Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
NameMaria Anna SCHULER
Birth Date14 June 1867
Birth PlaceKirchzarten - Neuhäuser
Spouses
Birth Date24 March 1881
Death Date27 January 1919 Age: 37
Death PlaceKappel im Bergwerk
OccupationLandwirt in Stegen
FatherPhilipp SCHERER (1852-)
MotherKatharina TRITSCHLER (1839-1904)
Marr Date25 April 1904
ChildrenKarl (1905-1971)
 Max (1906-)
 Pius (1907-)
Notes for Maria Anna SCHULER
4 Kinder
UNTERBIRKEN Nr. 4 (früher Haus Nr. 25)
Die Witwe Maria Anna geb. Schuler hat das Haus in Unterbirken mit Übergabevertrag vom 28. März 1928 an den Sohn Karl Scherer, geb. am 8. Mai 1905 für 2.000,-- Goldmark übergeben. Derselbe verheiratete sich am 23. August 1928 mit Theresia Dufner aus Attental, geb. am 9. August 1903. Karl Scherer kaufte unter dem 20. Oktober 1966 von Frau Gertrud Gräfin von Kageneck ein an seine Hofreite angrenzendes Ackergrundstück mit 19 ar 63 qm zum Preis von DM 5,-- pro qm. Mit Übergabevertrag vom 21. Januar 1970 übergab Karl Scherer das gesamte Anwesen an seine Tochter Berta, geb. am 7. März 1936, welche sich im Jahre 1956 mit dem Kraftfahrer Eugen Birkenmeier, geb. am 20, November 1931 aus Neuhäuser verehelichte, zum Übergabepreis von DM 9.000,-- nebst Leibgeding für die Übergeber. Karl Scherer ist am 16. Dezember 1971 in Stegen verstorben, seine Ehefrau Theresia folge ihm am 11. August 1976. Die gesamte landwirtschaftliche Fläche beträgt heute 2 ha 55 ar, wovon nur 37 ar 25 qm im Eigentum sind.
Notes for Leopold (Spouse 1)
übernahm das Haus No. 25 in Unterbirken 1904
starb infolge eines Unfalls im Erzbergwerk in Kappel. nachdem er kurz zuvor aus französischer Krieggefangenschaft zurückgekommen war.

Am 27.Januar 1919 verunglückt er in der Blei- und Zinkerzgrube Kappel im südwestlichen Abbaugebiet auf Gang 6 über der 3. Feldstrecke in der Bergemühle tödlich. Der Verunglückte hatte am Unfalltag gegen 1.00 Uhr mittags in der Bergemühle fünf nebeneinander befindliche Bohrlöcher vorschriftsmäßig geladen. Nach dem Anzünden des ersten Schusses verlöschten durch den Luftdruck einer benachbarten Sprengung unvermutet die Grubenlampen des Scherer und seines Mitarbeiters, des Lehrhauers Vogt. Die beiden liefen deshalb von der Arbeitsstelle weg, zündeten dann die Lampen an und begaben sich, weil keine Zeit mehr war, die übrigen Schüsse zu lösen, nach der neun Meter tiefer gelegenen Feldstrecke in Deckung. Nachdem die Ladung explodiert war, wartete Scherer noch zwei Minuten und ging dann allein wieder zur Arbeitsstelle, um die übrigen Schüsse abzufeuern. In diesem Augenblick wurde er von den Stücken eines explodierenden Körpers getroffen. Offenbar hatte der erste Sprengschuß die Schnur, die zu einem zweiten Bohrloch führte, entzündet. Vogt fand den Verunglückten auf dem Gesicht liegend tot vor. (Oberbergamt Freiburg)

Unterbirken Haus Nr.25. und das ehemalige Haus 26 wurde um 1800 auf gräflichem Boden gebaut. Der Bodenzins betrug 4 Gulden. Die Ablösung betrug 72 Gulden. Als erster Besitzer gilt Josef Begelsbacher‚ Seiler. 1855 übernahm sein gleichnamiger Sohn das Gütchen für 650 Gulden. Er heiratet Theresia Kunz. Sie verkauften es 1866 wieder an Leonhard Klingele gb. 22. Sept. 1828 für 1150 Gu1den. Er heiratet Theresisa Steinhart von Zarten. gb. 21.8. 1855. Er starb am 22.4.1885, seine Frau am 25.1.1916. Im Jahre 1872 erwarb Ignaz Schweizer gb. 31.12.1846 das Anwesen für 975 Gulden. Er heiratet am 31.12.1874 in 1.Ehe eine Stefania Dilger. Sie starb am 5.3.1886‚worauf der Mann am 2.6.1887 Johanna Steyert von Eschbach, Berlachen heiratet. Sie war geb. 22.5.1857. Er starb am 14.1.1894. Ignaz Schweitzer und Johanna Steyert waren die Eltern des Pfarrers Josef Schweizer, Holzpfarrer genannt‚ weil er nach dem frühen Tod seine Eltern mit seiner Schwester Marie dort bei Verwandten aufwuchs. Pfarrer Josef Schweizer ist gb. am 25.2.1891. Er wurde am 2.7.1915 zum Priester geweiht. Er hat lange Jahre in verschiedenen Seelsorgsstellen segensreich gewirkt. Er verbringt seine alten Tage in einem Altersheim in St.Peter in der Nähe seiner Heimat. Möge ihm weiterhin ein gesunder Lebensabend beschieden sein. Nach dem Tode des Ignaz Schweizer, Ratschreiber, er starb am 14.1.1894 steigerte Philipp Scherer Strassenwart das Anwesen. Er war geb. den 15.7.1852. Er steigerte das Gütchen für 1700 Mk. am 26.6.1894. Er heiratet am 7.5.1882 mit Katharina Tritschler gb. am 18.5.1859. Sie starb am 31.1.1904. Am 25.1.1904 übernahm sein Sohn Leopold, gb. 24.3.1881 das Häuschen für 2.000. Mk. Er heiratet am 25.4.1904 Maria Anna Schuler von Neuhäuser gb.14.6.1867. Er starb infolge eines Unfalles im Kappler Bergwerk am 27.1.1919 im Januar. Er war eben erst aus der franz Gefangenschaft heimgekommen.
Last Modified 3 November 2025Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit