NameJohann Georg SCHWEIZER 
Birth Date19 March 1821
Birth PlaceEschbach
Death PlaceEschbach
Spouses
Birth Date26 July 1805
Birth PlaceEschbach - Scherthomashof
Death Date19 August 1868 Age: 63
Death PlaceEschbach
Marr Date12 June 1853
Marr PlaceEschbach
Notes for Johann Georg SCHWEIZER
Bammerthof. Vor 1500 war die Hoffläche des Bammerthofs auf 3 oder 2 Besitzer aufgeteilt mit jeweils ein oder eineinhalb Lehen. Um 1500 saß die Familie Häring auf dem Hof von 3 Lehen Größe, um 1570 Hans Weber, der zweieinhalb Lehen besaß. Hans Schäfer war 1576 Bauer auf dem Hof. Sein Sohn Hans Schäfer der Jung übernahm den Hof 1609, starb aber schon 1611. Danach wurde Gallus Schäfer, vermutlich ein Bruder des letzen Bauern, der Hofbesitzer. Nach seinem Tod 1611/12 heiratete dessen Witwe Ursula Gremmelspacher Lorenz Fuchs, bisher Bauer auf dem Scherlehof. Nach dessen Tod wurde Martin Henauer aus Weilersbach Bauer, der die frühere Hofwitwe Maria Gremmelspacher geheiratet hatte. Es folgten um 1624 Hans Fuchs, dessen Witwe Christina Rauffer um 1632 Hans Tritschler, um 1635 Martin Rumler heiratete. Der Letztere übergab 1660 seinem Stiefsohn Mathias Fuchs den Hof, der ihn 1671 zur Gant ausschreiben musste. Paul Rotsinger aus Todtnau, der seit 1646 im Schlempenfeld ansässig war, erwarb 1672 den Hof. Nach seinem Tod 1689 verehelichte sich die Witwe Maria Lang mit Michael Bruckmann aus Littenweiler, der aber schon 1693 starb. Daraufhin kam Ulrich Hummel vom Hulochhof in Oberibental als Pächter auf den Hof. 1701 wurde der Hoferbe Lorenz Rotsinger Bauer, der 1728 das Berghäusle Auf der Eck verkaufte und ein neues erbaute. Nach seinem Tod 1741 heiratete seine Tochter Maria Rotsinger den Bannwart Mathias Birkenmaier aus Zarten, auf den der Hofname zurückgeht. Nach dessen Tod verehelichte sie sich 1760 mit Michael Schwarz aus Breitnau, einem Bruder des Eschbacher Schmieds Joseph Schwarz. Die jüngste Hoftochter Magdalena Birkenmaier übernahm nach dem Tod ihrer Mutter 1772 den Hof und heiratete Christian Ruf vom Rotenhof in Zarten. Der Hoferbe Martin Ruf starb 1811 kurz nach der Hochzeit. Seine Witwe Magdalena Rombach vom Hinterbauernhof heiratete 1812 Adam Schweizer von Dietenbach, der 1835 das steinerne Wohnhaus erbaute. Nach seinem Tod kam 1838 Joseph Kürner vom Burlehof in St. Peter als zweiter Ehemann der Witwe auf den Hof. Ihm folgten 1852 sein Stiefsohn Johann Schweizer, 1886 Andreas Schweizer, unter dem 1908 die Scheuer des Hofs abbrannte. Von 1929 bis 1965 waren Andreas Schweizer und seine Ehefrau Theresia Baier von Kollnau Eigentümer des Hofs, von 1965 bis 2001 Joseph Schweizer, verehelicht mit Elisabeth Rombach vom Hinterbauernhof. Seit 2001 ist Richard Schweizer Bammertbauer.
Der Peterbauernhof, zu dem einst der Recklemartihof als Berghäusle gehörte, war mit 3¼ Lehen der größte der sickingischen Höfe in Eschbach. Die Familie Iber war schon vor 1550 auf dem Hof und blieb dort mehrere Generationen. Bekannt sind Hans Iber, dessen Witwe 1558 Bäuerin war, dessen gleichnamiger Enkel, der um 1610 den Hof übernahm, seit etwa 1642 Blasius Iber und seit 1691 Peter Iber, dessen Tochter Katharina Iber um 1712 Peter Ruh vom Baldenwegerhof heiratete. Um 1763 folgte als Bauer Georg Ruh, 1797 Martin Ruh, der 1801 an Bartholomäus Saum ein Stück Feld zum Bau eines Hauses verkaufte (Schreinerhäusle, Nr. 14 a) und 1804 den Hof ‚wegen übler Haushaltung‘ für 10 Jahre verpachten musste, 1823 Joseph Ruh, der 1824 das Berghaus an Agatha Pfister verkaufte, und nach dessen Tod 1853 Johann Georg Schweizer vom Bammertenhof, der die Hofwitwe Anna Steyert heiratete. Da keiner der Söhne von Joseph Ruh Bauer wurde, übernahm die Tochter Theresia Ruh den Hof und heiratete 1869 Joseph Ihringer von Stahlhof. Die Ehe blieb kinderlos und Joseph Ihringer verkaufte den Hof 1890 nach dem Tod seiner Ehefrau an seinen Neffen Karl Ihringer aus Stahlhof. Das einzige Kind seiner Ehe mit Rosina Läufer vom Schwabenhof starb kurz nach der Geburt, und so wurde der Hof 1901 an den Bruder der Bäuerin, Alois Läufer, bisher Bauer auf dem Grundhansenhof in Stegen, verkauft. Sein Sohn Wilhelm Läufer gründete 1920 eine eigene Holzhandlung mit Beifuhr durch Pferdefuhrwerk. Er übernahm 1926 den elterlichen Hof und heiratete 1927 Rosa Walter vom Michelehof in Stegen. Den Hof bewirtschaftete er bis 1956. 1931 wurde er zum Bürgermeister gewählt. Nach Kriegsende wurde er vom Amt entbunden. Durch Drängen des damaligen Gemeinderates wurde er 1950 wiedergewählt. So war er in drei „Reichen“ Bürgermeister. Er starb 1956.
Seit 1956 führt Wilhelm Läufer junior den Betrieb. Er heiratete 1961 Anna Tröscher vom Altenvogthof in Oberried. Der Hof war damals 300 Jahre alt und in schlechtem Zustand. So hat man den Hof 1984 abgerissen und neu gebaut. Doch 1991 brannte der ganze Hof bis auf die Grundmauern nieder und musste wieder aufgebaut werden.
Wilhelm Feser betrieb nach dem 2. Weltkrieg eine Schmiede im Nebengebäude des Peterbauernhofs, bis er nach dem Tod seines Bruders Albert Feser im Jahr 1953 dessenSchmiede übernahm.
Freiburger Nachrichten 28. und 29. Sept. 1869
Freiburg, 27. Sept. 1869
Aus dem Schwurgerichtssaale
Heute wurden die Sitzungen des dritten Quartals von dem Präsidenten Kreisgerichtsrath Sauerbeck eröffnet. Richter sind die Kreisgerichtsräthe: Brummer, Deimling, Hirschhorn und Amtsrichter Fromherz. Zu Ersatzrichtern sind betimmt die Kreisgerichtsräthe: v. Hennin und Haaß, zum Stellvertreter des Präsidenten: Kreisgerichtsrath Weber (der in den zwei auf Donnerstag 30. Sept. festgesetzten Fällen als Vorsitzender fungiren wird).
Staatsanwalt Bender vertrat die Anklage gegen Leopold Scherer von Eschbach wegen Todtschlags und Bernhard Scherer von da wegen fahrlässiger Tödtung. Der erste Angeklagte wurde von Anwalt Wehrle, der zweite von Anwalt Barbo vertheidigt. Im Engelwirtshause zu Eschbach (Bezirksamt Freiburg) feierten am 13. Juli d. J. Joseph Ihringen und Theresa Ruh von dort ihre Hochzeit; an dem mit dieser Feierlichkeit verbundenen Tanze betheiligten sich, wie dies in Eschbach üblich ist, alle jungen Leute, die Lust dazu hatten. Nachdem die Tanzbelustigung beendigt, die Hochzeitsleute von der Musik nach ihrer Wohnung zurückbegleitet waren, während welcher Zeit die jungen Leute in verschiedenen Zimmern des Wirtshauses beim Wein saßen, wollte sich auch Ursula Mäder von Stegen, die damals bei dem Stiefvater der Hochzeiterin – Georg Schweizer – in Eschbach diente, entfernen. Diese Ursula Mäder hatte vor einigen Jahren mit Sigmund Schubnell von Todtnauberg ein Liebesverhältnis. Nachdem dieses Band gelöst war, fing sie mit dem 29 Jahre alten Taglöhner Bernhard Scherer von Eschbach eine Bekanntschaft an, aber auch dieses Verhältnis scheint in der letzten Zeit vor obiger Hochzeit nicht mehr fest gewesen zu sein. Die Ursula Mäder war während der Hochzeitsfeierlichkeiten die meiste Zeit mit Bernhard Scherer und seinem 26 Jahre alten Bruder Leopold Scherer; mit Schubnell tanzte sie nur einmal. Nach dem Tanze saß sie mit den beiden Scherer in der größeren Stube des oberen Stockes, wohin Schubnell, der in der anderen Stube desselben Stockes saß, nicht gekommen war. Zwischen 12 und 1 Uhr brach die Ursula Mäder auf; Bernhard Scherer bot ihr das Geleit an, sie riß ihm aber aus. Schubnell bemerkte ihr weggehen, was ihn veranlasste, ihr rasch zu folgen. Als Bernhard Scherer bemerkte, dass Schubnell dem Mädchen, das seine Begleitung ausgeschlagen hatte, folgte, wurde er eifersüchtig, beschloß sofort den Beiden nachzugehen, und forderte offenbar in der Absicht, einen Gehilfen bei dem zu erwartenden Streit zu haben, seinen Bruder Leopold auf, ihn zu begleiten, wozu sich dieser bereit erklärte. Sie verließen rasch das Wirtshaus und gingen auf dem Thal aufwärts führenden Weg bis zu dem Seitenweg, der etwas 100 Schritte oberhalb nach dem Hofe Schweizers führt, und auf diesem trafen sie den von jenem Hofe zurückkehrenden Schubnell, der die Ursula Mäder auf diesem Wege bis an das Haus ihres Dienstherrn begleitet hatte, aber umgekehrt war, weil er im haus Licht gesehen. Bei dem Zusammentreffen der 3 Burschen fragte Schubnell „was wollt ihr, sucht ihr mich?“ Nun fingen Bernhard Scherer und Schubnell zu raufen an, während dessen zog Leopold Scherer sein Taschenmesser und versetzte damit von hinten dem Schubnell einen Stich auf den rechten Oberarm in der Schultergegend, der 2 ½ Zoll tief in die Achselhöhle eindrang, die arteria und vena axillaris durchschnitt und in Folge der dadurch verursachten Blutung den nach wenigen Augenblicken eintretenden Tod desselben bedingte. Er war nämlich unmittelbar nach dem Stich noch bis in die Stube des Engelwirtshauses geeilt, wo er, ohne noch reden zu können, zusammensank und verschied. Die beiden Thäter waren schon vor ihm im Wirtshause angelangt, da sie durch den an der Straße liegenden Grasgarten dorthin geeilt waren.
In der Handlung des Leopold Scherer erblickten die Geschworenen nicht Todtschlag (§ 209 St. G.), sondern blos durch vorsätzliche im Affekt verübte Körperverletzung verursachte fahrlässige Tödtung, auch nahmen sie nur den mittleren Grad der Wahrscheinlichkeit der Vorausschehbarkeit an (§ 213 Z. 3 St. G.). Die Verschuldung des Bernhard Scherer an dem Tode des Schubnell durch Fahrlässigkeit verneinten die Geschworenen, der daher freigesprochen und auf freien Fuß gesetzt wurde. Leopold Scherer wurde zu einer Arbeitshausstrafe von 3 Jahren (oder zwei Jahren in Einzelhaft) und zur Tragung von ¾ der Untersuchungskosten verurtheilt.