NameUrsula HUG 
Birth Date2 October 1689
Birth PlaceSt.Peter - Seelgut
Death Date6 March 1756 Age: 66
Death PlaceEschbach - Scherlenzenhof
Spouses
Birth Date16 February 1681
Birth PlaceEschbach - Scherlenzenhof
Death Datecirca 1761 Age: 79
Death PlaceEschbach - Scherlenzenhof
OccupationScherlenzenhofbauer 1710
Marr Date1710
Marr PlaceKirchzarten
Notes for Ursula HUG
Halbschwester zum Hugmichelhofbauer Michael Hug
Notes for Mathias (Spouse 1)
1711 Bauer auf dem Scherlenzenhof Eschbach. verkaufte 1712 Feld zur Erbauung des Hilzihäusles, verkaufte dieses 1712 an Georg Scherzinger
Der Scherlenzenhof, früher ‚Bei den roten Tannen‘ oder ‚Langeck‘ genannt, ist nicht mehr in Bauernbesitz. Um 1570 war Ulrich Wiedemann Bauer auf dem Hof, 1576 wird Georg Ganz genannt. Um 1600 war Georg Scherzinger Bauer, der mit Barbara Wiedemann, wohl einer Hoftochter verehelicht war. Wenige Jahre später war Thomas Vetter Bauer auf dem Scherlenzenhof, der im Pestjahr 1611starb. Martin Gantz, der auch Vogt in Eschbach war, übernahm den Hof, verzog aber gegen 1622 ins Steurental. Spätestens um 1660 war Johann Scherer Bauer auf dem Scherlenzenhof und es ist möglich, dass auch sein gleichnamiger Vater schon Bauer auf dem Hof war. 1662 verpachtete Johann Scherer an den Grundbauernsohn Lorenz Faller für 12 Jahre die obere Langeck, auf der dieser den Langeckhof erbaute (seit 1977 Gemeinde St. Peter). 1669 verkaufte er an Mathias Maier vom Hummelhof die Säge und ein Stück Feld zum Bau eines Wohnhauses. 1683 übergab Johann Scherer die Langeck an seinen Sohn Jakob Scherer, den Scherlenzenhof an den Sohn Lorenz Scherer, den Namengeber des Hofs. Nach dessen Tod 1703 wurde Georg Zipfel aus Buchenbach durch Verehelichung mit der Hofwitwe Anna Haury Scherlenzenbauer. Ihm folgten 1711 sein Stiefsohn Mathias Scherer, der 1712 Feld zur Erbauung des Hilzihäusles verkaufte, und um 1744 Andreas Scherer. Nach dessen Tod heiratete dessen Witwe Maria Heitzler aus Ibental 1763 Christian Beha vom Löwenwirtshaus, der den Hof bis 1775 führte. Ihm folgte als Pachtbauer bis 1780 Georg Ganter, der Ehemann der Hoftochter Ottilia Scherer, bis die Lehenbesitzerin Ursula Scherer 1780 den Hof übernehmen konnte. Sie heiratete Johann Hummel vom Hummelhof, der den Hof 1831 dem Sohn Ignaz Hummel übergab. Dieser kaufte 1857 die Säge zum Hof zurück. 1864 brannte das hölzerne Bauernhaus ab und wurde 1865 wieder aufgebaut. Auf Ignaz Hummel folgte 1875 sein gleichnamiger Sohn, 1907 Max Hummel, der 1910 das Nebengebäude an den Heinrich Zimmermann, den Ehemann seiner Schwester Marianna Hummel, abtrennte und den Hof 1917 an den Privatgelehrten Klemens Vogelsang verkaufte. 1926 kaufte die katholische Stiftungsverwaltung den Hof, von dem er an den Pensionsfond der Priester der Erzdiözese Freiburg kam. Von dem ehemals 58 ha großen Hof kamen 26 ha an die Gemeinde. Der Hof wurde seitdem von Pächtern geführt. Auf N. Läufer folgte Albert Riesle, der später auf den Renzenhof zog. Er bewirtschaftete noch 19 ha. Nach Albert Riesle folgte Otto Scherer, der den Scherlenzenhof nur noch eingeschränkt landwirtschaftlich nutzte. 1955 hatte der Hof noch eine Betriebsgröße von 32 ha, von denen 19 ha verpachtet waren.
Hilzihäusle, früher Scherlenzenhofhäusle („Untere Langeck“) Der Scherlenzenbauer Mathias Scherer verkaufte 1712 an Georg Scherzinger, den Ehemann seiner Schwester Christina Scherer, ein Stück Feld für den Bau eines Hauses, das später nach der Familie Hilzinger Hilzihäusle genannt wird. 1713 verkauft Georg Scherzinger die Liegenschaft mit dem im Bau befindlichen Häusle an Jakob Gehr, einen Bauernsohn vom Mooshof. Nach dessen Tod im Jahr 1733 verehelichte sich seine Witwe Anna Molz mit Mathias Heitzler von Ibental. Nach dessen Tod folgte ihm 1751 sein Stiefsohn Johann Gehr, der 1755 Christina Tritschler vom Bergjörgenhof heiratete. Nach dem Tod seines Schwagers, dem Bergjörgenbauer Johann Tritschler, wurde Johann Gehr 1766 Bauer auf dem Bergjörgenhof. Das Hilzihäusle verkaufte er an Christian Hättich, der 10 Tage später mit Christian Hilzinger, bisher Schönbergbauer, tauschte und auf den Schönberghof zog. Nach dem Tod von Christian Hilzinger übernahm die Tochter Magdalena Hilzinger 1773 das Gut und heiratete 1774 Mathias Heitzmann von St. Peter. Deren Tochter Ursula Heitzmann, seit 1821 mit Johann Vetter verheiratet, wurde 1831 Eigentümerin des Guts. Die Eheleute übergaben 1846 das Gut ihrer Tochter Maria Anna Vetter, die sich 1845 mit Johann Hug verehelicht hatte. Johann Hug vergrößerte 1853 und 1854 den Grundbesitz durch Zukauf von Grundstücken. Nach seinem Tod 1854 heiratete Maria Anna Vetter den verwitweten Landwirt Johann Fräßle von St. Peter. Die älteste Tochter aus erster Ehe, Magdalena Hug, übernahm das Gut und heiratete 1866 Christian Fräßle vom Fräßlehof in St. Peter. Unter ihm brannte 1875 der Hof ab und wurde wieder errichtet. Im Jahr 1925 übernahm der jüngste Sohn Max Fräßle das Gut. Nach seinem Tod 1951 wurde seine Tochter Pauline Fräßle Eigentümerin, die sich 1949 mit Emanuel Dold verehelicht hatte. 1982 übernahm die Tochter Roswitha Dold das Gut, das sie mit ihrem Ehemann Alfred Dold geb. Metzger führt.
Im Hilzihäusle wird nach wie vor teilweise Landwirtschaft betrieben und seit vielen Generationen die Imkerei gepflegt. Es werden noch Kartoffeln angebaut. Viel Wert wird auf alte Obstbaumsorten gelegt. Seit 1975 stehen keine Kühe und Schweine mehr in den Ställen, daher ist das Feld z. T. verpachtet. Neben der Landwirtschaft ist heute im Hilzihäusle auch Kunst und Handwerk daheim: Alfred Dold als Holzschnitzer, Roswitha Dold als Korbflechterin (eigener Weidenanbau) und Liedermacherin. Auch die Töchter Rebekka und Theresa führen die Tradition als Sängerinnen fort. Das Musizieren und Liedersingen war den Bewohnern des Hilzihäusles schon immer wichtig gewesen, wie man aus alten Erzählungen weiß.
Agatha Hug, eine Tochter von Johann Hug und Maria Anna Hug geb. Vetter, wanderte 1880 nach Michigan/USA aus. Dort gründete sie mit ihrem Ehemann Georg Fräßle vom Fräßlehof in St. Peter einen Hof, der heute noch Frasle-Farm heißt.