Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
NameUrsula HEITZMANN / HEIZMANN
Birth Date21 June 1795
Birth PlaceEschbach
Death Date25 March 1868 Age: 72
Death PlaceEschbach - Hilzihäusle
MotherMagdalena HILZINGER (1746->1821)
Spouses
Birth Datecirca 1790
Birth PlaceEschbach
Death PlaceEschbach
Marr Date1821
Marr PlaceEschbach
ChildrenMagdalena (1821-1852)
Notes for Ursula HEITZMANN / HEIZMANN
übernahm 1831 das Hilzihäusle in Eschbach

Hilzihäusle, früher Scherlenzenhofhäusle („Untere Langeck“) Der Scherlenzenbauer Mathias Scherer verkaufte 1712 an Georg Scherzinger, den Ehemann seiner Schwester Christina Scherer, ein Stück Feld für den Bau eines Hauses, das später nach der Familie Hilzinger Hilzihäusle genannt wird. 1713 verkauft Georg Scherzinger die Liegenschaft mit dem im Bau befindlichen Häusle an Jakob Gehr, einen Bauernsohn vom Mooshof. Nach dessen Tod im Jahr 1733 verehelichte sich seine Witwe Anna Molz mit  Mathias Heitzler von Ibental. Nach dessen Tod  folgte ihm 1751 sein Stiefsohn Johann Gehr, der 1755 Christina Tritschler vom Bergjörgenhof heiratete. Nach dem Tod seines Schwagers, dem Bergjörgenbauer Johann Tritschler, wurde Johann Gehr 1766 Bauer auf dem Bergjörgenhof. Das Hilzihäusle verkaufte er an Christian Hättich, der 10 Tage später mit Christian Hilzinger, bisher Schönbergbauer, tauschte und auf den Schönberghof zog. Nach dem Tod von Christian Hilzinger übernahm die Tochter Magdalena Hilzinger 1773 das Gut und heiratete 1774 Mathias Heitzmann von St. Peter. Deren Tochter Ursula Heitzmann, seit 1821 mit Johann Vetter verheiratet, wurde 1831 Eigentümerin des Guts. Die Eheleute übergaben 1846 das Gut ihrer Tochter Maria Anna Vetter, die sich 1845 mit Johann Hug verehelicht hatte. Johann Hug vergrößerte 1853 und 1854 den Grundbesitz durch Zukauf von Grundstücken. Nach seinem Tod 1854 heiratete Maria Anna Vetter den verwitweten Landwirt Johann Fräßle von St. Peter. Die älteste Tochter aus erster Ehe, Magdalena Hug, übernahm das Gut und heiratete 1866 Christian Fräßle vom Fräßlehof in St. Peter. Unter ihm brannte 1875 der Hof ab und wurde wieder errichtet. Im Jahr 1925 übernahm der jüngste Sohn Max Fräßle das Gut. Nach  seinem Tod 1951 wurde seine Tochter Pauline Fräßle Eigentümerin, die sich 1949 mit Emanuel Dold verehelicht hatte. 1982 übernahm die Tochter Roswitha Dold das Gut, das sie mit ihrem Ehemann Alfred Dold geb. Metzger führt.
Im Hilzihäusle wird nach wie vor teilweise Landwirtschaft betrieben und seit vielen Generationen die Imkerei gepflegt. Es werden noch Kartoffeln angebaut. Viel Wert wird auf alte Obstbaumsorten gelegt. Seit 1975 stehen keine Kühe und Schweine mehr in den Ställen, daher ist das Feld z. T. verpachtet. Neben der Landwirtschaft ist heute im Hilzihäusle auch Kunst und Handwerk daheim: Alfred Dold als Holzschnitzer, Roswitha Dold als Korbflechterin (eigener Weidenanbau) und Liedermacherin. Auch die Töchter Rebekka und Theresa führen die Tradition als Sängerinnen fort. Das Musizieren und Liedersingen war den Bewohnern des Hilzihäusles schon immer wichtig gewesen, wie man aus alten Erzählungen weiß.
Agatha Hug, eine Tochter von Johann Hug und Maria Anna Hug geb. Vetter, wanderte 1880 nach Michigan/USA aus. Dort gründete sie mit ihrem Ehemann Georg Fräßle vom Fräßlehof in St. Peter einen Hof, der heute noch Frasle-Farm heißt.
Notes for Johann (Spouse 1)
1834/35 im Steuer-Register Eschbach

Ehevertrag Vetter - Haitzmann 1821
(Eschbach Grundbuch I Folio 11 Nr. 347)
Ehevertrag
„für den ledigen Johann Vetter von Eschbach und der gleichfalls ledigen Ursula Haitzmann unter Beystandschaft des Verpflichteten Beystand Joseph Ziepfel daselbst.
Errichtet Freyburg den 5 ten Mai 1821 vor dem Großh. II Revisiorat des Landamts Freyburg in Gegenwart und mit Zustimmung der Mathis Haizmannschen Wittwe Magdalena gebohrene Hilzinger, Mutter zur Hochzeiterin Verbeistandet mit dem Verpflichteten Georg Faller dann des Andreas Ruf und Vogts Thomas Steyert von Eschbach.
§ 1 Das Vermögen des Johann Vetter besteht in Geld zu 600 fl Schreibe Sechs Hundert rhein. Gulden.
§ 2 Ursula Haizmann besitzet noch kein angefallenes Vermögen indem ihre Verwittibte Mutter Magdalena Haizmann bis dahin im ungetheilten Vermögen forthauste und auch ferner fortzuhausen Willens ist. Dagegen Verspricht die Mutter ein Heuratgut von 100 fl Schreibe Ein Hundert rhein. Gulden und Verschreibt der Hochzeiterin zu ihrem Taglöhnergut die Vortheilsgerechtigkeit und nimt auch die Hochzeitsleute zu sich auf das Taglöhnergut, damit sie ihr gegen Kost , Wohnung und Kleidung mitarbeiten helfen.
§ 3 Hochzeiter darf die Nutzungen ab seinem Vermögen in die gemeinschaftl. Haushaltung mit seiner Schwieger Mutter nicht einlegen.
§ 4 Es machten die Hochzeitsleute eine allgemeine Güter Gemeinschaft mit Inbegrif des beweglichen und unbeweglichen gegenwärtigen und zu künftigen Vermögen.
§ 5 Wenn der Hochzeiter kinderlos zuerst stirbt, so solle sie sein gesamtes Vermögen erhalten, jedoch an seine nächsten Verwandten Gleich baar 100 fl Sage Ein Hundert Gulden rhein. hinaus bezahlen.
§ 6 Sind bei Ableben eines Theils Kinder vorhanden, so solle nach dem Gesez abgetheilt werden.
§ 7 Die Hochzeitleute ziehen auf das zum Hofgut des Johann Rombach gehörige Berghäusle, in welchen ihnen der Bauer durch 10 Jahre die Wohnung hiemit verschreibt.
§ 8 Wenn diese 10 Jahre vorüber sind, so werden die Hochzeitleujte in das Haus des Michael Hug ziehen, in dem ihnen Letzterer auf 10 Jahre die unentgeldliche Wohnung hiemit zugesichert.
Vorgelesen, anerkannt und unterschrieben
Andreas Hug, Gertrud Haurinn, Michael Hug, Mathias Haury, Johann Rombach
Großh: II Amts Revisorat (Unterschrift unleserlich)
Vogt Steyert“
Last Modified 15 March 2026Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit