NameKarl MAIER MAYER MEIER MEYER 
Birth Date8 January 1902
Notes for Karl MAIER MAYER MEIER MEYER
übernahm 1940 das Schreinergütchen in Eschbach Steurental
BZ 8.1.1987
Karl Maier wurde 85 Jahre alt
Stegen-Eschbach (w). In körperlicher und geistiger Frische feierte Karl Maier in der Steurentalstraße 40 in Eschbach, als der „Schrinerkarle“ im Tal bekannt, seinen 85. Geburtstag. Dem humorvollen Jubilar übermittelten Bürgermeister Klaus Birkenmeier und Ortsvorsteher Max Spitz die Glückwünsche der Gemeinde Stegen und der Ortschaft Eschbach. Karl Maier, ein gebürtiger Eschbacher, arbeitete nach seiner Schulzeit auf verschiedenen Sägewerken. Beim Umbau der Gleisanlagen entlang der Höllentalbahn war der Jubilar mit dabei. Nach seiner Heirat 1929 übernahm der „Schriner-Karle“ 1935 den väterlichen Hof und ging daneben noch seinem Beruf nach. In Norwegen, Finnland und Lappland diente das kernige Eschbacher Öriginal während des Krieges. Noch heute ist Karl Maier auf der 16 Morgen großen Landwirtschaft, die inzwischen an seinen Sohn übergegangen ist, meistens bei der Arbeit anzutreffen. Seine Hobbys sind die Imkerei und die Taubenzucht. Im Eschbacher Musikverein ist der Jubilar Mitglied.
Schreinergütchen. Das Berghäusle des Schererhofs, später Schreinerhäusle oder Schreinergütchen genannt, wurde 1683 vom Schererhof abgetrennt, als der Schererbauer Hans Gremmelspacher es seinem Vetter Christian Gremmelspacher, einem Weber, verkaufte ‚samt Hofstatt, soweit das Dach hinaus bedeckt‘. Seine Witwe Anna Scherer heiratete 1691 den Hugmichelbauern Martin Haury, von dem das Gut an dessen Bruder Michael Haury kam. Dessen Tochter Anna Maria Hauri erbte das Haus und verehelichte sich um 1705 mit Gallus Frey von Kirchzarten. Nach dessen frühem Tod kaufte Agatha Fuchs, die Witwe des Schererbauern Hans Gremmelspacher, 1714 das Haus, und verehelichte sich 1715 mit Franz Schlegel von Unteribental. Das Haus übernahm um 1762 der Sohn Andreas Schlegel, der aber schon 1764 starb. Nach dem Tod von dessen Witwe Anna Maria Faller kaufte der Schererbauer Andreas Gremmelspacher das Haus 1770 wieder zum Schererhof zurück. 1779 verkaufte er es an Mathias Tritschler, einen Sohn vom Similishof, von dem es um 1792 mit ca. 3 Jauchert Gelände an den Sohn Georg Tritschler, einen Schuster, überging. Wegen Schulden übergab dieser das Gut, jetzt Schuhmacherhüsle genannt, 1829 an seinen Sohn, den Schreiner Mathias Tritschler, von dem es 1866 an dessen Sohn Burkart Tritschler, ebenfalls Schreiner, überging. Dieser kaufte bei der Versteigerung von Teilen des Schererhofs mehrere Morgen Acker und Wiesen zu seinem Gut, jetzt Schrieners genannt. Das Haus mitsamt Werkstatt, Stall und Scheuer brannte 1889 durch Brandstiftung ab. 1891 übernahm die Tochter Maria Tritschler das Gut, die es jedoch nach einem halben Jahr an den Vater zurückgeben musste, da sie keine Heirat zustande brachte. Wegen Überschuldung musste das Gut 1894 versteigert werden und wurde von der Ehefrau des Burkard Tritschler, Karolina Butz, erworben. 1898 übergab sie es an die Tochter Sophia Tritschler, die den Landwirt und Händler Felix Maier vom Thomashansenhof in Unteribental heiratete. Dieser kaufte mehrfach Grundstücke am Reckenberg zu seinem Besitz dazu. Das Gut übernahm um 1940 der Sohn Karl Maier, ebenfalls Landwirt, um 1962 Pius Maier. Seine Tochter Brigitte Maier übernahm das Gut und verehelichte sich mit Lothar Krezmaier. Heutige Eigentümerin ist Brigitte Krezmaier.