Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
NameChristina TRITSCHLER
Birth PlaceEschbach - Bergjörgenhof
Death Datecirca 1775
Death PlaceEschbach - Bergjörgenhof
Spouses
Birth Datecirca 1720
Birth PlaceEschbach - Hilzihäusle
Death Date1787 Age: 67
Death PlaceEschbach - Bergjörgenhof
OccupationBergjörgenbauer
FatherJakob GEHR (-1733)
MotherAnna MOLZ
Marr Date1765
Notes for Christina TRITSCHLER
Lehenbesitzerin, oo um 1765 Johann Gehr vom Hilzihäusle
Notes for Johann (Spouse 1)
Bergjörgenbauer durch Einheirat seit etwa 1766
erbte 1751 das spätere Hilzihäusle in Eschbach, seit 1766 Bauer auf dem Bergjörgenhof in Eschbach

Bergjörgenhof, früher Simonsbauernhof, später Sattlers. Der Bergjörgenhof, zu dem früher der Schwabenhansenhof als Berghaus gehörte, besteht schon lange nicht mehr. Er bildete einen schmalen Streifen, der sich östlich vom Maierhof über Winter- und Sommerseite des Eschbachtals erstreckte. Früher wurde er Simonsbauernhof, Berghof oder Bergjörgenhof genannt. Simonsbauernhof hieß er nach  Simon Eckmann. Die Familie Eckmann ist seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert auf dem Hof nachzuweisen mit Nikolaus Eckmann, seit etwa 1633 Lorenz Eckmann, um 1670 Georg Eckmann und um 1700 Simon Eckmann. Um 1718 kam der Hof an Michael Tritschler, dessen Vater Verwalter in Bickenreute, später auf dem Baldenweger Hof war. Auf Michael Tritschler folgte 1760 sein Sohn Johann Tritschler als Bauer auf dem Simonshof. Nach dessen frühem Tod 1766 verehelichte sich die Witwe Maria Kapp nach Ohrensbach und verkaufte den Hof unter Vorbehalt der Besitzgerechtigkeit  an ihren Schwager Johann Gehr, bisher Taglöhner im Hilzihäusle und seit 1755 mit Christina Tritschler verheiratet. Johann Gehr starb 1787 ohne Nachkommen, und seine dritte Ehefrau Gertrud Walter, eine Tochter vom Michelehof in Stegen, heiratete 1788 Georg Vogt vom Haurihof in Unteribental, den sog. Bergjörg, der auch Vogt im Sickingischen Eschbach war. 1815 erwarb Georg Vogt die Besitzgerechtigkeit des Hofes und übergab ihn an seine Tochter Theresia Vogt und deren Ehemann, den Schneider und Krämer Andreas Scherer, der bis 1828 Bauer auf dem Hof war. Dieser verkaufte 1827 das Berghaus mit den dazu gehörigen Grundstücken, den heutigen Schwabenhansenhof, an den Taglöhner Lorenz Zipfel und 1828 den verschuldeten Hof, der ehemals eine Größe von ca. 84 Jauchert hatte, an den Heinibauer Martin Salenbacher, der ihn seinem Hof angliederte. Andreas Scherer zog 1828 nach Freiburg, wurde Rebmann und Weinhändler.
1831 kaufte Andreas Vogt, von Beruf Sattlermeister, von dem Heinibauer Georg Salenbacher, der den Hof 1830 von seinem Vater übernommen hatte, sein ehemaliges Elternhaus mit einem kleinen Teil der früher dazu gehörigen Grundstücke zurück. Das Gut, jetzt Sattlers genannt, übernahm 1863 nach dem Tod des Andreas Vogt seine Witwe Franziska Ruh, die vom Peterbauernhof stammte. Diese übergab es 1864 an ihre Tochter Karolina Vogt, die 1861 den im Föhrental gebürtigen Georg Strecker, ebenfalls Sattlermeister, geheiratet hatte. Nach dem Tod der Karolina Vogt wurden Georg Strecker und seine einzige ersteheliche Tochter Barbara Strecker Eigentümer des Guts. Sie übergaben es 1901 an den Sohn zweiter Ehe, Hermann Strecker, wiederum Sattlermeister. Auf ihn folgten 1938 Wilhelm Strecker, Forstarbeiter, 1960 Siegfried Strecker und 2003 Markus Strecker.

Hilzihäusle, früher Scherlenzenhofhäusle („Untere Langeck“) Der Scherlenzenbauer Mathias Scherer verkaufte 1712 an Georg Scherzinger, den Ehemann seiner Schwester Christina Scherer, ein Stück Feld für den Bau eines Hauses, das später nach der Familie Hilzinger Hilzihäusle genannt wird. 1713 verkauft Georg Scherzinger die Liegenschaft mit dem im Bau befindlichen Häusle an Jakob Gehr, einen Bauernsohn vom Mooshof. Nach dessen Tod im Jahr 1733 verehelichte sich seine Witwe Anna Molz mit  Mathias Heitzler von Ibental. Nach dessen Tod  folgte ihm 1751 sein Stiefsohn Johann Gehr, der 1755 Christina Tritschler vom Bergjörgenhof heiratete. Nach dem Tod seines Schwagers, dem Bergjörgenbauer Johann Tritschler, wurde Johann Gehr 1766 Bauer auf dem Bergjörgenhof. Das Hilzihäusle verkaufte er an Christian Hättich, der 10 Tage später mit Christian Hilzinger, bisher Schönbergbauer, tauschte und auf den Schönberghof zog. Nach dem Tod von Christian Hilzinger übernahm die Tochter Magdalena Hilzinger 1773 das Gut und heiratete 1774 Mathias Heitzmann von St. Peter. Deren Tochter Ursula Heitzmann, seit 1821 mit Johann Vetter verheiratet, wurde 1831 Eigentümerin des Guts. Die Eheleute übergaben 1846 das Gut ihrer Tochter Maria Anna Vetter, die sich 1845 mit Johann Hug verehelicht hatte. Johann Hug vergrößerte 1853 und 1854 den Grundbesitz durch Zukauf von Grundstücken. Nach seinem Tod 1854 heiratete Maria Anna Vetter den verwitweten Landwirt Johann Fräßle von St. Peter. Die älteste Tochter aus erster Ehe, Magdalena Hug, übernahm das Gut und heiratete 1866 Christian Fräßle vom Fräßlehof in St. Peter. Unter ihm brannte 1875 der Hof ab und wurde wieder errichtet. Im Jahr 1925 übernahm der jüngste Sohn Max Fräßle das Gut. Nach  seinem Tod 1951 wurde seine Tochter Pauline Fräßle Eigentümerin, die sich 1949 mit Emanuel Dold verehelicht hatte. 1982 übernahm die Tochter Roswitha Dold das Gut, das sie mit ihrem Ehemann Alfred Dold geb. Metzger führt.
Im Hilzihäusle wird nach wie vor teilweise Landwirtschaft betrieben und seit vielen Generationen die Imkerei gepflegt. Es werden noch Kartoffeln angebaut. Viel Wert wird auf alte Obstbaumsorten gelegt. Seit 1975 stehen keine Kühe und Schweine mehr in den Ställen, daher ist das Feld z. T. verpachtet. Neben der Landwirtschaft ist heute im Hilzihäusle auch Kunst und Handwerk daheim: Alfred Dold als Holzschnitzer, Roswitha Dold als Korbflechterin (eigener Weidenanbau) und Liedermacherin. Auch die Töchter Rebekka und Theresa führen die Tradition als Sängerinnen fort. Das Musizieren und Liedersingen war den Bewohnern des Hilzihäusles schon immer wichtig gewesen, wie man aus alten Erzählungen weiß.
Agatha Hug, eine Tochter von Johann Hug und Maria Anna Hug geb. Vetter, wanderte 1880 nach Michigan/USA aus. Dort gründete sie mit ihrem Ehemann Georg Fräßle vom Fräßlehof in St. Peter einen Hof, der heute noch Frasle-Farm heißt.
Last Modified 19 May 2021Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit