Haus Nr. 5
erstellt 1737 ein neues Hofgebäude. Tauschte 1746 mit Johann Rombach vom Benisgut (Löwen)
12Mooshofbauer seit 1736, seit 1746 Benis- und Börlinsgutbauer, Berlacherhofbauer seit 1780. Dessen Ehe mit Katharina Ketterer blieb kinderlos und der verschuldete Hof wurde 1792 verkauft.
Mathias Zipfel blieb als Leibgedinger auf dem Hof, wo er 1821 starb
1814 Zeuge vom Tod des Mathias Volk
1789 Mit-Unterzeichner eines Vergleichs zwischen dem Kloster St.Peter mit der Gemeinde Eschbach als Vertreter vom Sickingischem Eschbach
Freiburger Zeitung 5.5.1792
Vorladungsedikt.
Von der Freyherrlich-Ferdinand von Sickingen Hohenburgischen Vormundschaftsbeamtung wird durch gegenwärtiges Edikt allen jenen, denen daran gelegen ist, anmit bekannt gemacht: Es sey von dem Gerichte auf eigenes Ansuchen des Schuldners in die Eröffnung eines Konkurses über das gesammte bewegliche, und unbewegliche Vermögen des Mathias Zipfels, Freyherrlich-von Sickingischen Unterthanen und Bauren in der
Berlachen zur Vogtey Wienek gehörig gewilliget worden.
Dahero wird Jedermann, der an eben erstgedachten Mathias Zipfel eine Forderung zu stellen berechtiget zu seyn glaubet, hiemit erinneret, Dienstag den 28sten künftigen Monats May seine Forderungen vor unterfertigten Amte auf dem Hof in der Berlachen ohnweit Stegen um so gewisser anzumelden, und in dieser nicht nur die Richtigkeit derselben – sondern auch das Recht, kraft dessen er in diese, oder jene Klasse gesetzt zu werden verlangte, zu erweisen, als widrigens nach Verfluß des erst bestimmten Tages Niemand mehr angehöret werden, und jene, die ihre Forderung bis dahin nicht angemeldet haben, in Rücksicht des gesammten Vermögens des obgemelten Schuldners ohne Ausnahme, auch dann aubgewiesen seyn sollen, wenn ihnen wirklich ein Komensazionsrecht gebührete, oder wenn sie auch ein eigenthümliches Gut von der Masse zu fordern hätten, oder wenn auch ihre Forderungen auf ein liegendes Gut vorgemerket wären, also, dass derley Gläubiger vielmehr, wenn sie etwa in die Masse schuldig seyn sollten, die Schuld ungehindert des Kompenzations-Eigenthums- oder Pfandrechtes, das ihnen ansonsten zustatten gekommen wäre, abzutragen verhalten würden.
Wornach sich jedermann zu achten, und für Schaden zu hüten wissen wird.
Wienek am 28sten April 1792.
Von Freyherrlich-Ferdinand von Sickingen Hohenburgischen Vormundschaftsamtwegen.
Benisgut oder Behnhof, früher der Hof im Tal, später Zipfelshof, Zipfelseppenhof. Der Behnhof oder das Benisgut, das spätestens um 1660 Wirtschaft war, hat seinen Namen von Beni, der den 1 Lehen großen Hof nach 1500 besaß. Um 1550 stand ‚des Benis Gütle öd‘, ab etwa 1570 war Ulrich Schneider Bauer auf dem Hof. Um 1600 kam Gallus Hug als Bauer auf den Hof, der 1613 auf den Mooshof wechselte. Ihm folgte Hans Iber, seit 1618 Blasius Straub, der mit Gertrud Iber verheiratet war. Nach deren Tod wurde das Gut 1645 an Hans Ketterer verkauft. Dieser starb 1659 und seine Witwe Gertrud Ruf verkaufte den Hof an Martin Wick, einen Stiefsohn vom Oberbauernhof und durch seine zweite Ehe Wirt in St. Peter. Bereits 1661 verkaufte er das Gut an Michael Braun vom Kühbauernhof in St. Peter. Dieser, ebenfalls Bauer und Wirt, verkaufte den Hof 1679 an seinen Schwager Heinrich Salenbacher aus der Schweiz, verehelicht mit Agatha Braun, und zog nach Gottenheim. Der Bauer und Wirt Heinrich Salenbacher verkaufte 1688 an den Schneider Georg Kaltenbach einen Obstgarten samt daran gelegenen Rain, der darauf das sog. Behenhäusle erbaute. 1692 erwarb er den vordersten Hof im Hintereschbach, nach ihm Heinihhof genannt, und der Behnhof gelangte an das Kloster St. Peter. Um 1701 kaufte Oswald Rombach, ein Sohn vom Luxenhof in St. Peter, den Behnhof. Nach seinem Tod 1708 heiratete seine Witwe Katharina Ganter den Müller- und Wirtssohn Thomas Pfaff aus Eschbach, der 1731 starb. Im folgte im selben Jahr sein Stiefsohn Johann Rombach, der 1732 seinem Bruder Georg Rombach ‚ein Stück unnützbares Feld gleich unter der Schmitten zur Erbauung eines Häusleins‘, das spätere Löwenwirtshaus, verkaufte. 1746 tauschte er mit Mathias Zipfel, Bauer auf dem Mooshof, den Hof und wurde Moosbauer.
Mathias Zipfel, gebürtig auf dem Berlacherhof und seit 1736 Moosbauer, auf dessen Geschlecht der alte Name Zipfelshof zurückgeht, starb 1768. Ihm folgte sein Sohn Joseph Zipfel, dessen Söhne schon als Kinder starben. So übernahm den Hof 1802 seine Tochter Rosina Zipfel, die seit 1790 mit dem Maierbauer Georg Rombach verheiratet war. Deren Sohn Andreas Rombach erbte den Maierhof und der älteste Sohn Georg Rombach übernahm 1814 das Benisgut. Durch seine Heirat mit Magdalena Wiederle, der Witwe des Johann Rombach, Eigentümer des Löwenwirtshauses, wurde Georg Rombach auch Löwenwirt. Nach dessen frühem Tod heiratete die Witwe seinen Bruder Peter Rombach. Die vorteilsberechtigte Tochter des o.g. Johann Rombach, erster Ehemann der Magdalena Wiederle, Maria Anna Rombach, vermachte 1833 testamentarisch das Löwenwirtshaus ihren Stiefgeschwistern. So übernahm Karl Rombach, Sohn des Peter Rombach, 1860 nach Zahlung von 100 Gulden Vorteilsgeld das Löwenwirtshaus mit dem Behnhof. 1894 folgte ihm sein Sohn Pius Rombach, der von 1901 bis 1931 Bürgermeister von Eschbach war und die Gastwirtschaft längere Zeit verpachtet hatte. Seit 1935 führte Otto Rombach Hof und Gaststätte.
1960 verkauften Otto Rombach und seine Ehefrau Dorothea geb. Schweizer die Gastwirtschaft mit der dazugehörigen Landwirtschaft an Otto Scherer, Landwirt und Maurermeister. Er bewirtschaftete mit seiner Frau Olivia geb. Läufer Gast-, Land- und Forstwirtschaft bis 1969. Zeitweise war die Gastwirtschaft verpachtet.
Wendelin Scherer übernahm mit seiner Frau Hilda geb. Baßler den Betrieb mit allen Verpflichtungen. 1998 verstarb Hilda Scherer, ihr Mann führte den Betrieb weiter. Nach 32-jähriger Tätigkeit musste der Besitzer aus gesundheitlichen Gründen die Gaststätte schließen. Der Sohn Bernd Scherer betreibt nunmehr die Land- und Forstwirtschaft.