Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
NameUrsula SAUM
Birth Date27 October 1752
Birth PlaceSt.Peter
Death Date9 February 1814 Age: 61
Death PlaceEschbach - Haus Sick. N° 10
FatherChristian SAUM (1718-1791)
MotherAnna SCHULER (-ca1763)
Spouses
Birth Date27 June 1734
Birth PlaceEschbach - Hummelhof
Death Date11 May 1813 Age: 78
Death PlaceEschbach - Haus Sick. N° 10
OccupationVogt in Eschbach 1777
FatherMathias HUMMEL (1686-)
Marr Date21 April 1805
Marr PlaceEschbach
Birth Date31 May 1737
Birth PlaceEschbach
Death Date21 March 1804 Age: 66
Death PlaceEschbach - Haus St. Pet. N° 21
OccupationVogt in Eschbach
FatherGeorg HUMMEL (ca1696-1750)
Marr Date9 October 1796
Marr PlaceEschbach
Notes for Ursula SAUM
1796 Ehe-Beistände:
Michael Saum * 19.9.1739, Kritzbauer (=Kreuz) von St. Peter, Onkel der Braut
Christian Rueff, Bauer im Stirental

1805 Ehe-Beistände:
Michael Saum, Kreuzbauer von St. Peter
Johann Hummel, Bauer aufs Scherpetershof, Sick. N° 10, wirklicher Vogt, Sohn des Bräutigams
Notes for Peter (Spouse 1)
1777 Teilnehmer als Vogt vom sickingischen Eschbach an einer Untersuchungskommision der Talvogtei

Freiburger Zeitung 18.7.1789
In Gemäßheit hoher Kaiserl. Königl. Regierungs- und Kammerdekrettur vom 2ten dieses wird hiemit bekannt gemacht; dass bey Peter Hummel in dem Freyherrlich- von Sickingenschen Espache 50. Baumstämme feil seyen: die allenfallig österreichische Kauflustige haben sich dahero bey unterfertigter Beamtung dahier des Ankaufshalber in Zeit 14. Tagen zu melden.
Freyburg am 12ten July 1789.
Freyherrlich-Ferdinand von Sickingische Vormundschaftsbeamtung.
Wetzel

Der Scherpeterhof, zu dem auch eine Mühle gehörte, erhielt seinen Namen zum einen von der Familie Scherer, die spätestes seit dem 30-jährigen Krieg in mehreren Generationen auf dem Hof war. Auf Christian Scherer, der 1660 starb, folgte 1661 Martin Gremmelspacher, ein Sohn vom Bammertenhof, der die Hofwitwe Christina Tritschler heiratete, 1683 sein Stiefsohn Mathias Scherer und 1729 dessen Sohn Christian Scherer. Bevor der Letztere kinderlos starb, vermachte er den Hof 1763 seinem Neffen Peter Hummel, einen Sohn seiner Schwester Anna Scherer und des Mathias Hummel, der vom Hummelhof stammte und als Taglöhner im Scherpeterhäusle lebte. Peter Hummel wurde der Namensgeber des Hofs. Auf ihn folgten als Bauern 1789 Johann Hummel, 1814 Andreas Ruf, der die Hofwitwe Maria Anna Steyert heiratete, 1833 Andreas Hummel, der Bauer und Müller war, 1859 Johann Baptist Hummel, Müller und Bäckermeister, der ein neues steinernes Wohnhaus errichtete,  1889 Linus Hummel und 1927 dessen gleichnamiger Sohn, ab 1953 Karl Hummel.
Andreas Hummel kaufte als Altbauer im Jahr 1862 den benachbarten Scherthomashof, verkaufte 1863 an den Grundbauern knapp 7 Morgen Grundwald, 1864/65 das Berghäusle des Scherthomashofs an den Waldhüter Wilhelm Rombach und teilte den Scherthomashof in zwei Teile. Den kleineren verkaufte er an Peter Steyert, der damit Bauer auf dem Scherthomashof wurde, den größeren behielt er für sich und übergab ihn 1865 an seinen Sohn Johann Baptist Hummel, der ihn dem Scherpeterhof einverleibte.

Der Gnadenstuhl am Scherpeterhof in Stegen-Eschbach ist 1770 von einem Mitglied der im Breisgau bedeutenden Steinmetzfamilie Hauser aus Kirchzarten geschaffen worden. Anton Xaver Hauser ist in der vierten Generation in diesem künstlerischen Beruf tätig. Seine Dreifaltigkeitssäule steht auf einem Sockel, auf dem ein Gebet, aber auch die Stifter genannt werden: DIE BILDSAVL/ HAT HIE HER/ STELEN LASEN/ DER EHRBARE/ PETERHUMEL/ VND SEIN! EHFRAV AGATHAHAVERIN/ VND DISES ALES/ ZV GRÖSER EHR/ GODTES VND ZV/ VNSERM SELENHEIL Der Gnadenstuhl aus Pfaffenweiler Sandstein mußte nach 200 J ah-ren (1970) unter Aufsicht des Denkmalamtes restauriert werden und wurde dabei von vier verschiedenfarbigen Ölschichten befreit. Über den Anlaß der Aufstellung vor langer Zeit darf man spekulieren: Der Bauer Christian Scherer hatte keine Erben und verschenkte den Scherpeter-Hof an das junge Ehepaar Peter Hummel und Agatha Haury. Vielleicht haben die beiden aus Dankbarkeit diese Dreifaltigkeitssäule errichten lassen.

Hermann Althaus aus Kirchzarten, Mai 2002 Die hier archivierten Artikel sind in der Reihe "Wegekreuze in der Region" in DER DREISAMTÄLER erschienen.
8. Gnadenstuhl ñ was ist das?
..Der Gnadenstuhl am Scherpeterhof in Stegen-Eschbach ist 177o von einem Mitglied der
im Breisgau bedeutenden Steinmetzfamilie Hauser aus Kirchzarten geschaffen worden. Anton Xaver Hauser ist in der 4. Generation in diesem künstlerischen Beruf tätig. Seine Dreifaltigkeitssäule steht auf einem Sockel, auf dem ein Gebet, aber auch die Stifter genannt werden:
DIE BILDSAVL/ HAT HIE HER / STELEN LASEN/ DER EHRBARE/ PETER HUMEL/ VND SEINI EHFRAV AGATHA HAVERIN/VND DISES ALES/ ZV GR÷SER EHR/ GODTES VND ZV/ VNSERM SELENHEIL
Der Gnadenstuhl aus Pfaffenweiler Sandstein muflte nach 2oo Jahren (197o) unter Aufsicht des Denkmalamtes restauriert werden und wurde dabei von 4 verschiedenfarbigen Farbschichten befreit. Über den Anlaß der Aufstellung vor langer Zeit darf man spekulieren:
Der Bauer Christian Scherer hatte keine Erben und verschenkte den Scherpeter-Hof an das junge Ehepaar Peter Hummel und Agatha Haury. Vielleicht haben die beiden aus Dankbarkeit
diese Dreifaltigkeitss‰ule errichten lassen................
Hermann Althaus, Dreisamtäler, März 2001
Notes for Peter (Spouse 1)
seit 1763 Bauer auf dem Scherpeterhof Eschbach. Namensgeber des Hofes
Notes for Johann Baptist (Spouse 2)
1755 auf dem Hummelhof in Eschbach
1789 Mit-Unterzeichner eines Vergleichs zwischen dem Kloster St.Peter mit der Gemeinde Eschbach
1796 Ehe-Beistände:
Michael Saum * 19.9.1739, Kritzbauer (=Kreuz) von St. Peter, Onkel der Braut
Christian Rueff, Bauer im Stirental
1797 Nutznießer und Mit-Unterzeichner des Vertrags der Allmendwald-Vergabe zwischen dem Kloster St.Peter mit der Gemeinde Eschbach bezüglich der Verteilung des herrschaftlichen Allmendwaldes

Der Hummelhof, früher Unterspielhof, soll einst zusammen mit dem Zipfeljockenhof, früher Oberspielhof, einen Hof gebildet haben. Um 1550 war der später aus 2 Lehen bestehende Unterspielhof an Cunly Wagner und Hans Wagner aufgeteilt, die jeweils 1 Lehen besaßen. Um 1570 war Hans Knöbel Bauer auf dem 2 Lehen großen Spielhof, der seit dieser Zeit bis mindestens etwa 1700 die Wirtschaft des St. Petrischen Eschbachs war. Ihm folgten um 1620 Lorenz Schnetz, der mit Anna Knöbel, vermutlich einer Tochter des Vorbesitzers, verheiratet war, um 1640 dann dessen Sohn Michael Schnetz, der lange Zeit Vogt im St. Petrischen Eschbach war. Er verkaufte 1662 den Hof an den Wirt Hans Scherzinger, jedoch wurde der Kauf wieder rückgängig gemacht. Um 1668 übernahm der Sohn Georg Schnetz den Hof, der nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1669 Eschbach mit seiner Familie verlassen hat. Die Witwe des Michael Schnetz, Magdalena Oberriether,  verehelichte sich 1675 mit dem Witwer Johann Maier. Dessen erstehelicher Sohn Martin Maier wurde um 1675 Bauer auf dem Hummelhof. 1690 verkaufte er den Hummelhof und die zugehörige Schmiede an den von Waldau gebürtigen Schmied Jakob Fehrenbach, die alte Schmiede und die Mühle behielt er sich vor. Die Mühle übernahm später die Tochter Elisabeth Maier, die 1713 Jakob Beurlin heiratete. Nach dem Tod von Jakob Fehrenbach 1695 erwarb das Kloster St. Peter den Hummelhof. Pächter des Hofs war der Wirt Georg Waldvogel.
1699 verkaufte das Kloster den Hummelhof an Bartholomäus Hummel vom Hulochhof in St. Peter. Ihm folgten um 1722 sein Sohn Georg Hummel, der 1750 starb, anschließend dessen Witwe Christina Tritschler, nach deren Tod 1755 der Hoferbe Johann Hummel knapp 18-jährig den Hof übernehmen musste. Dieser war Vogt. 1805 folgte Jakob Hummel, der bereits 1814 starb. Seine Witwe Maria Anna Ruf vom Neubauernhof in St. Peter heiratete Andreas Gremmelspacher vom Martinshof, der auch Bürgermeister war und 1828 das Wohnhaus erbaute. Da beide noch lebenden Kinder von Jakob Hummel taubstumm und entmündigt waren, der jüngste und erbberechtigte Sohn von Andreas Gremmelspacher, Lorenz Gremmelspacher, Löwenwirt in Kirchzarten, früh verstorben war, erbte der zweitjüngste Sohn Johann Baptist Gremmelspacher den Hof. Dieser hatte 1840 den Birkjörglehof in Unteribental gekauft. Er übergab nach dem Tod seines Vaters 1867 seinem Sohn Alois Gremmelspacher den Birkjörglehof und übernahm den Hummelhof. Nach dem Tod des Hummelbauern Johann Baptist Gremmelspacher ließen die Erben 1891 den über 21 ha großen Hinterwald versteigern. Im gleichen Jahr übernahm der Sohn Johann Gremmelspacher den Hof, starb aber 1901 kinderlos. Seine zweite Ehefrau, Stephania Faller vom Klausenhof, erbte den Hof und vererbte ihn 1909 ihrem Bruder Gebhard Faller, der seit dem Tod ihres Ehemanns Verwalter auf dem Hummelhof war. Dieser übergab ihn 1919 seiner Tochter Stefania Faller, die kurz danach Joseph Hummel vom Scherpeterhof heiratete. So kam der Hof nach gut 100 Jahren an die Familie Hummel zurück, die vor über 300 Jahren auf den Hof gekommen war. Unter Joseph Hummel brannte 1926 die Scheuer ab.
Joseph Hummel, der auch Sägewerksbesitzer war, starb 1942. Ihm folgte der Sohn Wilhelm Hummel, 1984 übernahm Robert Hummel zusammen mit seiner Frau Andrea geb. Rombach den Hof.
Die Scheune ist 1926 und 1954 jeweils durch Blitzschlag abgebrannt. Im Jahr 1995 wurde ein Leibgeding-Wohnhaus erbaut. Am 3.4.2010 brannte auf der Sommerseite die Hummelhütte bis auf die Grundmauern nieder.
Die ehemalige Säge des Hummelhofs übergab der Hummelbauer Wilhelm Hummel seinem Bruder Joseph Hummel. Dieser verkaufte das Gebäude an Arnold Scherer, der es abriss und an seiner Stelle ein 6-Familienhaus errichtete.
Last Modified 23 April 2026Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit