Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
NameAlois BACH
Birth Date6 October 1892
Birth PlaceDelkhofen / Württemberg
Death Date11 October 1916 Age: 24
Death PlaceMont St. Quentin Frankreich
OccupationLeutnant der Reserve beim 1. Ersatz-Bataillon des 5. Badischen Infanterie-Regiments Nr. 113
MotherAmalia WEISS (-<1914)
Notes for Alois BACH
Kriegsfreiwilliger beim 1. Ersatz-Bataillon des 5. Badischen Infanterie-Regiments Nr. 113, das in Freiburg i. Br.
Die letzte Etappe seines Lebensweges stellte sein Einsatz in der Schlacht an der Somme dar, die mit über einer Million getöteten, verwundeten und vermissten Soldaten als die verlustreichste Schlacht des Ersten Weltkriegs gilt. In ihrem Verlauf wurde Bach noch am 11. September 1916 mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet, fand aber bereits einen Monat später den Tod: Am 11. Oktober erhielt Alois Bach um 3.30 Uhr morgens nördlich von Peronne, möglicherweise bei einem Angri! oder einem Spähtruppunternehmen, einen Bauchschuss, an dessen Folgen er verstarb.11 Er wurde darau( in zunächst provisorisch am Mont St. Quentin begraben und danach auf dem Militärfriedhof von Le Vergnier bei Roisel in der Picardie bestattet.

»Hier ruht in Gott Alois Bach Leutnant der Reserve Inf. Reg 113, Ritter des Eisernen Kreuzes II. Kl, geb. den 6. Oktober 1892. Den
Heldentod erlitten in der Sommeschlacht durch ein französisches Maschinengewehr-Geschoss am 11. Oktober 1916. Seine irdische Hülle wurde am 8. März 1917 der heimatlichen Erde übergeben. Ruhe sanft !«

Wer war dieser Alois Bach, dem ein so aufwändiger Grabstein errichtet wurde? Dank der im Generallandesarchiv Karlsruhe noch erhaltenen Personalakten sind wir in der Lage, uns ein etwas genaueres Bild von seiner Person und seinen letzten Lebensmonaten zu machen.10 Alois Bach wurde am 6. Oktober 1892 als Sohn von Josef und Amalia Bach in Delkhofen auf dem Großen Heuberg geboren, das damals zum württembergischen Oberamt Spaichingen gehörte. Sein Vater war Baumeister von Beruf und lebte mit seiner Familie in Kirchzarten. Bach, dessen Mutter zum Zeitpunkt des Kriegsbeginns bereits verstorben war, hatte noch sechs Schwestern. Nach dem Besuch der Oberrealschule und Gewerbeschule in Freiburg i. Br. absolvierte er eine Ausbildung an der 1878 gegründeten Großherzoglich Badischen Baugewerkeschule – dem späteren Badischen Staatstechnikum –, die er als Architekt verließ. Beim Kriegsausbruch arbeitete er als Bauführer in einem Baugeschäft im nahe gelegenen Hinterzarten und verdiente monatlich 150 Mark. Schon am 5. August meldete sich Bach wie Zehntausende seiner Altersgenossen als Kriegsfreiwilliger beim 1. Ersatz-Bataillon des 5. Badischen Infanterie-Regiments Nr. 113, das in Freiburg i. Br. stationiert war. Im November 1914 wurde er zur 7. Kompanie dieses Regiments versetzt. In der folgenden Zeit hatte sich Bach off ensichtlich militärisch bewährt – laut Kriegsstammrolle war auch seine Führung »sehr gut« –, so dass er nach Ablegen der entsprechenden Prüfung am 11. Dezember 1915 zum Unteroffi zier ernannt wurde. Am 29. Juli 1916 erfolgte dann seine Beförderung zum Vizefeldwebel, womit er zum Reserveoffi ziersanwärter wurde und den Offi ziersdegen mit Portepee führte. Was erlebte er aber in diesen Verwendungen? Auch darüber geben uns die Archivdokumente Auskunft , in denen die Gefechte in summarischer Form aufgeführt sind, an denen seine Einheit und er beteiligt waren. So nahm er zunächst vom November 1914 bis zum Mai 1915 an den beiden verlustreichen Flandern-Schlachten teil. Anschließend erlebte er vom 9. Mai bis 1. Juli 1915 die Frühjahrsschlacht bei La Bassée und Arras, mit der das französische Oberkommando die erstarrte Frontlinie aufzubrechen versuchte. Die auch unter dem Namen Lorettoschlacht bekannte Off ensive gilt heute als eine der für den Ersten Weltkrieg typischen, für den Ersten Weltkrieg typischen, ergebnislos verlaufenen Schlachten, an deren Ende geringe Geländegewinne Verlusten in Höhe von 60 000 Soldaten gegenüberstanden. Anschließend war Bachs Einheit in den Stellungskämpfen in der Champagne eingesetzt. Dort wurde er am 25. September im Verlauf der sog. Herbstschlacht nördlich Souain verwundet, da seine Stellung verschüttet wurde und er Quetschungen im Bauch und an den Beinen erlitt. Daraufh in wurde Bach für fünf Tage in das Militärlazarett in Sedan gebracht und anschließend in das Reserve- Lazarett Schloss Erlangen verlegt, wo er bis zum 14. Oktober verblieb. Nach seiner anschließenden Versetzung zum 1. Ersatz- Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 113 kehrte er im März 1916 wieder an die Westfront zurück, wo er wiederum in der Champagne eingesetzt wurde. Vom 16. April bis 8. Juli 1916 besuchte Bach einen Offi ziersanwärterlehrgang in Le Chesne in den Ardennen. Die letzte Etappe seines Lebensweges stellte sein Einsatz in der Schlacht an der Somme dar, die mit über einer Million getöteten, verwundeten und vermissten Soldaten als die verlustreichste Schlacht des Ersten Weltkriegs gilt. In ihrem Verlauf wurde Bach noch am 11. September 1916 mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet, fand aber bereits einen Monat später den Tod: Am 11. Oktober erhielt Alois Bach um 3.30 Uhr morgens nördlich von Peronne, möglicherweise bei einem Angriff oder einem Spähtruppunternehmen, einen Bauchschuss, an dessen Folgen er verstarb. Er wurde daraufh in zunächst provisorisch am Mont St. Quentin begraben und danach auf dem Militärfriedhof von Le Vergnier bei Roisel in der Picardie bestattet. Etwa zwei Wochen später erfolgte noch eine weitere Anerkennung seiner militärischen Leistungen, indem er postum zum Leutnant d. R. befördert wurde. Es war gewiss die Trauer um den einzigen Sohn und Bruder, dessen vielversprechendes Leben ein so jähes Ende gefunden hatte, die seine Familie bewog, ihn in die Heimat überführen zu lassen, um ihn endgültig in Kirchzarten zu bestatten.
Last Modified 7 August 2025Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit