315 Benisgutbauer Eschbach 1672 -1692, Heinihofbauer Hintereschbach seit 1692
"ist aus der Schweiz hierher gekommen", zuerst Bauer auf dem Benisgut, verkaufte am 9. November 1688 an Georg Kaltenbach einen Obstgarten samt daran gelegenen Rain zum Bau eines Hauses (heute Kaufmann Scherer). Heine Salebach zieht später (1695) nach Hintereschbach auf den nach ihm benannten Heinihof.
aus der Schweiz, Bauer und Wirt in Eschbach, Benisgut, 1672 bis 1692, seit 1692 Bauer in Hintereschbach, Hainehof
Kapphof, früher Kappgütle im Kappdobel. Der Kapphof gehörte früher zum Heinihof und wurde 1702 von diesem abgetrennt, als der Heinibauer
Heinrich Salenbacher den Hof mit einem neu erbauten Haus an seinen Sohn Johann Salenbacher übergab. 1709 tauschte dieser mit seinem Bruder Jakob Salenbacher und wurde Bauer auf dem Heinihof, 1721 kaufte er den Kapphof von seinem Bruder zurück und übergab ihn seinem ältesten Sohn Joseph Salenbacher. Der jüngste Sohn Matthäus Salenbacher übernahm 1746 den Heinihof. Im gleichen Jahr tauschten auch diese beiden Brüder ihre Höfe und Matthäus Salenbacher wurde Kappbauer. Als dieser 1747 kinderlos starb, verkaufte seine Witwe das Gut an Johann Kapp vom Kappbläsihof in Glottertal, der mit seiner Ehefrau bisher auf dem Wuspen gelebt hatte. Johann Kapp, dessen Geschlecht Namengeber des Gutes wurde, übergab das Gut um 1789 an seinen Sohn Christian Kapp, der Uhrenmacher und Landwirt war. Dieser verkaufte den Hof 1794 an Michael Hauri vom Salzhof und zog nach Bleichheim. Michael Hauri übergab den Hof 1823 an seine Tochter Barbara Hauri, die Andreas Kapp heiratete, einen Neffen des Christian Kapp, dessen Eltern als Hausleute und Uhrenmacher im Kapphof wohnten. Andreas Kapp verkaufte das Gut 1833 an den Wagner Sebastian Walter von Reckenberg und zog als Holzhändler nach Freiburg-Wiehre. Sebastian Walter kaufte 1853 das Wagnergut in Reckenberg und zog dorthin. Den Hof übergab er seiner Tochter Apollonia Walter, die seit 1849 mit Joseph Hug vom Hugmichelhof verheiratet war. 1890 ging der Hof an dessen Sohn Lorenz Hug, nach dessen Tod im Jahr 1935 an Ferdinand Hug und 1973 an Joseph Hug. Seit 2004 wird der Hof von Klaus Hug bewirtschaftet.
Schon Heine Salenbach hatte von seinem Hof zwei größere Güter abgetrennt: um 1702 für den Sohn Johann den Kapphof (12 Hektar) mit einem neuerbauten Häusle und 1697 für den Schwiegersohn Mathias Haury, einem Salzhändler aus Wagensteig, den Salzhof
ist aus der Schweiz hierher gekommen”, zuerst Bauer auf dem Benisgut, verkauft am 9. November 1688 an Georg Kaltenbach einen Obstgarten samt daran gelegenen Rain zum Bau eines Hauses (heute Kaufmann Scherer). Heine Salenbacher zieht später nach Hintereschbach auf den nach ihm benannten Heinihof. Er heiratet 1664 Agatha Braun von der Steigbrück in St. Peter.
Sie haben 6 Kinder. Das 5. ist Johann, er wird durch Tausch mit seinem Bruder Jakob, dem jüngsten Kind, Bauer auf dem vordersten Hof im hinteren Eschbach Nr. 23.
7,
12,
9Benisgut oder Behnhof, früher der Hof im Tal, später Zipfelshof, Zipfelseppenhof. Der Behnhof oder das Benisgut, das spätestens um 1660 Wirtschaft war, hat seinen Namen von Beni, der den 1 Lehen großen Hof nach 1500 besaß. Um 1550 stand ‚des Benis Gütle öd‘, ab etwa 1570 war Ulrich Schneider Bauer auf dem Hof. Um 1600 kam Gallus Hug als Bauer auf den Hof, der 1613 auf den Mooshof wechselte. Ihm folgte Hans Iber, seit 1618 Blasius Straub, der mit Gertrud Iber verheiratet war. Nach deren Tod wurde das Gut 1645 an Hans Ketterer verkauft. Dieser starb 1659 und seine Witwe Gertrud Ruf verkaufte den Hof an Martin Wick, einen Stiefsohn vom Oberbauernhof und durch seine zweite Ehe Wirt in St. Peter. Bereits 1661 verkaufte er das Gut an Michael Braun vom Kühbauernhof in St. Peter. Dieser, ebenfalls Bauer und Wirt, verkaufte den Hof 1679 an seinen Schwager
Heinrich Salenbacher aus der Schweiz, verehelicht mit Agatha Braun, und zog nach Gottenheim.
Der Bauer und Wirt Heinrich Salenbacher verkaufte 1688 an den Schneider Georg Kaltenbach einen Obstgarten samt daran gelegenen Rain, der darauf das sog. Behenhäusle erbaute. 1692 erwarb er den vordersten Hof im Hintereschbach, nach ihm Heinihhof genannt, und der Behnhof gelangte an das Kloster St. Peter. Um 1701 kaufte Oswald Rombach, ein Sohn vom Luxenhof in St. Peter, den Behnhof. Nach seinem Tod 1708 heiratete seine Witwe Katharina Ganter den Müller- und Wirtssohn Thomas Pfaff aus Eschbach, der 1731 starb. Im folgte im selben Jahr sein Stiefsohn Johann Rombach, der 1732 seinem Bruder Georg Rombach ‚ein Stück unnützbares Feld gleich unter der Schmitten zur Erbauung eines Häusleins‘, das spätere Löwenwirtshaus, verkaufte. 1746 tauschte er mit Mathias Zipfel, Bauer auf dem Mooshof, den Hof und wurde Moosbauer.
Mathias Zipfel, gebürtig auf dem Berlacherhof und seit 1736 Moosbauer, auf dessen Geschlecht der alte Name Zipfelshof zurückgeht, starb 1768. Ihm folgte sein Sohn Joseph Zipfel, dessen Söhne schon als Kinder starben. So übernahm den Hof 1802 seine Tochter Rosina Zipfel, die seit 1790 mit dem Maierbauer Georg Rombach verheiratet war. Deren Sohn Andreas Rombach erbte den Maierhof und der älteste Sohn Georg Rombach übernahm 1814 das Benisgut. Durch seine Heirat mit Magdalena Wiederle, der Witwe des Johann Rombach, Eigentümer des Löwenwirtshauses, wurde Georg Rombach auch Löwenwirt. Nach dessen frühem Tod heiratete die Witwe seinen Bruder Peter Rombach. Die vorteilsberechtigte Tochter des o.g. Johann Rombach, erster Ehemann der Magdalena Wiederle, Maria Anna Rombach, vermachte 1833 testamentarisch das Löwenwirtshaus ihren Stiefgeschwistern. So übernahm Karl Rombach, Sohn des Peter Rombach, 1860 nach Zahlung von 100 Gulden Vorteilsgeld das Löwenwirtshaus mit dem Behnhof. 1894 folgte ihm sein Sohn Pius Rombach, der von 1901 bis 1931 Bürgermeister von Eschbach war und die Gastwirtschaft längere Zeit verpachtet hatte. Seit 1935 führte Otto Rombach Hof und Gaststätte.
1960 verkauften Otto Rombach und seine Ehefrau Dorothea geb. Schweizer die Gastwirtschaft mit der dazugehörigen Landwirtschaft an Otto Scherer, Landwirt und Maurermeister. Er bewirtschaftete mit seiner Frau Olivia geb. Läufer Gast-, Land- und Forstwirtschaft bis 1969. Zeitweise war die Gastwirtschaft verpachtet.
Wendelin Scherer übernahm mit seiner Frau Hilda geb. Baßler den Betrieb mit allen Verpflichtungen. 1998 verstarb Hilda Scherer, ihr Mann führte den Betrieb weiter. Nach 32-jähriger Tätigkeit musste der Besitzer aus gesundheitlichen Gründen die Gaststätte schließen. Der Sohn Bernd Scherer betreibt nunmehr die Land- und Forstwirtschaft.
Behenhäusle.
Heinrich Salenbacher, der damalige Bauer auf dem Benisgut, verkaufte 1688 an den Schneider Georg Kaltenbach einen Obstgarten mit angrenzendem Rain, auf dem dieser ein Haus baute. Seine Witwe Elisabeth Hauri verehelichte sich nach seinem Tod 1691 mit Georg Rombach vom Jockenhof/Rohr in St. Peter. Ihm folgten um 1707 sein Stiefsohn Joseph Kaltenbach, ebenfalls von Beruf Schneider und um 1752 Christian Kaltenbach. Dessen jüngere Tochter Ursula Kaltenbach übernahm um 1777 das Gütchen und verehelichte sich mit Joseph Schuler aus der Neuen Welt in St. Peter. Das Ehepaar verkaufte das Haus schon 1779 unter Vorbehalt eines lebenslänglichen Wohnrechts an Michael Winkler und zog um 1783 aus Eschbach fort. Michael Winkler, ein Taglöhnersohn von Blasiwald, hatte zuerst als Holzhauer im Höllental gelebt und war anschließend insgesamt 10 Jahre Schulmeister in Falkensteig, Neuhäuser und Buchenbach gewesen, bevor er nach Eschbach zog und hier der erste offizielle Lehrer von Eschbach wurde. Er verehelichte sich mit Anna Schuler vom Leistmacherhof in Unteribental und unterrichtete die Kinder bis 1832 – bis zum Bau eines gemeindeeigenen Schulhauses 1822 in seinem eigenen Haus - , als er mit 83 Jahren starb. Seit 1809 hatte ihn sein Sohn Mathias Winkler als Schulgehilfe unterstützt, der 1832 zum Hauptlehrer ernannt wurde und 1833 das Haus von seiner Mutter übernahm. Auf Grund von Meinungsverschiedenheiten mit der Gemeinde Eschbach wurde Mathias Winkler 1846 seine Stelle gekündigt, er verschuldete sich, musste 1852 sein Haus verkaufen und zog nach Freiburg. Der Schneider Joseph Scherer erwarb das Haus, das jetzt Schnieders oder Altschulhaus genannt wurde. Ihm folgten um 1880 Wilhelm Scherer, der Schneider, Krämer und Gemeinderechner war, 1920 sein gleichnamiger Sohn, ebenfalls Schneider, Kaufmann und Gemeinderechner, und um 1958 der Kaufmann Wilhelm Scherer. 1960 verheiratete er sich mit Anna Fehr vom Schwörerhof in Eschbach.
Das alte Behenhäusle wurde 1965 durch ein neues Wohn- und Geschäftshaus ersetzt. Nach Wilhelm Scherers frühem Tod im Jahr 1976 führte seine Witwe Anna Scherer alleine das Lebensmittelgeschäft weiter. Bedingt durch ihre Krankheit musste das Lebensmittelgeschäft bereits ab 1977 verpachtet werden. Dieses wurde in den nachfolgenden Jahren von verschiedenen Pächtern betrieben und endgültig im März 2001 aufgegeben. Anna Scherer verstarb 1978 im Alter von 44 Jahren und hinterließ drei Kinder. Tochter Ulrike übernahm nach deren Heirat mit Georg Zipfel 1987 das Anwesen. Im Jahr 2004 ist das Haus saniert sowie das Ladenlokal zu Wohnzwecken umgebaut worden.
Der Heinihof wurde früher der vordere oder vorderste Hof im Hintereschbach genannt. Um 1550 war Hans Wolleb Besitzer und von 1570 bis gegen 1690 die Familie Schneider mit Hans Schneider um 1570, dem Vogt Martin Schneider bis 1612, anschließend Hans Schneider, der gleichzeitig eine Wirtschaft betrieb, seit etwa 1646 Michael Schneider und seit 1681 Lorenz Schneider, der aber 3 Jahre nach der Hochzeit ohne Nachkommen starb. Durch Verehelichung mit der Hofwitwe Magdalena Zimmermann wurde 1684 Simon Eckmann aus Ibental Heinibauer, der 1691 mit seiner zweiten Ehefrau einen Hof in Buchenbach übernahm.
Im gleichen Jahr kaufte der aus der Schweiz stammende
Heinrich Salenbacher, bisher Bauer auf dem Behnhof, den nach ihm benannten Heinihof, der seither im Eigentum seiner Nachkommen blieb. 1703 wurde Jakob Salenbacher Heinibauer, der 1708 mit seinem Bruder Johann Salenbacher, bisher Bauer auf dem Kapphof, den Hof tauschte und 1721 den Kapphof zusätzlich erwarb. Nach dem Tod von Johann Salenbacher 1725 heiratete die Hofwitwe Maria Eckmann Martin Steyert von Höfen. 1736 übernahm sein Stiefsohn Matthäus Salenbacher den Heinihof und tauschte mit seinem Bruder Joseph Salenbacher, der den Kapphof übernommen hatte. Nach dem Tod des Joseph Salenbacher übernahm 1761 Johann Salenbacher den Heinihof. Nach seinem Tod im Jahr 1788 kam der Schwiegersohn Michael Hauri, bisher Salzbauer, als Pächter auf den Hof, da der Hoferbe Martin Salenbacher erst 10 Jahre alt war. Dieser übernahm den Hof um 1797, kaufte 1828 den benachbarten Bergjörgenhof und verkaufte einen Monat später das Berghaus des Heinihofs, das Heinihäusle, den späteren Klausenhof, außerdem erwarb er Teile des Hummelhofs. Im Jahr 1830 übernahm den Hof sein Sohn Georg Salenbacher, der 1831 das Haus des ehemaligen Bergjörgenhofs mit einem Teil der dazugehörigen Matten an Andreas Vogt verkaufte. 1836 erbaute Georg Salenbacher ein neues steinernes Wohnhaus. Vom Bauernstolz der Heinibauern berichtet das Eschbacher Gemeindearchiv: „Als der Heinibauer Georg Salenbacher im April 1851 vom großherzöglichen Landamt des Bürgermeisteramtes enthoben wurde, habe er zum Amtmann, der ihn absetzte, ungefähr folgendes gesagt: Wenn ich auch des Amtes enthoben werde, bin ich immer noch der Heinibauer, wenn aber du des Amtes enthoben wirst, bist du gar nichts mehr.“
Ihm folgten 1865 Joseph Salenbacher, 1900 Pius Salenbacher, unter dem 1908 das alte hölzerne Hofgebäude abbrannte, und 1936 Hermann Salenbacher.
1957 übernahm sein Neffe Konrad Benitz den Hof, der Hedwig Fräßle vom Zipfeljockenhof heiratete. Seit 2008 sind die Tochter Ulrike Benitz und ihr Ehemann Karl Wehrle vom Scherlehof Eigentümer.
Salzhof, früher Untere Rutstauden. Der Salzhof, der aus einer Rodung, der Unteren Ruthstauden, entstand, gehörte früher zum Heinihof und wurde 1695 von diesem abgetrennt. Der
Heinibauer Heinrich Salenbacher hatte seiner Tochter Ursula Salenbacher den Hof übergeben. Ihr erster Ehemann Lorenz Styrer starb schon 1697, und sie heiratete Mathias Hauri, einen Salzhändler aus Wagensteig. Den Hof übernahm um 1726 sein Sohn Christian Hauri, der sog. Salzbub und Namengeber des Gutes, der ebenfalls Salzhändler war. Ihm folgte um 1759 Michael Hauri, verehelicht mit Magdalena Salenbacher vom Heinihof. Seine letzten Lebensjahre führte Michael Hauri als Pächter den Heinihof. Den Salzhof übernahm 1793 sein Sohn Magnus Hauri, der 1801 den Allmendwald des Fußhofs kaufte. Nach seinem Tod im Jahr 1814 heiratete seine Witwe Maria Steyert Michael Hug vom Hugmichelhof, der 1826 starb. Maria Steyert kaufte 1829 vom Heinihof Wald und Weidfeld. Bevor der jüngste Sohn Mathias Hauri 1839 den Hof übernehmen konnte, führten ihn seine ältesten Brüder Joseph und Georg Hauri, die mehrfach landwirtschaftliche Flächen für den Hof erwarben. Als der Bauer Mathias Hauri 1855 starb, wurde der knapp 54 Morgen große Hof versteigert. Martin Zipfel erwarb ihn, gab ihn aber sofort an Anton Schuler, Bauer auf dem Fräßlehof in St. Peter, weiter. Ihm folgte 1870 Wilhelm Schuler, nach dessen Tod 1902 der Hof in unabgeteilter Erbengemeinschaft verblieb. Otto Schuler erwarb den Salzhof 1905, von dem er um 1959 an die jüngste Tochter Theresia Schuler kam. 1975 erwarb die Gemeinde Eschbach den Hof, seit 1994 ist er wieder in privatem Besitz.
verpachtete 1662 die obere Langeck an Lorenz Faller. 1669 verkaufte er an Mathias Hummel vom Hummelhof die Säge und ein Stück Feld zum Bau eines Hauses
Der Scherlenzenhof, früher ‚Bei den roten Tannen‘ oder ‚Langeck‘ genannt, ist nicht mehr in Bauernbesitz. Um 1570 war Ulrich Wiedemann Bauer auf dem Hof, 1576 wird Georg Ganz genannt. Um 1600 war Georg Scherzinger Bauer, der mit Barbara Wiedemann, wohl einer Hoftochter verehelicht war. Wenige Jahre später war Thomas Vetter Bauer auf dem Scherlenzenhof, der im Pestjahr 1611starb. Martin Gantz, der auch Vogt in Eschbach war, übernahm den Hof, verzog aber gegen 1622 ins Steurental. Spätestens um 1660 war Johann Scherer Bauer auf dem Scherlenzenhof und es ist möglich, dass auch sein gleichnamiger Vater schon Bauer auf dem Hof war. 1662 verpachtete Johann Scherer an den Grundbauernsohn Lorenz Faller für 12 Jahre die obere Langeck, auf der dieser den Langeckhof erbaute (seit 1977 Gemeinde St. Peter). 1669 verkaufte er an Mathias Maier vom Hummelhof die Säge und ein Stück Feld zum Bau eines Wohnhauses. 1683 übergab Johann Scherer die Langeck an seinen Sohn Jakob Scherer, den Scherlenzenhof an den Sohn Lorenz Scherer, den Namengeber des Hofs. Nach dessen Tod 1703 wurde Georg Zipfel aus Buchenbach durch Verehelichung mit der Hofwitwe Anna Haury Scherlenzenbauer. Ihm folgten 1711 sein Stiefsohn Mathias Scherer, der 1712 Feld zur Erbauung des Hilzihäusles verkaufte, und um 1744 Andreas Scherer. Nach dessen Tod heiratete dessen Witwe Maria Heitzler aus Ibental 1763 Christian Beha vom Löwenwirtshaus, der den Hof bis 1775 führte. Ihm folgte als Pachtbauer bis 1780 Georg Ganter, der Ehemann der Hoftochter Ottilia Scherer, bis die Lehenbesitzerin Ursula Scherer 1780 den Hof übernehmen konnte. Sie heiratete Johann Hummel vom Hummelhof, der den Hof 1831 dem Sohn Ignaz Hummel übergab. Dieser kaufte 1857 die Säge zum Hof zurück. 1864 brannte das hölzerne Bauernhaus ab und wurde 1865 wieder aufgebaut. Auf Ignaz Hummel folgte 1875 sein gleichnamiger Sohn, 1907 Max Hummel, der 1910 das Nebengebäude an den Heinrich Zimmermann, den Ehemann seiner Schwester Marianna Hummel, abtrennte und den Hof 1917 an den Privatgelehrten Klemens Vogelsang verkaufte. 1926 kaufte die katholische Stiftungsverwaltung den Hof, von dem er an den Pensionsfond der Priester der Erzdiözese Freiburg kam. Von dem ehemals 58 ha großen Hof kamen 26 ha an die Gemeinde. Der Hof wurde seitdem von Pächtern geführt. Auf N. Läufer folgte Albert Riesle, der später auf den Renzenhof zog. Er bewirtschaftete noch 19 ha. Nach Albert Riesle folgte Otto Scherer, der den Scherlenzenhof nur noch eingeschränkt landwirtschaftlich nutzte. 1955 hatte der Hof noch eine Betriebsgröße von 32 ha, von denen 19 ha verpachtet waren.
Säge vom Scherlenzenhof, früher Weberhäusle genannt, Scherlenzenhof-Stöckle. Der Scherlenzenbauer Johann Scherer verkaufte 1669 an Mathias Maier vom Hummelhof die Säge mitsamt etwas Feld. Dessen Tochter Maria Maier übernahm das Gut und verehelichte sich mit dem Schuster Markus Winterhalder aus St. Peter. 1714 kaufte der Säger Anton Bürkle vom Scheuerhof in St. Peter das Gut, das um 1728 seine Tochter Katharina Bürkle übernahm. Diese verehelichte sich um 1728 mit dem Weber Joseph Hauri vom Molzhof, nach dem das Haus seitdem Weberhäusle genannt wurde. Ihm folgten um 1756 der Sohn Mathias Hauri, um 1800 dessen gleichnamiger Sohn, die beide ebenfalls Weber waren. Der Letztere verkaufte das Gut 1831 an seine Tochter Agatha Hauri, die sich mit Philipp Zipfel von Burg verehelichte. Deren Sohn Leonhard Zipfel, wiederum ein Weber, übernahm 1855 das Gut von seiner Mutter, kaufte 1857 das Mühleweberhaus und verkaufte das Weberhäusle an den Scherlenzenbauer Ignaz Hummel. Unter diesem brannte das Haus, das als Stöckle genutzt wurde, 1865 ab und wurde wieder aufgebaut. Sein Enkel, der Scherlenzenbauer Max Hummel verkaufte das Haus mit Grundstücken 1912 an seine Schwester Marianna geb. Hummel und deren Ehemann Heinrich Zimmermann, der zeitweise Polizeidiener und Feldhüter in Eschbach war. Sein Sohn Emil Zimmermann übernahm das Haus 1938 und verkaufte es 1953 an den Maurermeister Otto Scherer, von dem das Haus umgebaut und zu einem 4-Familienhaus erweitert wurde. 1968 übernahm seine Tochter Agatha Kult geb. Scherer das Haus. Seit 1983 gehört das Haus der Familie Bernhard Fischer.