Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
NameKreszentia Ganz Gantz
Birth Date7 August 1828
Birth PlaceSt.Peter
Death Date20 February 1893 Age: 64
Death PlaceEschbach
FatherPaul Ganz Gantz (1787-1855)
MotherTheresia ROMBACH (1795-1842)
Spouses
Birth Date1 February 1815
Birth PlaceEschbach
Death Date25 February 1881 Age: 66
Death PlaceEschbach - Mathislehäusle
OccupationTaglöhner in Eschbach
FatherJakob ROMBACH (1783-1839)
MotherMaria Anna HUMMEL (1791-1853)
Marr Date7 April 1864
Marr PlaceEschbach
ChildrenDomenikus (1856-1856)
Birth Date12 October 1819
Birth PlaceEschbach
Death Date12 September 1886 Age: 66
Death PlaceEschbach
OccupationWagner
FatherMathias RUF (1778-1848)
Marr Date18 March 1884
Marr PlaceEschbach
Notes for Kreszentia Ganz Gantz
ab 1887 mit ihrer Schwester Barbara im Vogelhäusle in Eschbach. In der Nacht von 25. auf 26. April 1900 ist das Haus eingestürzt und wurde abgebrochen

längere Zeit an der Wasssersucht kränkelnd

Das Vogelhäusle stand am Reckenberger Talweg und soll seinen Namen von einem Singvogelhändler haben, der in dem Häuschen wohnte. Das einstöckige Gebäude wurde von dem Weber Andreas Drescher, der bis 1839 Eigentümer des Gassenlenzenhauses war, 1839/40 erbaut und kam1868 an seinen Sohn Joseph Trescher, der es schon 1869 an den Weber Martin Holzmann von Attental verkaufte. Seit 1880 war der Weber Leonhard Zipfel Eigentümer des Hauses, bisher wohnhaft auf der Webermühle; nach dessen Tod im Jahr 1886 kaufte Creszentia Ganz, Witwe des Wagners Martin Ruf, 1887 das Haus und lebte hier mit ihrer Schwester Barbara Ganz, Witwe des Scherthomasbauern Thomas Steiert,  ihren unverheirateten Stieftöchtern sowie weiteren ledigen Frauen. Creszentia Ganz vermachte das Haus testamentarisch ihrer Schwester Barbara Ganz, die 1893 Eigentümerin wurde. In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1900 stürzte das Haus ein und wurde abgebrochen.

Scherthomashof. Gegen Ende des 30-jährigen Krieges kam Michael Scherer als Bauer auf den Scherthomashof, Er stammte aus Unteribental, wo er zuvor mit seiner Familie gelebt hatte. Ihm folgten als Bauern 1680 sein Sohn Joseph Scherer und 1720 Mathias Scherer. Von den 18 Kindern des Mathias Scherer aus zwei Ehen waren die meisten wohl als Kinder verstorben, so dass nach seinem Tod im Jahr 1772 die Tochter Gertrud Scherer den Hof übernahm. Sie heiratete im gleichen Jahr Thomas Steyert, einen Bauernsohn aus Kappel, der Namengeber des Hofes wurde. Ihm folgte 1801 sein gleichnamiger Sohn, der Vogt im sickingischen Eschbach und seit 1811 im vereinigten Eschbach war. Sein Sohn Andreas Steyert wurde 1853 Eigentümer des Hofs, den er seit dem Tod seines Vaters 1848 bewirtschaftet hatte. Nach seinem Tod ließ seine Ehefrau Theresia Bank 1862 den Hof versteigern. Andreas Hummel, Altbauer vom Scherpeterhof, erwarb den Hof. 1863 ließ er den Hof teilen und verkaufte die Hofgebäude mit einem kleineren Teil der landwirtschaftlichen Flächen (11 Jauchert) an Peter Steyert, den Bruder des letzten Scherthomasbauern, und knapp 7 Morgen Wald an den Grundbauern Andreas Faller, 1864/65 veräußerte er das Berghaus an den Waldhüter Wilhelm Rombach und behielt den größeren Teil der Liegenschaften für sich. Diese übergab er 1865 seinem Sohn Johann Hummel, der sie dem Scherpeterhof angliederte. Nach dem Tod des Scherthomasbauern Peter Steyert im Jahr 1882 übernahm den Hof die Tochter Johanna Steiert, die ihn 1883 an ihre Stiefmutter, die Hofwitwe Barbara Ganz, und deren Schwester Creszentia Ganz, die Witwe des Johann Rombach, Landwirt im Mathisehäusle, verkaufte. 1884 erwarb Leopold Kreutz von St. Peter den Scherthomashof, 1887 Leopold Hug, ein Sohn vom Hugmichelhof, und 1900 Pius Schlegel von Unteribental, der mit Anna Zipfel vom Zipfeljockenhof verheiratet war. Pius Schlegel zog 1913 nach Neuhäuser und verkaufte den Hof an Josef Würmle von Untersimonswald.
Von 1932 bis 1962 führten Leo Würmle und seine Ehefrau Paulina geb. Maier den Hof. Von den vier Kindern Philipp, Wilhelm, Agatha und Oskar übernahm Wilhelm Würmle 1962 den Hof und führte ihn mit seiner Frau Agnes geb. Zipfel bis 2006. Von den drei Kindern Rudolf, Barbara und Christof führt seither Christof Würmle mit seiner Familie den Hof.
Nach der Überlieferung soll der Grundhof (22 ha) einst als Berghäusle zum Scherthomashof gehört haben. Doch ist der Grundhof schon seit ca. 400 Jahren selbstständig und im Eigentum der Familie Faller.
Notes for Josef (Spouse 1)
starb an Urinverhaltung
Notes for Martin (Spouse 2)
Starb an Asthma
seit 1843 Besitzer des Wohnhauses der Obermühle in Eschbach (später Oberwagners)

Obermühle, später Oberwagners. Die ehemalige sickingische Mühle in Eschbach, Obermühle genannt, verkaufte Hans Müller von Weiler 1667 an den Mathislebauern Georg Zipfel. Vermutlich wurde sie gegen 1700 vom Mathislehof abgetrennt. Spätestens seit 1704 ist die Familie Steyert Eigentümer und Betreiber der Mühle mit Christian Steyert, seit 1742 Anton Steyert, der auch als Bäcker genannt ist und der erste bekannte Lehrer von Eschbach war, und 1788 Jakob Steyert, der das Gut 1814 versteigerte und nach Freiburg verzog, wo er die Kronenmühle gekauft hatte. Michael Schwer, ein Müllersohn von Wagensteig, erwarb die Obermühle, die wegen Verschuldung 1820 schon wieder versteigert werden musste. Um diese Zeit muss es zu einer Zweiteilung der Liegenschaft in Mühle und Wohnhaus gekommen sein, die seitdem an verschiedene Eigentümer kamen. 1827 kaufte  der Müller Joseph Pfaff die obere Mühle, dem schon die untere Mühle gehörte. Nach seinem Tod 1852 übernahm sie sein Sohn Martin Pfaff, der sie ein Jahr später seinem Bruder Johann Pfaff übergab, von dem sie wieder an die Erbengemeinschaft zurückfiel. 1854 ersteigerte Johann Pfaff die Mühle erneut, verlor sie aber bereits 1857 in einer Zwangsversteigerung an den Hummelbauern Andreas Gremmelspacher. Dieser verkaufte sie noch im selben Jahr an Anton Wehrle, einen Müller von Münchweier, der sie 1861 an Johanna Ruh, die Witwe des Maierbauern Rombach verkaufte. Die Mühle, die weiterhin zum Maierhof gehörte, wurde später abgerissen und durch ein Wohnhaus ersetzt.
Der Wagner Mathias Ruf, ein Sohn vom Bammerthof, erwarb das Wohnhaus um 1820 und übergab das Gut 1843 an seinen Sohn Martin Ruf, ebenfalls von Beruf Wagner. Von diesem wurde es 1874 an Xaver Riesterer von Oberried verkauft, dessen Mutter Ursula Riesterer Bäuerin auf dem Schwabenhof war. Xaver Riesterer, Straßenwart, Polizeidiener und Feldhüter in Eschbach, verkaufte das Gut 1878 an den Uhrenmacher Konrad Rombach, der ebenfalls den Polizeidiener- und Feldhüterdienst ausübte. Konrad Rombach und seine Ehefrau Eva Rohrer vermachten das Haus testamentarisch an Bernhard Steyert, Pfisterbauer, der nach dem Tod beider Eheleute 1903 Eigentümer des Hauses wurde. 1905 kaufte Emanuel Scherer, Wagner aus St. Peter, das Gut. Ihm folgte 1950 Alfons Scherer.
Last Modified 26 March 2026Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit