Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
NameMathias MARTIN
Birth Date24 January 1704
Death Date19 August 1755 Age: 51
Death PlaceSt.Peter - Spittelhof
Occupation Maier auf dem Spittelhof
FatherHans MARTIN (ca1662-1732)
MotherUrsula ROMBACH (1665-1715)
Spouses
Birth Date1 February 1703
Birth PlaceSt.Peter - Sägendobel
Death Date29 April 1790 Age: 87
FatherAndreas HERBSTRITT (1669-1738)
Marr Date26 April 1739
ChildrenJosef (1740-1797)
 Katharina (1743-1800)
Notes for Mathias MARTIN
,,Spittelmayer", 1747, 1750/1754, 1755 gen. 1754 besaß er ein Vermögen von 100 fl., er starb als Maier auf dem Spittelhof und als frommer Mann

27. April 1754
Auf herrschaftlichen Befehl wurden die drei herrschaftlichen Maier auf dem Spittelhof (Mathis Martin), Scheuerhof (Mathis Wehrle) und Hornhof (Mathis Hummel) auf die Kanzlei einbestellt, um bei dem Abt um weitere Herberge anzuhalten. Alle Maier konnten bleiben, doch erhob der P. Großkeller verschiedene Vorwürfe (Futtermangel, die eigenen Kühe der Maier würden zu gut gefüttert). (61/10797 S. 240-242)

Brand des Spittelhofs am 29. Juli 1754 Hier solle man gebührend anmerken, daß heute in der Früh um drei Uhr der Gotteshausische Spittelhof durch eine gählinge Feuersbrunst dergestalten eingeäschert worden, daß außer denen Mayerleuthen, dem Krummholzen Christian Hättich nebst seinem Weib und Kind, dem Ziegler Kaspar Nazen und seinem Weib, dann einem armen Mann nebst seinem Weib als einer dreitägigen Kindbetterin und dero sonsten zwei Kinder, auch dem alten Spittelmayer Jakob Dorn, welche sämtliche mit Herabspringen in größter Not ihr Leben salvieret, gar nichts gerettet werden können. Das beste bei dieser entsetzlichen Brunst war, daß gar keine Luft verspüret worden, denn ansonsten hätte es gar leicht geschehen können, daß einige nah gelegene Bürgerhäuser vom wütenden Feuer Schaden nehmen, mithin aber auch die St. Ursula-Kapellen, das Wirtshaus mit seinem ganzten Tractu, auch das Gesindhaus nebst der Kirchen und ganzen Kloster angezündet werden konnte. Im verbrannten Hof sind an Vieh geblieben, so dem Gotteshaus zuständig: drei tragende Kühe, 3 kleine Hägen, 5 Graskälber und ein Muttelbock; ferner drei Kühe, deren eine dem Herrn Amtmann, die zweite dem Spittelmayer Mathis Martin und die dritte dem o.g. Krummholzen zugehörten; item zwei Geißen und ein Schwein. Neben diesem waren bereits in den Hof eingeführt 16 Wägen voll Heu, so daß der Schaden dem Löbl. Gotteshaus hierbei, samt dem, was der Mayer und die Hausleute erlitten, wohl auf etliche tausend Gulden gerechnet werden kann. Das Feuer soll der Erzählung nach mitten im Haus zu brennen angefangen haben und ist vermutlich dieser Hof von bösen Leuten, und zwar, wie wohl zu suspicieren (vermuten), von dem jüngsthin hier eingesessenen Franzosen geflissentlich angezündet worden. (A.M.S.P. , 1754, S. 163 f.) Das Feuer, dem das hölzerne Gebäude zum Opfer fiel, ist vermutlich von einem französischen Landstreicher gelegt worden.
Last Modified 19 November 2020Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit