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Steinrelief in Eschbach

An der Kirche in Eschbach (Amt Freiburg) befindet sich außen zwischen zwischen zwei Langhausfenstern der Epistelseite eingemauert die hier abgebildete Skulptur aus dem Jahre 1589.

Ihre Inschrift lautet: Sacell(um) hoc renovaris curavit Re(verendissimus) D(ominus) Gall´(us) Abbas mon(asterii) S(ancti) Petri 1589. ? Nemo tra(n)seat quin mun´(us) offerat. Ora pro nobis S. Jacobe. (Diese Kapelle ließ Abt Gallus von St. Peter 1589 wieder herstellen; Niemand gehe vorüber, ohne eine Gabe darzubringen.) Das Relief stammt also von einer längst verschwundenen Kapelle, die, wie aus dem Pilgerhut und Stab hervorgeht, dem Jakobus dem Älteren geweiht war. Durch die Inschrift ist auch das Wappen zu Füßen des Jakobus festgestellt. Es zeigt in Feld 1 und 4 zwei ins Andreaskreuz gelegte Schlüssel, das Wappenbild der Abtei St. Peter und in Feld 2 und 3 das persönliche Wappen des Abtes Gallus, der von 1585-1597 dem Kloster St. Peter vorstand. Sein bürgerlicher Name war Gallus Meyer gen. Voegelin, und das oberbadische Geschlechterbuch gibt auch sein Wappen an: in rot zwei nebeneinander stehende weiße Dreiecke. Da das Relief im Inventarisationswerk "Kunstdenkmäler Badens" nicht registriert ist, so mag hier wenigstens darauf aufmerksam gemacht sein. F.Z.

aus: Schauinsland. Jahrgang 46, 1919. Seite 28