Gütlebesitzer in Hintereschbach (Gabelsdobel) 178
7seit 1696 Bauer auf dem späteren Gabelgut in Eschbach
Der Felixenhof hieß früher der hinterste Hof im Hintereschbach. Ende des 16. Jahrhunderts kam Jakob Schneider als Bauer auf den Hof, dessen Geschlecht damals auf mehreren Höfen in Eschbach saß. Auf Jakob Schneider folgte vermutlich sein Sohn gleichen Namens, um 1617 Michael Braunbart. Katharina Schneider, eine Tochter des Jakob Schneider, verehelichte sich um 1627 mit Georg Gassenschmidt vom Hinterbauernhof, der den Felixenhof übernahm, später aber nach Attental übersiedelte. Um 1661 wurde Matthäus Hauri, ein Sohn vom Schererhof, Bauer auf dem Felixenhof, dem 1692 sein Sohn Mathias Hauri folgte.
Dieser teilte von seinem Hof ein Gütle ab, das er 1696 an Gabriel Fehrenbach, nach ihm Gabelgut genannt, verkaufte. Die Hoftochter Christina Hauri erbte den Felixenhof und heiratete 1722 Georg Rombach vom Schwörerhof, der später Vogt in Eschbach war. Nach dessen Tod im Jahr 1764 bewirtschaftete sein ältester Sohn Georg Rombach für 10 Jahre als Pächter den Hof, bis sein jüngster Bruder, der Hoferbe Felix Rombach und Namengeber des Hofes, diesen übernehmen konnte. Dieser war wie sein Vater mehrere Jahre Vogt in Eschbach. Er starb 1820 und seine Witwe übergab den Hof 1821 dem Sohn Andreas Rombach, der Bürgermeister in Eschbach war. 1857 verkaufte er den Felixenhof mit dem Berghäusle an den badischen Staat, der die landwirtschaftlichen Flächen von Hof und Berghaus aufforsten ließ. Andreas Rombach zog 1859, als das Hofgebäude abgerissen wurde, auf die Untere Mühle in Eschbach, die er im selben Jahr von Anton Wehrle gekauft hatte.
Am Standort des ehemaligen Felixenhofs errichtete das Domänenärar Anfang der 1930er Jahre ein Forsthaus, in dem der Förster Rudolf Hensler mit seiner Familie lebte. 1968 kaufte Erich Hensler das Haus, das 2005 von Markus Hensler übernommen wurde.
Gabelsgut. Der Felixenbauer Mathias Hauri verkaufte
1696 an Gabriel Fehrenbach, den ‚Gabel‘, ein Gütle, das nach ihm Gabelsgut genannt wurde. Gabriel Fehrenbach stammte vom Stalterhof in Waldau. Nach dessen Tod heiratete seine Witwe Margaretha Schneider vom Schneiderjörgenhof in St. Peter Matthäus Fürderer von St. Märgen, der das Gut um 1712 an seinen Stiefsohn Joseph Fehrenbach übergab. Die jüngste Tochter Ursula Fehrenbach erbte den Hof und heiratete 1745 Georg Pfister, einen Sohn vom Pfisterhof, von dem das Gut an die jüngere Tochter Anna Pfister kam. Diese heiratete 1774 Joseph Scherer vom Scherlehof, der ca. 20 Jahre das Gabelsgut bewirtschaftete, bevor er den elterlichen Hof übernahm. Sein ältester Sohn wurde Scherlebauer, der zweitälteste Sohn Georg Scherer erhielt um 1800 das Gabelsgut, das er 1833 an seinen gleichnamigen Sohn übergab. Nach dessen Tod 1865 blieb das Gut in ungeteilter Gemeinschaft zwischen der Witwe Gertrud Hummel vom Scherpeterhof und den 7 Kindern. 1876 übernahm Gertrud Hummel das Gut zu alleinigem Eigentum und übergab es an den ältesten Sohn Andreas Scherer. Da dessen Ehe mit Creszentia Weber aus St. Peter kinderlos blieb, wurde der Besitz 1897 an Julius Schuler veräußert. Dieser verkaufte 1902 das Gut an den Staat und wurde Bauer auf dem Albrechtenhof in Buchenbach. Auf dem Gabelgut lebten als Mieter der Waldhütersohn Willihard Rombach, der 1925 starb, mit seiner Familie, anschließend der Holzhauer Joseph Behrle, der 1932 die Haustochter Emilie Rombach geheiratet hatte. Er verunglückte 1940 bei Waldarbeiten. Seit spätestens 1957 lebte August Maier, bisher Mieter auf dem Pfisterhof-Stöckle, als Waldarbeiter mit seiner Familie im Gabelgut. 1971 zog Familie Willi Rombach als Pächter auf das Gut. 2001 hat der Sohn Willi Rombach das Gut vom Staat gekauft.