Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
NameMathias WINKLER
Birth Date15 February 1788
Birth PlaceEschbach - Behenhäusle
Death Date1 April 1869 Age: 81
Death PlaceFreiburg
OccupationLehrer
FatherMichael WINKLER (1743-1832)
MotherAnna SCHULER (1757-1837)
Spouses
Birth Datecirca 1800
Marr Date8 January 1829
Marr PlaceEschbach
ChildrenAgatha (1829-)
 Josef (1834-)
Notes for Mathias WINKLER
seit 1809 Schulgehilfe in Eschbach bei seinem Vater.
1811 Zeuge vom Tod des Lorenz Walter
1813 Trauzeuge bei Jakob Rombach und Maria Anna Hummel
1814 Trauzeuge bei Michael Schwär und Anna Scherer
1816 Zeuge vom Tod der Anna Hummel
Besitzer des Behenhäusle. 1834/35 im Steuer-Register Eschbach
April 1842 Zeuge bei der Vaterschafts-Erklärung für Ottilia Hug, Tochter des Johann Hug und Franziska Rombach
Bis 1846 Lehrer in Eschbach.
1850 als Steuererheber genannt
Zog danach nach Freiburg

Matthias Wink/er (1832-1846) geb. am 15. 2. 1788 in Eschbach als Sohn des Lehrers Michael Winkl er besucht mit 17 Jahren die Normalschule in Freiburg und legt 1806 die Prüfung ab. 1809 tritt er bei seinem Vater als Hilfslehrer in Dienst und bleibt dies bis zu dessen Tod 1832. Am 8.1.1828 heiratet er mit Maria Ruf, die ihm zwei Kinder schenkt. Nach dem Tod seines Vaters ist er noch 14 Jahre Hauptlehrer, tritt mit 58 Jahren im April 1846 aus dem Schuldienst aus, zieht sich nach Freiburg zurück und stirbt dort am 1.4.1869. Wie sein Vater versieht er ebenfalls als »Lehrermesner« den Mesnerdienst, bis sein Nachfolger Johann Wörner kommt.

2. Mathias Winkler war 23 Jahre lang Hilfslehrer bei seinem Vater und wurde erst 1832 definitiv; er war Ratschreiber und Accisor. – Er selbst hatte dann verschiedene Hilfslehrer, z.B. im Jahr 1838 den Lehrer Maier, 1839 und 1840 den Hilfslehrer Schuhmacher, mit welchem er so in Streit geriet, dass dieser ihm die Scheiben einschlug und die Haustüre einrannte, weshalb er dann versetzt wurde; 1841 ist ein Hilfslehrer namens Eduard Schmidt hier. – Mathias Winkler hatte als Lehrer und Ratschreiber das Eigentümliche, dass er die Schreibweise der Geschlechtsnamen korrigierte, z. B. statt Steinhart verlangte er Steiert, - statt Gremelsbacher verlangte er Gremelspacher, statt Tritscheler Tritschler.

Im Jahr 1843 bekam er mit dem Gemeinderat Streit wegen des Schulholzes. Er verlangte die 5 Klafter für die Schule und sich, verweigerte aber die Abgabe an das Ratszimmer. Der Gemeinderat verlangte die Pensionierung, allein es war nicht möglich, weil derselbe erst 12 Jahre definitiv war.
Mathias Winkler geriet in Gant, sein Haus wurde 1852 von Schneider Joseph Scherer um 1500 fl ersteigert (vgl. Altes Familien-Buch pag. 213), dem Vater des jetzigen Besitzers, ‚Schnieder-Wilhelm’, der nun Schneider, Kaufmann und Gemeinderechner ist. – Mathias Winkler zog nach Freiburg.

Behenhäusle. Heinrich Salenbacher, der damalige Bauer auf dem Benisgut, verkaufte 1688 an den Schneider Georg Kaltenbach einen Obstgarten mit angrenzendem Rain, auf dem dieser ein Haus baute. Seine Witwe Elisabeth Hauri verehelichte sich nach seinem Tod 1691 mit Georg Rombach vom Jockenhof/Rohr in St. Peter. Ihm folgten um 1707 sein Stiefsohn Joseph Kaltenbach, ebenfalls von Beruf Schneider und um 1752 Christian Kaltenbach. Dessen jüngere Tochter Ursula Kaltenbach übernahm um 1777 das Gütchen und verehelichte sich mit Joseph Schuler aus der Neuen Welt in St. Peter. Das Ehepaar verkaufte das Haus schon 1779 unter Vorbehalt eines lebenslänglichen Wohnrechts an Michael Winkler und zog um 1783 aus Eschbach fort. Michael Winkler, ein Taglöhnersohn von Blasiwald, hatte zuerst als Holzhauer im Höllental gelebt und war anschließend insgesamt 10 Jahre Schulmeister in Falkensteig, Neuhäuser und Buchenbach gewesen, bevor er nach Eschbach zog und hier der erste offizielle Lehrer von Eschbach wurde. Er verehelichte sich mit Anna Schuler vom Leistmacherhof in Unteribental und unterrichtete die Kinder bis 1832 – bis zum Bau eines gemeindeeigenen Schulhauses 1822 in seinem eigenen Haus - , als er  mit 83 Jahren starb.  Seit 1809 hatte ihn sein Sohn Mathias Winkler als Schulgehilfe unterstützt, der 1832 zum Hauptlehrer ernannt wurde und 1833 das Haus von seiner Mutter übernahm. Auf Grund von Meinungsverschiedenheiten mit der Gemeinde Eschbach wurde Mathias Winkler 1846 seine Stelle gekündigt, er verschuldete sich, musste 1852 sein Haus verkaufen und zog nach Freiburg. Der Schneider Joseph Scherer erwarb das Haus, das jetzt Schnieders oder Altschulhaus genannt wurde. Ihm folgten um 1880 Wilhelm Scherer, der Schneider, Krämer und Gemeinderechner war, 1920 sein gleichnamiger Sohn, ebenfalls Schneider, Kaufmann und Gemeinderechner, und um 1958 der Kaufmann Wilhelm Scherer. 1960 verheiratete er sich mit Anna Fehr vom Schwörerhof  in Eschbach.
Das alte Behenhäusle wurde 1965 durch ein neues Wohn- und Geschäftshaus ersetzt. Nach Wilhelm Scherers frühem Tod im Jahr 1976 führte seine Witwe Anna Scherer alleine das Lebensmittelgeschäft weiter. Bedingt durch ihre Krankheit musste das Lebensmittelgeschäft bereits ab 1977 verpachtet werden. Dieses wurde in den nachfolgenden Jahren von verschiedenen Pächtern betrieben und endgültig im März 2001 aufgegeben. Anna Scherer verstarb 1978 im Alter von 44 Jahren und hinterließ drei Kinder. Tochter Ulrike übernahm nach deren Heirat mit Georg Zipfel 1987 das Anwesen. Im Jahr 2004 ist das Haus saniert sowie das Ladenlokal zu Wohnzwecken umgebaut worden.
Last Modified 2 May 2026Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit