden. Im Jahr 1880 war es eine einzige hiesige Person (Johann Hummel, Scherpeterbauer), welcher unter Pfarrer Blank 8 Jahre nicht mehr gebeichtet und kommuniziert hatte, in keinen Gottesdienst ging etc. – Er tat es wieder einige Mal, hörte aber alsbald auch wieder auf, und seitdem er wegen Unzucht mit einem Schulmädchen im Zuchthaus war, etwa vor 6 Jahren, lebt er zwar bei seiner Frau, ist aber religiös–sittlich ganz abgestanden nach außen, ob auch innerlich gänzlich, weiß allein Gott. – (Gustenhoffer)

seit 1859 Bauer auf dem Scherpeterhof Eschbach, seit 1865 Besitzer vom größeren Teil vom Scherthomashof in Eschbach, er verleibte diesen Teil dem Scherpeterhof ein

Der Scherpeterhof, zu dem auch eine Mühle gehörte, erhielt seinen Namen zum einen von der Familie Scherer, die spätestes seit dem 30-jährigen Krieg in mehreren Generationen auf dem Hof war. Auf Christian Scherer, der 1660 starb, folgte 1661 Martin Gremmelspacher, ein Sohn vom Bammertenhof, der die Hofwitwe Christina Tritschler heiratete, 1683 sein Stiefsohn Mathias Scherer und 1729 dessen Sohn Christian Scherer. Bevor der Letztere kinderlos starb, vermachte er den Hof 1763 seinem Neffen Peter Hummel, einen Sohn seiner Schwester Anna Scherer und des Mathias Hummel, der vom Hummelhof stammte und als Taglöhner im Scherpeterhäusle lebte. Peter Hummel wurde der Namensgeber des Hofs. Auf ihn folgten als Bauern 1789 Johann Hummel, 1814 Andreas Ruf, der die Hofwitwe Maria Anna Steyert heiratete, 1833 Andreas Hummel, der Bauer und Müller war, 1859 Johann Baptist Hummel, Müller und Bäckermeister, der ein neues steinernes Wohnhaus errichtete,  1889 Linus Hummel und 1927 dessen gleichnamiger Sohn, ab 1953 Karl Hummel.
Andreas Hummel kaufte als Altbauer im Jahr 1862 den benachbarten Scherthomashof, verkaufte 1863 an den Grundbauern knapp 7 Morgen Grundwald, 1864/65 das Berghäusle des Scherthomashofs an den Waldhüter Wilhelm Rombach und teilte den Scherthomashof in zwei Teile. Den kleineren verkaufte er an Peter Steyert, der damit Bauer auf dem Scherthomashof wurde, den größeren behielt er für sich und übergab ihn 1865 an seinen Sohn Johann Baptist Hummel, der ihn dem Scherpeterhof einverleibte.

Scherthomashof. Gegen Ende des 30-jährigen Krieges kam Michael Scherer als Bauer auf den Scherthomashof, Er stammte aus Unteribental, wo er zuvor mit seiner Familie gelebt hatte. Ihm folgten als Bauern 1680 sein Sohn Joseph Scherer und 1720 Mathias Scherer. Von den 18 Kindern des Mathias Scherer aus zwei Ehen waren die meisten wohl als Kinder verstorben, so dass nach seinem Tod im Jahr 1772 die Tochter Gertrud Scherer den Hof übernahm. Sie heiratete im gleichen Jahr Thomas Steyert, einen Bauernsohn aus Kappel, der Namengeber des Hofes wurde. Ihm folgte 1801 sein gleichnamiger Sohn, der Vogt im sickingischen Eschbach und seit 1811 im vereinigten Eschbach war. Sein Sohn Andreas Steyert wurde 1853 Eigentümer des Hofs, den er seit dem Tod seines Vaters 1848 bewirtschaftet hatte. Nach seinem Tod ließ seine Ehefrau Theresia Bank 1862 den Hof versteigern. Andreas Hummel, Altbauer vom Scherpeterhof, erwarb den Hof. 1863 ließ er den Hof teilen und verkaufte die Hofgebäude mit einem kleineren Teil der landwirtschaftlichen Flächen (11 Jauchert) an Peter Steyert, den Bruder des letzten Scherthomasbauern, und knapp 7 Morgen Wald an den Grundbauern Andreas Faller, 1864/65 veräußerte er das Berghaus an den Waldhüter Wilhelm Rombach und behielt den größeren Teil der Liegenschaften für sich. Diese übergab er 1865 seinem Sohn Johann Hummel, der sie dem Scherpeterhof angliederte. Nach dem Tod des Scherthomasbauern Peter Steyert im Jahr 1882 übernahm den Hof die Tochter Johanna Steiert, die ihn 1883 an ihre Stiefmutter, die Hofwitwe Barbara Ganz, und deren Schwester Creszentia Ganz, die Witwe des Johann Rombach, Landwirt im Mathisehäusle, verkaufte. 1884 erwarb Leopold Kreutz von St. Peter den Scherthomashof, 1887 Leopold Hug, ein Sohn vom Hugmichelhof, und 1900 Pius Schlegel von Unteribental, der mit Anna Zipfel vom Zipfeljockenhof verheiratet war. Pius Schlegel zog 1913 nach Neuhäuser und verkaufte den Hof an Josef Würmle von Untersimonswald.
Von 1932 bis 1962 führten Leo Würmle und seine Ehefrau Paulina geb. Maier den Hof. Von den vier Kindern Philipp, Wilhelm, Agatha und Oskar übernahm Wilhelm Würmle 1962 den Hof und führte ihn mit seiner Frau Agnes geb. Zipfel bis 2006. Von den drei Kindern Rudolf, Barbara und Christof führt seither Christof Würmle mit seiner Familie den Hof.
Nach der Überlieferung soll der Grundhof (22 ha) einst als Berghäusle zum Scherthomashof gehört haben. Doch ist der Grundhof schon seit ca. 400 Jahren selbstständig und im Eigentum der Familie Faller.
Notes for Franziska (Spouse 1)
seit 30. Januar 1842 Franziska Hummel
starb an Altersschwäche, entmündigt
Last Modified 10 April 2026Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit