NameMaria DOLD 
Birth Date5 December 1830
Birth PlaceSt.Peter - Rohr - Jockenhof
Death Date14 March 1909 Age: 78
Death PlaceSt.Peter - Rohr - Neubauernhof
Spouses
Birth Date12 December 1827
Birth PlaceSt.Peter - Rohr - Neubauernhof
Death Date22 August 1882 Age: 54
Death PlaceSt.Peter - Rohr - Neubauernhof
ChildrenAgnes (1853-1879)
Notes for Maria DOLD
1882
Auf Ableben des Neubauern Johann Ruf sind der Witwe und den 5 Kindern als Eigentum zugefallen: Ein von Stein erbautes, zweistöckiges Wohnhaus, Waschhaus, eine Kapelle mit darauf gebautem Speicher, die Hälfte an einer besonders stehenden Hofmahlmühle (Mitinhaber: Georg Maier), 68,2956 ha Feld und Wald (davon 26,9136 ha Wald), der sog. Neuhof, tax. zu 17.500 Mark. Steueranschlag: 21.890 Mark. (GB V, 211)
Notes for Johann (Spouse 1)
Er besuchte das Gymnasium in Freiburg und später das Lyzeum in Konstanz, mußte aber das Studium aufgeben (1846), als er den geistlichen Beruf nicht mehr anstrebte. Neubauer im Rohr, 1851 bis 1882, verpflichteter Steinsetzer, 1864/1867 gen.., Gemeinderat 1864 bis 1869, Bürgermeister 1869 bis 1871, 1870 Mitbegründer der Sparkasse St.Peter
Als Bauerführte Johann Ruf bis 1858 ein Handbuch mit Aufzeichnungen über seinen landwirtschaftlichen Betrieb, so über die Löhne der Dienstboten (Knechte, Mägde, Hirtenbuben), Abzahlung des Hofkaufpreises, Verkaufserlöse aus Vieh, Handwerkerlöhne, Ernteerträgnisse, Ausgaben bei Hochzeiten. Im Anhang zum Handbuch sind Aufzeichnungen über eine Hof- und Familienchronik sowie über Hausmittel bei Erkrankungen von Vieh- und Schweinen. Aus dem Handbuch: Im Frühjahr 1854 wurden 220 Sester Sommerfrucht und 1856 250 Sester Sommerfruchtangesät.
18. August 1851
Der Neubauer Johann Ruf ersteigerte das Häusle und den Garten des Josef Löffler am Kandel für 305 fl. Das Hausgrundstück ist ringsum vom Neubauernhof umgeben (Neubauernhäusle). (GB III, 53)
1855
Als erster Bauer in St.Peter schaffte Johann Ruf einen eisernen (amerikanischen) Pflug an und konstruierte eine vielbewunderte Transmission vom Mühlrad zur Dreschmaschine.
1873
Johann Ruf baute auf dem zum Neuhof gehörenden, idyllischen Türlefelsen die Türlekapelle als Familienheiligtum. Johann Ruf, ein nachdenklicher und belesener Mann, behielt aus seiner Studienzeit eine Vorliebe für Kunst und Literatur, schrieb Gedichte und machte gelegentlich Theaterbesuche in Freiburg. Seine Zuhörer überraschte er oft mit Reden in Versform. Mit dem Schweighöfer Georg Heitzmann (+ 1875) und dem Hirschenwirt Wilhelm Schmidle (+ 1901) galt Johann Rufals einer der drei „Dorfregenten“. Der Neubauer war ein Verehrer des Mainzer Bischofs Wilhelm Emanuel von Ketteler (+ 1877) und begleitete diesen, wenn er zu Besuchen im Priesterseminar weilte, bei Fußwanderungen auf den Kandel.