Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Familien im Dreisamtal - Person Sheet
Name??? ???
Death Date1644
Spouses
Birth Date1614
Birth PlaceEschbach - Scherlenzenhof
Death Date17 February 1693 Age: 79
Death PlaceEschbach - Hinterbauernhof
OccupationScherlenzenhofbauer 1665 durch Einheirat, Witwer
FatherJohann SCHERER (ca1580-)
MotherMaria ROTH (ca1585-)
Marr Datebefore 1650
ChildrenJakob (1650-1703)
 Lorenz (-1703)
Notes for Johann (Spouse 1)
verpachtete 1662 die obere Langeck an Lorenz Faller. 1669 verkaufte er an Mathias Hummel vom Hummelhof die Säge und ein Stück Feld zum Bau eines Hauses

Der Scherlenzenhof, früher ‚Bei den roten Tannen‘ oder ‚Langeck‘ genannt, ist nicht mehr in Bauernbesitz. Um 1570 war Ulrich Wiedemann Bauer auf dem Hof, 1576 wird Georg Ganz genannt. Um 1600 war Georg Scherzinger Bauer, der mit Barbara Wiedemann, wohl einer Hoftochter verehelicht war. Wenige Jahre später war Thomas Vetter Bauer auf dem Scherlenzenhof, der im Pestjahr 1611starb. Martin Gantz, der auch Vogt in Eschbach war,  übernahm den Hof, verzog aber gegen 1622 ins Steurental. Spätestens um 1660 war Johann Scherer Bauer auf dem Scherlenzenhof und es ist möglich, dass auch sein gleichnamiger Vater schon Bauer auf dem Hof war. 1662 verpachtete Johann Scherer an den Grundbauernsohn Lorenz Faller für 12 Jahre die obere Langeck, auf der dieser den Langeckhof erbaute (seit 1977 Gemeinde St. Peter). 1669 verkaufte er an Mathias Maier vom Hummelhof die Säge und ein Stück Feld zum Bau eines Wohnhauses. 1683 übergab Johann Scherer die Langeck an seinen Sohn Jakob Scherer, den Scherlenzenhof an den Sohn Lorenz Scherer, den Namengeber des Hofs. Nach dessen Tod 1703 wurde Georg Zipfel aus Buchenbach durch Verehelichung mit der Hofwitwe Anna Haury  Scherlenzenbauer. Ihm folgten 1711 sein Stiefsohn Mathias Scherer, der 1712 Feld zur Erbauung des Hilzihäusles verkaufte, und um 1744 Andreas Scherer. Nach dessen Tod heiratete dessen Witwe Maria Heitzler aus Ibental 1763 Christian Beha vom Löwenwirtshaus, der den Hof bis 1775 führte. Ihm folgte als Pachtbauer bis 1780 Georg Ganter, der Ehemann der Hoftochter Ottilia Scherer, bis die Lehenbesitzerin Ursula Scherer 1780 den Hof übernehmen konnte. Sie heiratete Johann Hummel vom Hummelhof, der den Hof 1831 dem Sohn Ignaz Hummel übergab. Dieser kaufte 1857 die Säge zum Hof zurück. 1864 brannte das hölzerne Bauernhaus ab und wurde 1865 wieder aufgebaut. Auf Ignaz Hummel folgte 1875 sein gleichnamiger Sohn, 1907 Max Hummel, der 1910 das Nebengebäude an den Heinrich Zimmermann, den Ehemann seiner Schwester Marianna Hummel, abtrennte und den Hof 1917 an den Privatgelehrten Klemens Vogelsang verkaufte. 1926 kaufte die katholische Stiftungsverwaltung den Hof, von dem er an den Pensionsfond der Priester der Erzdiözese Freiburg kam. Von dem ehemals 58 ha großen Hof kamen 26 ha an die Gemeinde. Der Hof wurde seitdem von Pächtern geführt. Auf N. Läufer folgte Albert Riesle, der später auf den  Renzenhof zog. Er bewirtschaftete noch 19 ha. Nach Albert Riesle folgte Otto Scherer, der den Scherlenzenhof nur noch eingeschränkt landwirtschaftlich nutzte. 1955 hatte der Hof noch eine Betriebsgröße von 32 ha, von denen 19 ha verpachtet waren.

Säge vom Scherlenzenhof, früher Weberhäusle genannt, Scherlenzenhof-Stöckle. Der Scherlenzenbauer Johann Scherer verkaufte 1669 an Mathias Maier vom Hummelhof die Säge mitsamt etwas Feld. Dessen Tochter Maria Maier übernahm das Gut und verehelichte sich mit dem Schuster Markus Winterhalder aus St. Peter. 1714 kaufte der Säger Anton Bürkle vom  Scheuerhof in St. Peter das Gut, das um 1728 seine Tochter Katharina Bürkle übernahm. Diese verehelichte sich um 1728 mit dem Weber Joseph Hauri vom Molzhof, nach dem das Haus seitdem Weberhäusle genannt wurde. Ihm folgten um 1756 der Sohn Mathias Hauri, um 1800 dessen gleichnamiger Sohn, die beide ebenfalls Weber waren. Der Letztere verkaufte das Gut 1831 an seine Tochter Agatha Hauri, die sich mit Philipp Zipfel von Burg verehelichte. Deren Sohn Leonhard Zipfel, wiederum ein Weber, übernahm 1855 das Gut von seiner Mutter, kaufte 1857 das Mühleweberhaus  und verkaufte das Weberhäusle an den Scherlenzenbauer Ignaz Hummel. Unter diesem brannte das Haus, das als Stöckle genutzt wurde, 1865 ab und wurde wieder aufgebaut. Sein Enkel, der Scherlenzenbauer Max Hummel verkaufte das Haus mit Grundstücken 1912 an seine Schwester Marianna geb. Hummel und deren Ehemann Heinrich Zimmermann, der zeitweise Polizeidiener und Feldhüter in Eschbach war. Sein Sohn Emil Zimmermann übernahm das Haus 1938 und verkaufte es 1953 an den Maurermeister Otto Scherer, von dem das Haus umgebaut und zu einem 4-Familienhaus erweitert wurde. 1968 übernahm seine Tochter Agatha Kult geb. Scherer das Haus. Seit 1983 gehört das Haus der Familie Bernhard Fischer.
Last Modified 18 January 2022Created 11 May 2026 using Reunion for Macintosh
erstellt im Dezember 2024
Kein Anspruch auf Richtigkeit bzw Vollständigkeit