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Historische
und Amtliche Meldungen aus den Freiburger Nachrichten.
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Freiburger Zeitung
3.1.1784
Den 2ten Dezember 1783 starb der Hochgebohrne des heil. Röm.
R. Graf Johann Friderich von Kageneck, Herr zu Munzingen,
Waltershofen, Bleichheim, Weiler, Mitherr zu Umkirch,
Mördingen, und Hugsheim ec.ec. Sr. k.k. Majestät wirklicher
Kämmerer, im 75sten Jahre seines Alters nach ausgestandenen
langwierigen Steinschmerzen an einer gänzlichen Entkräftung.
Der eine dessen hinterlassenen Herrn Söhnen ist kais. k.
Gesandter in Engeland: der andre k.k. vorderöster. Regierungs-
und Kammerrath: beyde sind auch k.k. Kammerherrn.
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Freiburger Zeitung 5.7.1784
Edictalcitation.
Peter Zimmermann Freyherrl. von Sickingischer Unterthan
aus dem Rechtenbach unweit Freyburg ist schon vor
33 Jahren als Müller in die Fremde gegangen, von dessen
Aufenthalt bisher nicht das geringste in Erfahrung
gebracht werden konnte. Da nun dessen nächste Anverwandte
um die Abfolge seines bisher unter der Kuratel bestandenen
Vermögens pr. 413 lfl. 58 ½ kr. angesucht haben; so wird
bemeldter Zimmermann, oder dessen allenfällige Leibeserben
hiemit öffentlich vorgeladen, in Zeit von 3 Monaten bay
dahiesigem freyherrl. Amte zu erscheinen, und das Vermögen
in Empfang zu nehmen, widrigenfalls zu gegenwärtigen, daß
solches dessen nächsten Anverwandten verabfolget werde.
Ebnet, den 5. Julius, 1784.
Nep. Wetzel, Freyherrl. Von Sickingischer
Vormundschaftsamtmann.
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Freiburger Zeitung
18.7.1789
In Gemäßheit hoher Kaiserl. Königl. Regierungs- und
Kammerdekrettur vom 2ten dieses wird hiemit bekannt gemacht;
dass bey Peter Hummel in dem Freyherrlich- von Sickingenschen
Espache 50. Baumstämme feil seyen: die allenfallig
österreichische Kauflustige haben sich dahero bey
unterfertigter Beamtung dahier des Ankaufshalber in Zeit 14.
Tagen zu melden.
Freyburg am 12ten July 1789.
Freyherrlich-Ferdinand von Sickingische
Vormundschaftsbeamtung.
Wetzel
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Freiburger Zeitung
5.5.1792
Vorladungsedikt.
Von der Freyherrlich-Ferdinand von Sickingen Hohenburgischen
Vormundschaftsbeamtung wird durch gegenwärtiges Edikt allen
jenen, denen daran gelegen ist, anmit bekannt gemacht: Es sey
von dem Gerichte auf eigenes Ansuchen des Schuldners in die
Eröffnung eines Konkurses über das gesammte bewegliche, und
unbewegliche Vermögen des Mathias Zipfels, Freyherrlich-von
Sickingischen Unterthanen und Bauren in der Berlachen
zur Vogtey Wienek gehörig gewilliget worden.
Dahero wird Jedermann, der an eben erstgedachten Mathias
Zipfel eine Forderung zu stellen berechtiget zu seyn glaubet,
hiemit erinneret, Dienstag den 28sten künftigen Monats May
seine Forderungen vor unterfertigten Amte auf dem Hof in der
Berlachen ohnweit Stegen um so gewisser anzumelden, und in
dieser nicht nur die Richtigkeit derselben – sondern auch das
Recht, kraft dessen er in diese, oder jene Klasse gesetzt zu
werden verlangte, zu erweisen, als widrigens nach Verfluß des
erst bestimmten Tages Niemand mehr angehöret werden, und jene,
die ihre Forderung bis dahin nicht angemeldet haben, in
Rücksicht des gesammten Vermögens des obgemelten Schuldners
ohne Ausnahme, auch dann aubgewiesen seyn sollen, wenn ihnen
wirklich ein Komensazionsrecht gebührete, oder wenn sie auch
ein eigenthümliches Gut von der Masse zu fordern hätten, oder
wenn auch ihre Forderungen auf ein liegendes Gut vorgemerket
wären, also, dass derley Gläubiger vielmehr, wenn sie etwa in
die Masse schuldig seyn sollten, die Schuld ungehindert des
Kompenzations-Eigenthums- oder Pfandrechtes, das ihnen
ansonsten zustatten gekommen wäre, abzutragen verhalten
würden.
Wornach sich jedermann zu achten, und für Schaden zu hüten
wissen wird.
Wienek am 28sten April 1792.
Von Freyherrlich-Ferdinand von Sickingen Hohenburgischen
Vormundschaftsamtwegen.
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Freiburger Zeitung
13.5.1797
Maria Burgertin aus Espach hat gegen den diesseitigen
Unterthan Georg Dilger von Stegen auf dem Schwarzwald eine
Schadloshaltungsklage wegen vieljähriger Ernährung und
Erziehung eines unehelichen Kindes angebracht, und um
Ueberlassung seines in etlichen 30 Gulden bestehenden
Vermögens gebetten. Da nun derselbe schon vor 30 Jahren als
gemeiner Soldat für die gräfl. Sickingische Gemeinde Wisneck
in kaiserliche Dienste getretten; und unwissend wo sich
aufhält, so wird ihm mittels gegenwärtiger Kundmachung
eröffnet, dass diese Klagsache mit dem für ihn und auf seine
Kosten und Gefahr aufgestellten Pfleger Jakob Heitzler von
Stegen am 1sten July auf der diesseitigen Amtskanzley werde
verhandelt werden. Derselbe hat daher bis auf diese Zeit
entweder in Person zu erscheinen, oder in seinem Namen einen
andern Bevollmächtigten zu bestellen, und ihm seine Behelfe
zur Entkräftung der Burgertischen Forderung an Handen zu
geben, widrigens erkennt werden wird, was rechtens ist.
Freyburg den 1ten May 1797.
Gräfl. Heinrich v. Kageneggisches Amt.
Dr. Ruef.
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Freiburger Zeitung 10.11.1798
Die ledige Otilia Kunzin von Burg im Kirchzarter-Thal hat
gegen den diessetzigen Unterthan Matheus Fehr von Stegen,
wegen eines von diesem vor 10 Jahren gebohrnen unehlichen
Kindes eine Alimentationsklage angebracht, und um Ueberlassung
des demselben ohnlängst angefallenen väterlichen Erbantheils
pr. 69 fl. gebeten. Da dieser Matth. Fehr von dem Baron v.
Bender schen Regiment desertiert und unwissend wo sich
aufhalten soll: sb wird mittels gegenwärtigen Edikts
vorgeladen, dass er bis den 12ten Jänner des n.J. selbst
erscheinen, und seine allfällige Einwendungen gegen die
angebrachte Klage beybringen soll, widrigens die Sache mit dem
auf seine Kosten und Gefahr aufgestellten Sachwalter Joseph
Laule von Stegen nach Vorschrift der G.O. verhandelt und
abgethan werden wird.
Freyburg den 31. Oktober 1798.
Graf
Heinrich v. Kageneckisches Amt.
Dr. Ruef
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Freiburger Zeitung
2.4.1803
Mundtodts-Erklärung und Schulden-Liquidation der Andreas
Fallerischen Eheleute im Eschbach.
Z. 1. M. Andreas Faller, der sogenannte Fallers Thomele Bauer
in hiesigem Eschbach, und dessen Eheweib Magdalena Rombach,
deren Hofgut wegen übler Wirthschaft und großer Schuldenlast
am 14. dieses Monats verbständet wurde, werden anmit als
mundtodt erklärt, und unter die Pflegschaft des Kristian Ruf
Bauers im Styrenthal gesetzt, ohne dessen Vorwissen und
Genehmigung Niemand mit den gedachten Andreas Fallerischen
Eheleuten einen Vertag schliessen, noch ihnen etwas borgen,
oder leihen soll, bey Verlust der Forderung und Nichtigkeit
des Handels.
Welcher sich zu jedermanns Warnung mit dem Beysatz bekannt
gemacht wird, dass diejenigen, welche an die Andreas
Fallerischen Eheleute eine rechtmässige Forderung haben,
solche auf Montag den 9ten May d.J. hier vor Amt liquitiren
sollen,widrigen sie den Schaden und Nachtheil sich selbst
beyzumessen haben würden.
St.Peter auf´m Schwarzwald d. 18ten März 1803.
Stift St.Petersches Amt
Mercy.
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Freiburger Zeitung
22.6.1803
Resultat des heutigen Viehmarktes.
Auf dem heutigen Viehmarkte bekam Peter Thoma der sogenannte
Schwaben Bauer aus dem Eschbach den Preis pr. 2 fl. 45
kr. Für ein Paar Mast-Ochsen, worauf ihm 600 fl. gebothen
wurden, die er aber nicht anders als für 56 Louisdor verkaufen
wollte.
Käufe wurden 33 protokollirt, welche eine Summe von 3824 fl.
46 ½ kr. Abwerfen. Da diese Viehmark so schnell auf den
vorigen folgte, und zu vernehmen gekommen ist, dass einige
Käufer aus eigennützigen, dem Magistrate wohl bekannten ,
Absichten eine viel höhere Kauf-Summe zu Protokoll dikrirt
haben, als sie wirklich ausgegeben, so kann hier kein
Mittelpreis ausgesetzt werden. Indessen wird zu allgemeinen
Warnung andurch bekannt gemacht, dass jeder Vieh-Käufer oder
Verkäufer, welcher sich künftig eines solchen Betrugs schuldig
machen, und dessen überwiesen werden würde, die schärfste
Ahndung zu gewärtigen habe.
Freyburg den 26sten Juny 1803.
Von Magistrats wegen.
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Freiburger Zeitung 9.11.1803
Nachfrage nach Magdalena Janzin.
Z i. M. Magdalena Janzin von
Stegen, 14 Jahre alt, ist aus ihrem Dienst
ausgetreten, ohne ihre Freunde zu berichten, wo sie sich
hinbegeben habe.
Es werden nun jene, welche etwas von ihrem
Aufenthalt wissen, ersucht, an ihre Freunde oder an Herrn
Pfarrer in Kirchzarten zu berichten, wo sie sich gegenwärtig
aufhalte, oder wenn sie ohne Dienst im Lande herumirrt, selbe
zu ermahnen, daß sie zu den ihrigen zurückkehre.
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Freiburger Zeitung
10.12.1803
Gant-Edikt des Lorenz Rombach.
Ueber das verschuldete Vermögen des diesseitigen Unterthans
Lorenz Rombach aus dem Espach wird die Gant erkennt,
und daher jedermann, welcher eine rechtmäßige Forderung an ihn
zu machen hat, vorgeladen, bey der
auf den 29sten Dezember
angeordneten Tagfahrt zu Weyler seine Forderung anzumelden und
zu beweisen, widrigens ein solcher von dem in die Gant
gezogenen Vermögen, insoweit es die angemeldete Gläubiger
erschöpfen, ausgeschlossen werden soll.
Unter einem wird bekannt gemacht, dass das vorhandene Gut des
Lorenz Rombach am nächsten Tag darauf nämlich den 30sten
Dezember an den Meistbiethenden verkauft werden wird. Solches
besteht in einem geräumigen Haus, 3 Viertel Mattfeld und 3
Jauchert Bergacker. Hiezu kommen eine Kuh, und einige
Hausfahrnisse.
Freyburg den 6ten Dezember 1803.
Gräflich von Kageneckisches Vormundschaftsamt.
Dr. Ruef
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Freiburger Zeitung
30.1.1804
Güterverpachtung und Versteigerung zerschiedener Fahrnisse.
Z. 1. M. Am Mittwoch den 15ten k. M. Februar Vormittag um 9
Uhr und den darauf folgenden Tag werden von der unterfertigten
Beamtung in dem Gräflich v. Sickingischen Eschbach von
dem Martin Rauhischen sogenannten Peterbaurenshofe daselbst, 6
Jauchert Matten, 7 Jauchert Acker, welche mit Korn angesät
sind, und 4 Jauchert daran liegende Matten, sohin das
Bräuhäusel samt dem dazu gehörigen Bergacker und Mattfeld
durch das Meistboth auf 10 nach einander folgende Jahre in
Bestand verliehen werden.
Ferner werden 4 Stück dreyjährige, 5 Stück zwey jährige, und 5
Stück einjährige Stiere, zwey Kühe ein ½ jähriges Foler, und 3
Stück Schweine, nebst etwa 200 Centner Hey, 400 Wellen
Haberstroh, 2 Pflüg- und Wagengeschirr, auch etlich 100 St.
Halbwaizen, Korn und Haber an den Meistbiethenden verkauft
werden.
Der Kaufschilling muß bis den 14ten April d.J. baar erlegt
werden, jedoch hat der Käufer der richtigen Zahlung halber
eine annehmliche Bürgschaft zu stellen.
Die Lehnungs- und Kauflustigen mögen daher auf den 15ten
Hornung entweder in dem Wirtshaus zum Engel, oder in dem
Martin Rauhischen Hofe selbst im Eschbach erscheinen.
Freyburg am 21sten Jänner 1804.
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Freiburger Zeitung
22.2.1804
Mundtods-Erklärungen und Schuldenliquidationen.
Z. 1. M. Die Bauern Michael Hug, und Mathias Pfister im
Eschbach, dann der Uhrmacher Joseph Rombach in der alten
Glashütte sind wegen übler Wirthschaft als Mundtodt
erklärt, ihnen die Verwaltung des Vermögens abgenommen,
und dem ersten Johann Hummel Sperlingen-Bauer im Eschbach, dem
zweyten die beyden Bauren Michael Rombach, und Martin
Salenbacher aus dem Eschbach, dem dritten der Uhrmacher
Philipp Hummel aus der alten Glashütte als Pfleger aufgestellt
worden, ohne deren Vorwissen, und Einwilligung von ihnen
Michael Hug, Mathias Pfister, und Joseph Rombach keine
verbindliche Handlung eingegangen werden kann.
Zugleich wird zur Liquidirung des Schuldenstandes des Michael
Hug eine Tagsatzung auf Dienstag den 13ten künftigen Monats
März
Wegen Mathias Pfister auf Mittwoch den 14ten März,
dann Joseph Rombach auf Donnerstag den 5ten des nämlichen
Monats März
angeordnet, und hierzu alle Gläubiger mit dem
vorgeladen, daß, wer auf diesen Tagsatzungen seine
Forderung mit den nöthigen Beweisen hier vor Amt nicht
anbringen würde, den hieraus entstehenden Nachtheil sich
selbst beymessen müsse.
St.Peter aufm Schwarzwald den 10ten Hornung 1804
Stift St.Petersches Amt.
Mercy
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Freiburger Zeitung
14.4.1804
Mundtodtserklärung
Z. 1. M. Martin Rauh, Gräflich v. Sickingscher Bauer im
Eschbach, und dessen Eheweib Maria Andris, werden wegen
übler Haushaltung für mundtodt erklärt, ihnen die Verwaltung
des Vermögens abgenommen, und daher Anton Rauh
Stadt-Freyburgischer Bauer zu Zarten, und Kristian Rombach aus
dem diesseitigen Eschbach zu Kuratoren aufgestellt, ohne deren
Einwilligung von ihnen Rauhischen Eheleuten keine verbindliche
Handlung eingegangen werden kann.
Welches zu dem Ende bekannt gemacht wird, damit denselben in
Hinkunft Niemand mehr etwas borge, oder sonst einen Kontrakt
mit ihnen eingehe, widrigens man allen daraus entstehenden
Schaden sich selbst beyzumessen haben wird.
Freyburg den 30sten März 1804.
Gräfliche von Sickingen-Hohenburgisches Amt.
Wetzel
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Freiburger Zeitung 29.8.1804
Verpachtung zu Weyler.
Z.1.M. Von den gräflich von
Kageneckischen Vormundschaftsamt wird hiermit öffentlich
bekannt gemacht, dass
Am 10ten September Nachmittags um 1 Uhr
in der Herrschaft Weyler bey Zarten das dortige
Mayereygut, bestehend in einem geräumigen Mayereyhaus, den
nöthigen Scheuer- und Stallungen, dann 119 Jauchert Acker und
90 Jauchert Matten in kleinen Abtheilungen ober in größeren
Posten, je nach dem sich Liebhaber melden – ferner das
herrschaftl. Wirthshaus samt zwey Jauchert drey Viertel Acker,
und 2 Jauchert 3 Viertel Mattfeld; samt der Backgerechtigkeit,
und hiezu 2 Jauchert 3 Viertel Acker, und 2 Jauchert 1 ½
Vietel Matt- und Grasfeld, - auf 6 nacheinander folgende Jahre
an den Meistbiethenden werden verpachtet werden.
Liebhaber
können die Pachtbedingnisse in deisseitiger Amtskanzley
einsehen.
Freyburg den 25sten August 1804.
Gräflich Heinrich
von Kageneck.
Vormundschaftsamt allda.
Dr. Ruef.
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Freiburger Zeitung
7.12.1805
Schulden-Liquidation.
Z.1.M. Nach dem von Peter Herrmann
Taglöhner aus dem Bircher in der Vogtey Stegen, anher
vorgelegten Schuldenstand ist er nicht fähig, aus seinem
geringen Vermögen sämtliche Gläubiger zu befriedigen, oder zu
bedecken. Es wird daher gegen ihn die Gant erkennt, und zur
Suldenliquidation
Der 27ste Dezember
angeordnet, wo alle
diejenigen, welche eine rechtmäßige Forderung zu haben
vermeynen, in dem herrschaftlichen Wirthshaus zu Weyler in der
bemelten Vogtey Stegen erscheinen, ihre Forderung liquidiren,
und sohin das weitere gewärtigen mögen, widrigens sie von dem
in die Gant gezogenen Vermögen ausgeschlossen werden
würden.
Freyburg d. 3. Dez. 1805.
Gräflich von
Kageneck.
Amt
Dr. Ruef
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Freiburger Zeitung 29.11.1806
Warnung.
Z.2.M. Peter Herrmann von Stegen im
Kirchzarter-Thal, von kleiner untersetzter Statur und sonst
gutem gesunden Aussehen, welcher im v. J. durch
leichtsinnige Handlungen in Gant gefallen, führt noch immer
eine unstete Lebensart, und zieht, dem sichern Vernehmen
nach, arbeitsscheu, nur in den benachbarten Gegenden,
besonders im Waldkircher-Thal, herum, kauft von den
Landleuten auf Kredit verschiedenes Kleinvieh ein, welches
er dann gleich wieder weiter verhandelt, ohne dass er im
Stand wäre, oder auch den Willen hätte, den ersten Verkäufer
zu bezahlen, wodurch mancher gutmüthige Mensch um seine
Haabe geprellt wird. Es wird daher jedermann gewarnet, sich
mit diesen Menschen in einen Handel einzulassen, und wer
durch seitherige Kaufshandlungen eine Forderung an ihn zu
machen hat hat solche zur weiter Vorkehrung gegen Peter
Herrmann binne 3 Wochen anher zu melden.
Freyburg den 22.
Nov. 1806.
Gräflich Von Kageneckisches Amt über Stegen.
Dr.
Ruef
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Freiburger Zeitung
1.3.1807
Vorladung des entwichenen Rekruten Georg Andris aus dem
Eschpach.
Z. 1. M. Georg Andris aus dem Espach ist aus der hiesigen
Großherzogl. Bad. Garnison als Rekrut entwichen.
Derselbe wird daher eines hohen Auftrages gemäß öffentlich
aufgefordert, sich in Zeit von vier Wochen entweder bey dem
hiesigen Militär-Kommando oder bey diesem unterfertigen Amte
persönlich um so gewisser zu stellen, als er auf sein längeres
Ausbleiben seines Vermögens- und Heimatrechts würde verlustig
erklärt werden.
Freyburg den 12ten März 1807.
Gräfl. V. Sickingen-Hochburg. Amt
Wetzel
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Freiburger Zeitung
1.4.1807
Vorladung entwichener Rekruten.
Z. 1. M. Georg Dilger, Andreas Dilger und Johann Pfaff, alle 3
aus diesseitiger Vogtey Eschbach, dann Joseph
Bartberger aus Seelgut sind von dem Großherzogl. Militair
treulos entwichen, und werden daher hiemit öffentlich
aufgefordert, daß sie bey Verlust ihres Vermögens, ihrer
Bürger- und Heimatrechte sich binnen 4 Wochen entweder bey der
Militärbehörde. Oder bey dem unterfertigten Amte wieder
einfinden sollen.
St.Peter auf dem Schwarzwald d. 28. März 1807.
Großherzogl. Bad. provis. Amt.
Mercy
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Freiburger Zeitung 2.5.1807
Ediktat – Vorladung
Z.1.M. Joseph Pfister von Stegen
ist auf erhaltene Nachricht, dass er zur Großherzogl. Bad.
Leibgrenadier-Garde bestimmt sey, heimlich von Haus entwichen.
Er wird daher öffentlich vorgeladen, sich binnen 3 Wochen bey
dem hiesigen Militärkommando, oder bey dem unterzeichneten
Amte um so gewisser zu stellen, als im widrigen Falle er
seiner bürgerlichen Heymath, so wie seines dermaligen und
künftigen elterlichen Vermögens verlustig erklärt, und gegen
ihn als einen unbefugten Flüchtling nach Vorschrift der
Gesetze fürgegeangen werden wird.
Freyburg den 25sten April
1807.
Gräfliche v. Kageneck´sches Amt über Stegen.
Dr. Ruef.
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Freiburger Zeitung 13.5.1807
Vorladung
Z.1.M. Der von der Löbl. Artillerie-Bataillon zu
Karlsruhe am 29sten des v.M. treulos entwichene Rekrut Andreas
Meder, seiner Profession Müller, von Weyler aus der
Vogtey Stegen im Kirchzarter-Thale, wird hiermit aufgefordert
sich binnen 30 Tagen bey seinem Bataillon, oder dem
unterfertigten Amt um so gewisser zu stellen, als im widrigen
Falle er seiner bürgerlichen Heymath, und seines elterlichen
Vermögens verlustig erklärt werden wird.
Freyburg den 9ten May
1807.
Gräfliche Heinrich v. Kageneck. Amt
Dr. Ruef.
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Freiburger Zeitung
22.8.1807
Verlorenes Schwein
Dem Taglöhner Joseph Kürner in Eschbach ist Montag den
17ten dieses eine halb erwachsenes, 17 Wochen altes,
Mohrschwein entlaufen, und noch am nämlichen Tage auf des
Wälder-Hansens-Hofe im Glotterthal wahrgenommen worden. Das
Schwein ist weiß, und nur an der linken Seite rückwärts mit 2
schwarzen Flecken gezeichnet. Dem redlichen Anzeiger desselben
wird von dem Eigenthümer eine anständige Belohnung
zugesichert.
St.Peter den 20sten August 1807
Großherzogl. Bad. prov Amt.
Mercy
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Vorladung der Anna Steyertin der
ledigen von Espach.
Z. 1. M. Anna Steyertin die ledige
aus dem grundherrl. V. Sickingischen Espach ist schon vor 30
Jahren als wahnsinnig aus ihrer Heimath entflohen; alles
Nachsuchens ohngeachtet, konnte man bisher von selber nichts
mehr in Erfahrung bringen.
Das derselben angehörige und unter
Kuratel stehende Vermögen belief sich mit dem 21sten April
1807 auf 108 fl.
Auf Ansuchen derselben Geschwister Michael
Steyert und Maria Steyertin, welche bedürftig sind, wird
gedachte Anna hiemit peremtorisch vorgeladen, dass sie selbst
oder ihre allenfällige Leibeserben dieses Vermögen binnen 3
Monaten in Empfang nehmen, oder gewärtigen sollen, dass
dasselbe ihren Geschwistern verabfolget werden würde.
Freyburg
den 30sten März 1808
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Freiburger
Nachrichten 2.4.1808
Vorladung der Anna Steyertin der ledigen von Espach.
Z.1.M. Anna Steyertin die ledige aus dem grundherrl. v.
Sickingischen Espach ist schon vor 30 Jahren als
wahnsinnig aus der Heimath entflohen; alles Nachsuchen
ohngeachtet, konnte man bisher von selber nichts mehr in
Erfahrung bringen.
Das derselben angehörige und unter Kuratel stehende Vermögen
belief sich mit den 21sten April 1807 auf 108 fl.
Auf Ansuchen derselben Geschwister Michael Steyert und Maria
Steyertin, welche bedürftig sind, wird gedachte Anna hiemit
peremtorisch vorgeladen, dass sie selbst oder ihre
allenfällige Leibeserben dieses Vermögen binnen 3 Monaten in
Empfang nehmen, oder gegenwärtigen sollen, da dasselbe ihren
Geschwistern verabfolget werden würde.
Freyburg den 30sten März 1808.
Grundherrl. v. Sicking. Hohenburg. Amt.
Wetzel
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Freiburger Zeitung
9.8.1809
Vorladung abwesender Milizpflichtigen und Deserteurs.
(I.)
Nachstehende Milizpflichtige, welche zwar zum Theil mit
obrigkeitlicher Erlaubnis, jedoch dermal an unbekannten Orten
abwesend, u. bey der in diesem Monat vorgenommenen
Rekrutierung durch das Loos zum Großherzogl. Militär bestimmt
worden sind, werde hiemit aufgefordert, binne 6 ochen sich vor
unterzeichneter Behörde um so gewisser zu stellen, als sonst
gegen dieselben nach der Landeskonstitution weiters
vorgefahren werden würde.
Desgleichen werden unter dem
nämlichen Präjudiz die in folgendem Verzeichnisse enthaltenen
vom Großherzogl. Militär desertirte Purschen vom Rekrutenzuge
pro 1808 und 1809 vorgeladen.
Milizpflichtige pro
1810.
Meinrad Jenne, Schneider von Ebringen.
Lorenz Andries,
Bauernknecht von Stegen.
Joh. Georg Herbstreit von
Lehen, Glaser.
Georg Steyert, Wagner von Zähringen.
Leonhard
Vögele, Glaser von Zähringen.
Lorenz Dischinger, Bauernknecht
von Buchheim.
Joh. Georg Lothholz, Schreiner von
Wolfenweiler.
Peter Fäser, Löffelmacher von
Kirchzarten.
Joseph Steyert, von da.
Johann Ganter, von
da.
Michael Henzler von Umkirch, Weber.
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Freiburger Zeitung 16.5.1812
Versteigerungen und
Verpachtungen.
Realitäten-Verpachtung.
(1) Am 1. Juny werden
die Gräflich von Kageneckische Erben das Wirthsrecht zu Weyler
bey Zarten, so wie jenes von Ybatthal, sohin die im erstern
Ort befindliche Mühle und Säge, auch sämmtliches Acker- und
Mattfeld von ohngefähr 200 Jauch. Auf 9 Jahre
verlehnen….Wovon die Bedingnisse …in der herwärtigen
Amtskanzley, von dem Munzinger Gut aber in der Verwalterey
daselbst eingesehen werden können. Die Verpachtung geschieht
jedes Mal in dem Orte selbst.
Freyburg, den 12. May
1812.
Grundherrl. Heinr. Von Kageneck. Amt.
Dr. Rueff
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Freiburger Zeitung 25.9.1816
B. Getraut wurden:
Den 4. Jospeh Schnell, lediger Bürger
und Maurer dahier, mit der ledigen Agatha Gutmann,
Bauerstochter von Stegen.
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Freiburger Zeitung
4.11.1818
Die Verleihung eines Erblehens über die Mühle und Säge
zu Weyler betreffend.
Die unterm 6. Dezember v.J.
geschehene Bekanntmachung wegen Errichtung und
Verleihung eines Rusticalerblehens über die Mühle und
Säge sammt Zubehörde zu Weyler, wird hiemit zu
dem Ende erneuert, dass diejenigen, welche Lust tragen,
dieses Gerwerb sammt Benutzungen als ein
Erblehenszinsgut zu übernehmen, bei der auf den 11.
November im Schloß und Maierhaus zu Weyler (ohnweit
Zarten) Nachmittags um 1 Uhr angeordneten Versteigerung
sich einzufinden mögen.
Hiebei hat man vorläufig zu
bemerken:
1) Daß der Uebernehmer die obgenannte Mühle
auf seine Kosten herstellen müsste, wogegen ihm nicht
allein der Feuersozietätsbeitrag, sondern auch das
nöthige Bauholz aus den benachbarten Waldungen
angewiesen, sohin wegen den üblichen Baukosten ein
verhältnismäßiger Nachlaß am Erblehenzins bewilliget
werden soll.
2) Zu der Mühle und Säge, welche letztere
annoch in gutem brauchbaren Stand ist, werden als
Lehenbare Benutzungen gegeben, die Backgerechtigkeit,
sohin 2 Jauchert 1 ¼ Vrtl. Mattenfeld, und 2 Jauchert 3
Vrtl. 43 Ruthen Ackerfeld sammt einem Stück Haus- und
Grasgarten.
3) Für die Sicherheit der Gebäulichkeiten
sowohl als ders jährlichen Canons muß hinlägliche
Caution gestellt werden.
Die übrigen näheren
Bestimmungen und Bedingnisse können in der gräflich
Kageneckschen Amtskanzlei dahier eingesehn
werden.
Freiburg den 24. Okt. 1818
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Freiburger Zeitung
27.2.1819
Privatnachrichten.
Bauholzverkauf.
(1) Die
verschiedenen Bauholzgattungen im Nadelwald zu Weyler,
deren Verkauf am Stock in Nro.9 und 10 des
Wochenblattes angekündet war, sind mittlerweile
gefällt worden, und können nun Stückweise abgelangt
werden. Kaufliebhaber wenden sich an den Schloßmaier
Johann Andriß.
Weyler bei Zarten den 20. Febr. 1819.
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Freiburger Nachrichten 11.10.1820
Schuldenliquidation.
(1) Es wird Michael Schwer, Müller von Eschbach, für
gantmäßig erklärt, und Tagfahrt zur
Schuldenliquidation auf
Montag den 30. d.M.,
Vormittags, im Gemeindswirthshause daselbst angeordnet,
wobei die Gläubiger bei Vermeidung des Ausschlusses von der
vorhandenen Vermögensmasse zu erscheinen, und ihre
Forderungen vor der Theilungskommission zu liquidiren haben.
Freiburg den 3. Okt. 1820
Großherzogl. Landamt
Wetzel
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Freiburger
Nachrichten März 1821
Fahrniß-Versteigerung
Am Dienstag den 27. März, und an den darauffolgenden Tagen
werden die zur Verlassenschaftsmasse des verstorbenen Hrn.
Pfarrers Brogli von Espach gehörigen Fahrnisse
öffentlich an den Meistbiethenden gegen baare Zahlung
verkauft; als: Silder, Bett- und Tischzeug, Porzellain und
Glaswaren, Kupfer, Mesing-, Zinn- und Eisengeschirr,
Kupferstiche, Gemälde und Spiegel, Schreinerwerke, 10
Weinfässer mit Eisen gebunden, Feld- und Hausgeschirr, ein gut
eingerichtetes Buchbinderwerkzeug, ein Bernerwägle, ein
Pferd.3 Kühe, 3 Schweine, Saum 1815er, 21 Saum 1818er
und 7 ¼ Saum 1819er Wein Oberländer Gewächs, Kirschen- und
Zwetschgenwasser, 100 Sester Früchte und 100 Sester Erdapfel
nebst vielen andern Hausgeräthschaften.
Die Versteigerung geht im Pfarrhof vor sich, und wird jeweils
Vormittags 9 Uhr anfangen.
Freiburg den 17. März 1821.
Groß. Amts-Revisorat.
Wolfinger
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Freiburger Zeitung
8.11.1821
Mundtodt-Erklärung des Johann Zimmermann aus dem Rechtenbach.
Der ledige bereits 27 Jahr alte blödsinnige Johann Zimmermann
aus dem Rechtenbach, Vogtei Wisneck wird hierdurch
wegen seinem verschwenderischen Lebenswandel im 1sten Grade
mundtodt erklärt, weswegen demselben ohne Bewilligung seines
aufgestellten Pflegers des Bürgers Joseph Zipfels von da
lediglich, gar nichts zu borgen, überhaupt mit ihm gar keine
im N.Satz 513 näher bemerkte Handlungen abgeschlossen werden
können.
Freiburg den 2. Nov. 1821.
Großherzogl. Landamt
Wetzel
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Freiburger Zeitung
30.3.1833
Bekanntmachung.
Fortsetzung und Schluß der
Bürgermeisterwahlen im Landbezirk Freiburg.
Nr. 31.
Unterybenthal, Johann Meyer
Nr. 33. Falkensteig, Michael
Steinhardt.
Nr. 35. Hinterstraß, Johann Scherzinger
Nr. 36.
St.Märgen, Konstantin Braun.
Nr. 38. St.Peter, Lorenz
Rombach.
Nr. 39. Wiesnek, Mathias Volk.
Nr. 40. Wagensteig,
Johann Meyer.
Nr. 41. Attental und Wittentahl, Jos.
Thoma, der vorige Bürgermeister
Nr. 43. Zarten, Johann
Hummel.
Nr. 45. Ebnet, Johann Gremelspacher.
Nr. 46.
Dietenbach, Joseph Meyer, der bisherige Bürgermeister.
(Die
beiden Bürgermeisterwahlen zu Stegen und Eschbach
liegen noch im Rekurswege.)
Wir bringen diese Wahlen
öffentlich zur Kenntnis.
Freiburg den 25. März
1833
Großherzogl. Landamt.
Wetzel
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Zarten den 7.
August 1842
(2130) Mühle- und Hofgut-Versteigerung.
Der Unterzeichnete ist Willens, sein sämmtliches Hofgut sammt
einer Kundenmühle am 24. August Morgens 8 Uhr im Bären aus
freier Hand an den Meistbietenden öffentlich versteigern zu
lassen, als:
Ein gut gebautes hölzernes Haus mit Ziegeldach, worin das
Mühlewerk mit 2 gut eingerichteten Mahlgängen eingebaut ist,
unten im Dorf Zarten gelegen, einseins Lorenz Pfänder
Erben und die Landstraße, anders. die Dreisam und Allmend.
Eine daneben stehende Scheuer, ebenfalls gut gebaut.
Eine weitere Mahlmühle am sog. Krumbach, ungefähr eine halbe
Viertelstunde vom Orte entfernt, mit einem überschichtigen
Malgang, welcher zur Zeit einer Trockne benutzt wird.
Ein noch abgesondertes Back- und Waschhaus und ein
Schweinstallhaus.
ca. 10 Jchrt. gutes Ackerfeld und 9 Jchrt. Wiesen, von welch
letztern die Hälfte um das Haus und die Scheuer herum liegen.
Alles in Zartener Bann gelegen.
5 Jauchest Waldung nebst noch 3/4 Jchrt. neu angelegten
Waldung, im Rechtenbach beim sog. Blasihof.
Die Bedingungen, sowie auch das Hofgut kann indes täglich bei
dem Eigentümer eingesehen werden.
Zarten den 7. August 1842.
Johann Zipfel, Bauer und Müllermeister
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Freiburger Zeitung 26.12.1842
Fahndung.
In Untersuchungssachen wegen eines an Andreas Bussat in
Rechtenbach verübten Diebstahls..
Nr. 30290 In der Nacht vom 22. auf den 23. des vorigen Monats
wurden dem Mathias Bussat in Rechtenbach aus seinem Speicher
folgende Gegenstände entwendet:
1) Zwei blaue Bettziechen von Kölsch, die eine mit F.W. und
R.II. bezeichnet, im Werth von 2 fl.
2) 5 reistene Mannshemden, am Brustschlitz mit A.G. roth
gezeichnet, im Werth von 5 fl.
3) 3 küderne Mannshemden, unterhalb des Kragens mit A.G. rth
gezeichnet, im Werth von 1 fl. 30 kr.
4) 2 neue Strohsäcke von Zwilch, im Werth von 2 fl.
5) 2 reistene Tischtücher mit rother Schnur durchzogen, im
Werth von 48 kr.
6) 1 schon getragener blauer Tuchrock mit kurzem Kragen und
Haften, im Werth von 2 fl.
7) 1 Weste von rothem Tuch mit Haften, im Werth von 36 kr.
8) ca. 1 Sester gedörrte Birnen, im Werth von 36 kr.
9) 6 Laib Brod, im Werth von 1 fl. 12 kr.
Was wir behufs der Fahndung auf das Entwendete und den zur
Zeit noch unbekannten Thäter zur öffentlichen Kenntnis bringen
Freiburg den 11. Dezember 1847
Großherzogl. Landamt.
Schindler
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Freiburger
Nachrichten 28.3.1847
Fahndung
Nr. 7073. Dem Joseph Steiert in Eschbach wurden in der
Zweit vom 5. auf den 6. d.M. aus seinem Kasten
nachbeschriebene Gegenstände entwendet:
1.) 1 Kronenthaler und ein Guldenstück
2.) 1 blautuchener Rock mit Ueberkragen mit Haften versehen
und mit gestreiften Barchent gefüttert
3.) 1 blautüchene Weste mit kleinen Stahlknöpfen
4.) 1 dito schon getragen
5.) 1 Paar blautuchene mit Leinwand gefütterte Hosen
6.) 1 Paar dito von schwarzem Manchester
7.) 1 Hosenträger von rothem Saffianleder
8.) 1 graubaumwollener Hosenträger
9.) 1 Pelzkappe
10.) 1 schwarzes seidenes Halstuch
11.) 1 baumwollenes rothgeblünter Halstuch
12.) 1 rothes baumwollenes Sacktuch mit weißen Ecken
13.) 1 Fläschchen mit ½ Schoppen Kirschwasser
14.) 4 reistene Hemden, oben am Kragen mit J.St. roth
eingezeichnet.
15.) 1 Sackmesser mit schwarzem Hornheft, und
16.) 1 Rosenkranz mit rothen corallen und weißen
Metallringchen.
Wir bringen dies behufs der Fahndung auf das Entwendete und
den zur Zeit noch unbekannten Thäter zur öffentlichen
Kenntniß.
Freiburg den 23. März 1847.
Großherzogl. Landamt.
Schindler
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Freiburger Zeitung 8.8.1847
Schulden-Liquidation.
Nr. 18418. Nachdem die ledige Anna Saum
von Stegen, wohnhaft zu Herdern, und……..die Erlaubnis
zur Auswanderung nach Amerika erhalten, werden deren
unbekannte Gläubiger aufgefordert, in der auf
Mittwoch den 18.
August Nachmittags 2 Uhr
anberaumte Tagfahrt zur
Schulden-Liquidation dahier zu erscheinen, und ihre
Beweisurkunden vorzulegen, da sonst den Auswanderern ihre
Reisepässe behändgt werden sollen, und den sich etwa später
meldenden Gläubigern zu ihrer Befriedigung hier nicht mehr
verholfen werden könnte.
Freiburg den 3. August
1847.
Großherzogl. Landamt
Jägerschmid.
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Freiburger Zeitung 21.8.1847
Haus-Versteigerung.
Nr. 5551. In Forderungssachen gegen
Joseph Wirbsler, Zimmermann in Ober-Birken, Gemeinde Stegen,
wird zufolge richterlicher Verfügung
Montag den 20. September
Vormittags 9 Uhr
im Wirtshause zum Hirschen in Steegen
öffentlich versteigert: Ein halbes einstöckiges von Holz
gebautes Wohnhaus sammt Scheuer und Schweineställen unter
einem Dach, im Anschlag von 1150 fl.
Der endgültige Zuschlag
erfolgt, wenn der Anschlag oder darüber geboten wird.
Freiburg
den 14. August 1847.
Großherzogl. Landamts-Revisorat.
Reutti.
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Freiburger Zeitung 24.11.1847
Haus-Versteigerung.
Nr. 7792. In Forderungssachen
gegen Joseph Tritscheler, Schuster in Ober-Birken, Gemeinde
Stegen, wird zufolge richterlicher Verfügung
Montag
den 20. Dezember Nachmittags 2 Uhr
im Wirtshause zum
Hirschen in Steegen durch Notar Glyckherr öffentlich
versteigert:
1) Ein einstöckiges Wohnhaus von Holz gebaut,
mit Scheuer und Stallung unter einem Dach
2) Ein Viertel
Garten beim Haus, zusammen angeschlagen zu 1500 fl.
Der
endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Anschlag oder darüber
geboten wird.
Freiburg den 17. November 1847.
Großherzogl.
Landamts-Revisorat.
Reutti.
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Freiburger
Nachrichten 23.2.1849
(579) Liegenschaft-Versteigerung
Zimmermann Joseph Wittwe und dessen Kinder von hier lassen ihr
nachbeschriebens Hofgut aus freier Hand unter Vorbehalt
obervormundschaftlicher Genehmigung am
Dienstag den 20. März Nachmittags 1 Uhr auf dem Rathhause
versteigern, als:
1) ein zweistöckigtes von Stein erbautes Wohnhaus,
2) eine hölzerne Scheuer,
3) eine von Stein erbaute Waschküche und Viehhütte,
4) 24 Jauchert Ackerfeld,
5) 14 Jauchert Matten,
6) 42 Jauchert Reut- und Ackerfeld,
7) 7 Jauchert Wald.
Das ganze, geschlossene, untheilbare Hofgut, im Anschlag zu
7200 fl.
Eschbach, den 16. Februar 1849.
Das Bürgermeisteramt.
Gremelspacher
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Freiburger Zeitung 14.3.1849
Holz-Versteigerung.
Am Mittwoch den 21. März Nachmittags 1 Uhr
werden im grundherrlich v. Roggenbach´schen Wald zu Weiler in
Stegen
34 ¼ Klafter buchenes Scheitholz,
36 Klafter
tannenes Scheitholz
30 ¾ Klafter
Bengelholz
versteigert.
Stegen den 10. März 1849
Grundherrlich
v. Roggenbach´scher Jäger
Heitzler
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Freiburger
Nachrichten 8.5.1853
(1415) Zwangs-Versteigerung unbeweglicher Güter.
Eschbach, Landamts Freiburg. In Folge richterlicher
Verfügung werden im Wege der Hilfsvollstreckung
Am Mittwoch, den 25. Mai d.J.
Vormittags 10 Uhr,
zu Eschbach in dem Engel nachbezeichnete in der Gemarkung
Eschbach befindliche Liegeschaften des Heinrich Volk in
Eschbach öffentlicher Steigerung zum zweiten Male dem Verkaufe
ausgesetzt:
1) ein zweistöckiges Wohnhaus mit Schmiede, Scheuer und
Stallung unter einem Dach,
2) ein Wasch- und Backhaus,
3) Schweineställe
4) eine Kohlenscheuer
5) Hausplatz und Hofraithe 50 Ruthen
6)
Aecker
11 Jchert. 3 Vierling-Ruthen
7)
Wiesen
7 Jchert. 3 Vierling 88 Ruthen
8)
Reutfeld
25 Jchert. - Vierling 85 Ruthen
9) Waldungen 4
Jchert. 3 Vierling 67 Ruthen
10)
Oedfeld
1 Jchert. 1 Vierling 30 Ruthen
zusammen
51 Jchert. 1 Vierling 50 Ruthen
Betrag des ganzen Schätzungswerthes 8250 fl.
Oben bezeichnete Liegenschaften bilden ein untheilbares
Ganzes.
Der endliche Zuschlag erfolgt um das sich ergebende höchste
Gebot, wenn solches auch unter dem Schätzungspreis bleibt.
Zarten, den 3. Mai 1853.
Der großh Notar des Distriktes als Vollstreckungsbeamter:
Glyckherr.
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Freiburger
Nachrichten 20.3.1853
(782) Zwangs-Versteigerung- Ankündigung.
Eschbach, Landamts Freiburg. In Folge richterlicher Verfügung
werden im Wege der Hilfsvollstreckung
Dienstag, den 5. April d.J.,
Nachmittags 2 Uhr,
zu Eschbach in dem Löwenwirthshause zur 1.
Versteigerung der in der Gemarkung Eschbach befindliche
Liegenschaften des Paul Ganz, Bauers am Schönberg in Eschbach
geschritten, bei welcher Versteigerung der entgiltinge
Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzpreis erreicht wird.
Die zur Versteigerung ausgesetzten Liegenschaften sind
folgende:
1) Haus Nr. 68. Blockhaus mit Block-Scheuer unter einem Dach,
Schopf und Schweineställe, ein Waschhaus, Hofraith
16 Rth.
2)
Aecker
32 Jchert. 2 Vierling 44 Ruthen
3) Wiesen 21
Jchert. 2 Vierling 52 Ruthen
4) Reutfeld 26
Jchert. - Vierling - Ruthen
5) Oedfeld
- Jchert. - Vierling 40 Ruthen
6) Waldungen 4 Jchert. - Vierling 80
Ruthen
zusammen 84 Jchert.
2 Vierling 52 Ruthen
Schätzungpreis 5800 fl.
Zarten, den 1. März 1853.
Der Vollstreckungsbeamte:
Glyckherr.
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Freiburger
Nachrichten 15.5.1853
(1493) Zwangs-Versteigerung unbeweglicher Güter.
Eschbach, Landamts Freiburg. In Folge richterlicher
Verfügung werden im Wege die Hilfsvollstreckung
Montag, den 30. Mai .J.,
Nachmittags 2 Uhr,
zu Eschbach in dem Wirthshause zum Löwen nachbezeichnete
in der Gemarkung befindliche Liegenschaften des Paul Ganz,
Bauers am Schönberg in Eschbch in öfentlicher Steigerung zum
zweiten Male dem Verkaufe ausgesetzt:
1) Haus Nr. 68. Blockhaus mit Block-Scheuer unter einem Dach,
Schopf und Schweineställe,
2) ein Waschhaus,
3)
Aecker
32 Jchert. 2 Vierling 44 Ruthen
4) Wiesen 11
Jchert. - Vierling 5 Ruthen
5) Reutfeld 28
Jchert. - Vierling - Ruthen
6) Waldungen 4 Jchert. -Vierling 80 Ruthen
zusammen 70 Jchert.
1 Vierling 78 Ruthen
Betrag des ganzen Schätzungswerthes 5800 fl.
Oben bezeichnete Liegenschaften bilden ein untheilbares
Ganzes.
Der endliche Zuschlag erfolgt um das sich ergebende höchste
Gebot, wenn solches auch unter dem Schätzungspreis bleibt.
Zarten, den 10. Mai 1853.
Der großh Notar des Distriktes als Vollstreckungsbeamter:
Glyckherr.
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Freiburger Zeitung 30.11.186
1
Erbvorladung
Nro. 10,920. Ignaz Furtwängler von Stegen
ist zur Erbschaft berufen. Da sein Aufenthaltsort aber
unbekannt ist, so wird derselbe zur Erbtheilung mit dem
Bedeuten vorgeladen, dass im Nichterscheinungsfalle die
Erbschaft Denjenigen werde zugetheilt werden, welchen sie
zukäme, wenn der Vorgeladene z.Z. des Erbanfalls gar nicht
mehr am Leben gewesen wäre.
Freiburg, den 22. November
1861.
Großherzogl. Landamtsrevisorat.
Kohlund
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Freiburger
Nachrichten 23.11.1862
Holzversteigerung.
Aus den nachbenannten Domänenwaldungen werden folgende
Holzsortimente öffentlich versteigert:
1) Am Montag und Dienstag, den 1. und 2. Dezember d.J. im
Distrikt Höllthalwald:……….
2) Am Mittwoch, den 3. Dezember d.J. im Conventwald, Gemarkung
Eschbach,
248 Stück tannen Sägklötze, 26 Stück buchen Rutzklötze, 80
Klafter buchen Scheitholz, 24 Klafter tannen Scheitholz, 45
Klafter gemischtes Klotzholz.
Dieses Klafterholz steht am Abfuhrweg beim Wohngebäude auf dem
forstärarischen Felixenhof.
Die Zusammenkunft ist jeden Tag, Vormittags 9 Uhr und zwar
….., am dritten Tage zu Eschbach auf dem Felixenhof.
Freiburg, den 18.Nov. 1862
Großh. Bezirksforstei
Bekl
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Freiburger
Nachrichten 23.3.1863
Hofguts-Versteigerung
(1923) Eschbach, Landamts Freiburg. Theresia geborene
Bank, Wittwe des Andreas Steiert, Bauers auf dem sogen.
Scherthomas-Hof im Oberthal in Eschbach, und der
vormundschaftliche Beistand des minderjährigen Sohnes Bernhard
Steiert, lassen vorbehaltlich obervormundschaftlicher
Genehmigung am
Montag den 7. April d.J. Mittags 12 Uhr zu Eschbach im
Wirtshause zum Engel nachbezeichnetes in der Gemarkung
Eschbach befindliches Hofgut in öffentlicher Steigerung durch
Distrikts-Notar Glyckherr dem Verkaufe aussetzen:
1) Haus Nr. 57, Blockhaus, Blockscheuer, Schopf und
Schweineställe, Schopf beim Brunnen, Keller-Ueberbau und
Einfahrt;
2) Waschhaus,
3) Speicher von Stein,
4) Haus Nr. 4, Blockhaus von Holz und Blockscheuer;
5) Hausplätze und Hofraithen, - M. – V. 32
R.
6)
Aecker
18
M. 1 V. 88 R.
7)
Wiesen
12
M. 2 V. 84 R.
8)
Reutfeld
48
M. 2 V. 22 R.
9)
Wald
6 M. 6 V. 18 R.
10)
Oedung
2
M.
1 V. 10 R.
zusammen
88
M. 3 V. 74 R.
als geschlossenes Hofgut, geschätzt zu 8000fl.
Freiburg, den 14. März 1862.
Großh. Landamtsrevisorat.
H. Müller, Dienstverweser.
vdt. Glyckherr, Notar
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Freiburger Zeitung 20.2.1869
Holz-Versteigerung.
Am Mittwoch, den 3. März d.J. Vormittags 9
Uhr,
werden im Kronenwirthshause zu Stegen aus den
grundherrlichen Waldungen daselbst öffentlich versteigert:
117
Stück tannene Sägklötze,
46 Stämme tannenes Bauholz,
23 ½
Klafter buchen Scheiterholz,
60 Klafter tannan
Scheiterholz,
27 ½ Klafter buchene Prügel,
20 ½ Klafter
tannene Prügel,
7 ¼ Klafter gemischte Prügel
250 Stück buchene
Wellen,
10 Loose Schlagraum.
Freiburg, den 24. Februar
1869.
Gräflich Max v. Kageneck´sche Verwaltung
Sporer,
Rentamtmann.
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Freiburger Zeitung 27.2.1869
Liegenschaftsversteigerung.
Aus der Verlassenschaft der Josef
Rombach Ehefrau, Walburga, geborene Rombach von Stegen
werden
Montag, den 15. März d.J. Morgens 8 Uhr,
im
Hirschenwirtshaus zu Stegen nachgenannte Liegenschaften
öffentliche versteigert:
1) Auf Gemarkung Stegen:
Ein
Blockhaus, eine Blockscheuer unter enem Dache; Scheuer, Anbau
und Schopf, ein Speicher, ein Waschhaus, Schweineställe, eine
Mahlmühle zur Hälfte; 3 Viertel Hausplatz und Hofraithe, 87
Ruthen Gremmenfeld, 1 Morgen 5 Ruthen Garten, 24 Morgen 3
Viertel 49 Ruthen Ackerfeld, 12 Morgen 2 Viertel 15 Ruthen
Waidfeld, 10 Morgen 1 Viertel 52 Ruthen Wald in zwei
Stücken.
2) Auf Gemarkung Eschbach das s.g. Bärlacher
Hofgut:
Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Schmiede, Scheuer und
Stallung unter einem Dache von Stein erbaut; Ein Wasch- und
Blockhaus, Schweineställe, eine Kohlscheuer;
5 Ruthe
Hausplatz u. Hofraithe, 11 Morgen 3 Viertel Ackerfeld, 25
Morgen 85 Ruthen Reutfeld, 7 Morgen 3 Vietrel 88 Ruthen
Matten, 4 Morgen 3 Viertel 67 Ruthn Waldung, 1 Morgen 1
Viertel 30 Ruthen Oedfeld.
Der Zuschlag erfolgt, wenn für
beide Höfe, welche als Ganzes versteigert werden, der Anschlag
mit 18.700 fl. oder mehr geboten wird.
Jeder Käufer hat zwei
zahlungsfähige Bürgen zu stellen, und es haben sich hier nicht
bekannte Steigerer sowie Bürger mit legalen
Vermögenszeugnissen zu versehen.
Die übrigen Bedingungen
werden bei der Versteigerung bekannt gemacht, können übrigens
auch jeden Samstag auf dem Geschäftszimmer des Notars
eingesehen werden.
Zarten, am 25. Februar 1869.
Der Großh.
Notar.
Pfeiffer.
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Freiburger
Nachrichten 16.3.1869
Holz-Versteigerung
Dienstag, den 23. März d.J., Vormittags 9 Uhr, lässt Lorenz
Meier, Schwabenbauer in Eschbach, Amt Freiburg, ca 200
Stück Bauholzstämme, verschiedener Qualität, in mehreren
Loosen nach dem Cubikfuß, bei hinreichender Bürgschaft mit
halbjähriger Borgfrist, an den Meistbietenden öffentlich
versteigern. Sämmtliches Holz ist an die nach Freiburg
führende Thalstraße verbracht und kann jetzt schon jeden Tag
eingesehen werden. Die näheren Bedingungen werden vor der
Versteigerung bekannt gemacht und die Steigerungsliebhaber mit
dem Bemerken eingeladen, da die Steigerung im Engelwirtshaus
zu Eschbach abgehalten wird.
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Freiburger Zeitung 30.3.1869
Bekanntmachung
Nro. 7476. Martin Föhr von Stegen will
auf seinem Hofgut eine Feldbrennerei errichten. Dies wird mit
dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, dass die Akten
mit dem Plame zur Einsicht der Betheiligten während 14 Tagen
bei der Gemeindebehörde zu Stegen aufliegen. Etwaige
Einwendungen sind binnen gleicher Frist bei dem Gemeinderath
zu Stegen oder bei diesseitiger Behörde vorzutragen und zu
begründen.
Freiburg, den 22. März 1869.
Großh.
Bezirksamt.
Eccard. Vdt Eckert.
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Freiburger Nachrichten
28. und 29. Sept. 1869
Freiburg, 27. Sept. 1869
Aus dem Schwurgerichtssaale
Heute wurden die Sitzungen des dritten Quartals von dem
Präsidenten Kreisgerichtsrath Sauerbeck eröffnet. Richter
sind die Kreisgerichtsräthe: Brummer, Deimling, Hirschhorn
und Amtsrichter Fromherz. Zu Ersatzrichtern sind betimmt die
Kreisgerichtsräthe: v. Hennin und Haaß, zum Stellvertreter
des Präsidenten: Kreisgerichtsrath Weber (der in den zwei
auf Donnerstag 30. Sept. festgesetzten Fällen als
Vorsitzender fungiren wird).
Staatsanwalt Bender vertrat die Anklage gegen Leopold
Scherer von Eschbach wegen Todtschlags und Bernhard Scherer
von da wegen fahrlässiger Tödtung. Der erste Angeklagte
wurde von Anwalt Wehrle, der zweite von Anwalt Barbo
vertheidigt. Im Engelwirtshause zu Eschbach (Bezirksamt
Freiburg) feierten am 13. Juli d. J. Joseph Ihringen und
Theresa Ruh von dort ihre Hochzeit; an dem mit dieser
Feierlichkeit verbundenen Tanze betheiligten sich, wie dies
in Eschbach üblich ist, alle jungen Leute, die Lust dazu
hatten. Nachdem die Tanzbelustigung beendigt, die
Hochzeitsleute von der Musik nach ihrer Wohnung
zurückbegleitet waren, während welcher Zeit die jungen Leute
in verschiedenen Zimmern des Wirtshauses beim Wein saßen,
wollte sich auch Ursula Mäder von Stegen, die damals bei dem
Stiefvater der Hochzeiterin – Georg Schweizer – in Eschbach
diente, entfernen. Diese Ursula Mäder hatte vor einigen
Jahren mit Sigmund Schubnell von Todtnauberg ein
Liebesverhältnis. Nachdem dieses Band gelöst war, fing sie
mit dem 29 Jahre alten Taglöhner Bernhard Scherer von
Eschbach eine Bekanntschaft an, aber auch dieses Verhältnis
scheint in der letzten Zeit vor obiger Hochzeit nicht mehr
fest gewesen zu sein. Die Ursula Mäder war während der
Hochzeitsfeierlichkeiten die meiste Zeit mit Bernhard
Scherer und seinem 26 Jahre alten Bruder Leopold Scherer;
mit Schubnell tanzte sie nur einmal. Nach dem Tanze saß sie
mit den beiden Scherer in der größeren Stube des oberen
Stockes, wohin Schubnell, der in der anderen Stube desselben
Stockes saß, nicht gekommen war. Zwischen 12 und 1 Uhr brach
die Ursula Mäder auf; Bernhard Scherer bot ihr das Geleit
an, sie riß ihm aber aus. Schubnell bemerkte ihr weggehen,
was ihn veranlasste, ihr rasch zu folgen. Als Bernhard
Scherer bemerkte, dass Schubnell dem Mädchen, das seine
Begleitung ausgeschlagen hatte, folgte, wurde er
eifersüchtig, beschloß sofort den Beiden nachzugehen, und
forderte offenbar in der Absicht, einen Gehilfen bei dem zu
erwartenden Streit zu haben, seinen Bruder Leopold auf, ihn
zu begleiten, wozu sich dieser bereit erklärte. Sie
verließen rasch das Wirtshaus und gingen auf dem Thal
aufwärts führenden Weg bis zu dem Seitenweg, der etwas 100
Schritte oberhalb nach dem Hofe Schweizers führt, und auf
diesem trafen sie den von jenem Hofe zurückkehrenden
Schubnell, der die Ursula Mäder auf diesem Wege bis an das
Haus ihres Dienstherrn begleitet hatte, aber umgekehrt war,
weil er im haus Licht gesehen. Bei dem Zusammentreffen der 3
Burschen fragte Schubnell „was wollt ihr, sucht ihr mich?“
Nun fingen Bernhard Scherer und Schubnell zu raufen an,
während dessen zog Leopold Scherer sein Taschenmesser und
versetzte damit von hinten dem Schubnell einen Stich auf den
rechten Oberarm in der Schultergegend, der 2 ½ Zoll tief in
die Achselhöhle eindrang, die arteria und vena axillaris
durchschnitt und in Folge der dadurch verursachten Blutung
den nach wenigen Augenblicken eintretenden Tod desselben
bedingte. Er war nämlich unmittelbar nach dem Stich noch bis
in die Stube des Engelwirtshauses geeilt, wo er, ohne noch
reden zu können, zusammensank und verschied. Die beiden
Thäter waren schon vor ihm im Wirtshause angelangt, da sie
durch den an der Straße liegenden Grasgarten dorthin geeilt
waren.
In der Handlung des Leopold Scherer erblickten die
Geschworenen nicht Todtschlag (§ 209 St. G.), sondern blos
durch vorsätzliche im Affekt verübte Körperverletzung
verursachte fahrlässige Tödtung, auch nahmen sie nur den
mittleren Grad der Wahrscheinlichkeit der Vorausschehbarkeit
an (§ 213 Z. 3 St. G.). Die Verschuldung des Bernhard
Scherer an dem Tode des Schubnell durch Fahrlässigkeit
verneinten die Geschworenen, der daher freigesprochen und
auf freien Fuß gesetzt wurde. Leopold Scherer wurde zu einer
Arbeitshausstrafe von 3 Jahren (oder zwei Jahren in
Einzelhaft) und zur Tragung von ¾ der Untersuchungskosten
verurtheilt.
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Freiburger
Nachrichten 17.11.1869
Holz-Versteigerung.
Aus dem Domänenwalddistrikt „Alter Conventwald“, Gemarkung
Eschbach, werden am
Mittwoch, den 24. November d.J.
früh 10 Uhr,
in dem Gasthause zum Engel in Eschbach:
153 tannene Sägklötze, 72 ½ Klft. Buchen, 14 ½ Klft. Tannen
Scheitholz, 8 Klft. Buchen, 3 ½ Klft tannen Klotzholz, 6
½ Klft buchen und 18 Klft. Gemischtes Prügelholz, sowie
das hiervon abgefallene Reißig und Abfallholz looseweise
öffentlich versteigert.
Das Klafterholz sitzt auf dem Hausplatz des Felixenhofes, und
die Sägklötze sind sämmtliche an die Transportwege verbracht.
Freiburg, den 11. November 1869
Großherzogl. Bezirksfortei
Bach.
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Freiburger Zeitung 15.1.1870
Bekanntmachung.
Gemäß § 2 des Gesetzes vom 21. Dezem. 1869 und
§ 3 der Vollzugsverordung wurde bei Verhinderungsfällen des
Rathschreibers als Stellvertreter Karl Steinbrunner ernannt.
Stegen, den 12. Februar 1870.
Der Standesbeamte:
Bürgermeister Rombach.
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Freiburger Zeitung
20.2.1870
Bekanntmachung.
Gemäß § 2 des Gesetzes vom 21. Dezbr. 1869, Gesetz- u.
Verordnungsblatt Nr. 40, wurde dahier Karl Rombach,
Löwenwirth, für eintretende Verhinderungsfälle des
Rathschreibers als Stellvertreter ernannt.
Eschbach, den 16. Februar 1870.
Der Standesbeamte:
Bürgermeister Vogt
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Freiburger Zeitung
31.3.1870
Bekanntmachungen.
Die Errichtung eines Ziegelofens durch Ziegler Ketterer in
Rechtenbach betr.
No. 8139. Ziegler Ketterer von Rechtenbach Gemeinde Eschbach
beabsichtigt auf seinem Hofgute daselbst einen Ziegelofen zu
errichten. Die wird im Bezug auf Art. 10 des Gew.-Ges. § 13
ff. der Vollzugsverordnung dazu mit den Anfügen bekannt
gemacht, dass das Gesuch mit der zum näheren Verständnis
dienenden Zeichnung während 14 Tagen bei der Gemeindebehörde
zu Eschbach zur Einsicht der Betheiligten aufliege. Etwaige
Einwendungen gegen das Unternehmen sind binnen gleicher Frist
entweder bei dieser Behörde oder bei dieseitiger Stelle
schriftlich oder mündlich zu Protokoll vorzubringen und zu
begründen.
Freiburg, den 28. März 1870
Großherzogliches Bezirksamt.
Eccard.
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Freiburger Zeitung, 05.April 1870
Freiburg, 2. April. Heute Abend kam noch zur Verhandlung die
Anklagesache gegen Nikolaus Schweizer von Attental
wegen Brandstiftung. Vorsitzender: Kreisgerichtsrath
Sauerbeck; Ankläger: Staatsanwalt Maier; Vertheidiger: Anwalt
Stebel.
Am 23. März d.J. dem
Feste Maria Verkündigung, Vormittags, brannte die Scheuer des
Gemeinderechners Johann Georg Mayer in Dietzenbach
stammt einem großen Theil der darin befindlichen Fahrnisse
vollständig nieder, nicht einmal alles im Stalle gewesene Vieh
konnte gerettet werden. Diese Scheuer war früher zugleich
Wohnhaus und wurde erst, als Johann Georg Mayer sich daneben
ein neues Wohnhaus erbaut hatte, bloß als Oeconomiegebäude
benützt. Der untere Stock diente als Stall, die frühere
Wohnstube und Kammer war mit Stroh gefüllt. Der zweite Stock
hatte eine Einfahrt vom Berge her und war die eigentliche
Scheuer; es waren jedoch auch Kammern darin, in welchen zwei
Knechtend der Hirtenknabe (der Angeklagte) wohnten und
schliefen. Das Gebäude, obschon der Hauptsache nach der
Landwirtschaft gewidmet, war sonach immer noch Wohngebäude.
Der vom Feuer angerichtete Schaden beträgt für Johann Georg
Maier ungefähr 2553 fl. für Knecht Denzlinger 122 fl. und
Josef Drescher 24 fl. 30 kr.
Das von Stein erbaute und mit Ziegeln gedeckte neue Wohnhaus
des Johann Georg Mayer stand nur 12 Schritte von dem alten
entfernt, es war daher in Gefahr, vom Feuer ergriffen zu
werden und nur mit großer Anstrengung gelang die Rettung
desselben.
Johann Georg Mayer war mit seiner Ehefrau und dem Angeklagten
am 25. März Morgens in der Frühmesse nach Kirchzarten
gegangen. Er selbst blieb nach der Kirche dort zurück und ließ
seine Frau mit dem Hirtenbuben allein nach Hause gehen.
Unterwegs begegneten ihnen die Knechte, welche in den
Hauptgottesdienst sich begaben. Zu Hause angelangt, hieß die
Meisterin den Hirtenbuben die Schafe aus dem Stalle lassen,
kaum aber war der Knabe dem Befehle nachgekommen, so stieg ein
sehr starker Rauch aus dem Wirtschaftsgebäude empor und bald
stand solches in Flammen.
Der Verdacht der Brandstiftung richtete sich daher sofort auf
den Angeklagten, welcher die That auch alsbald eingestanden
hat.
Nikolaus Schweizer, geborgen am 8. September 1857, unehelicher
Sohn der Dienstmagd Helena Schweizer aus Attenthal, war erst
14 Tage vor dem Brande in den Dienst des Johann Georg Mayer
getreten. Wegen Nachlässigkeit in diesem Dienste erhielt er am
Donnerstag, den 24. März um Mittag von seinem Dienstherrn
Schläge und aus Rache hierfür gibt er selbst zu, den Brand
gelegt zu haben.
Seinem Geständnisse zufolge, wartete er den Feiertag ab, an
welchem alle Bewohner des Hofes mit Ausnahme seiner und der
Meisterin in der Kirche waren, ging auf den Befehl der
Meisterin, die Schafe herauszulassen, zunächst in sein Kammer,
holte aus der Westentasche ein Zündhölzchen und zündete damit
das Stroh in der alten Wohnstube an. Das Feuer griff so
schnell um sich daß seine Versuche es zu löschen, mißlangen.
Die Zündhölzer hatte er sich dadurch verschafft, daß er schon
am Dienstag zuvor von der Magd Katharina Birkenmaier unter dem
Vorwand, der Kälte wegen auf dem Berge Feuer zu machen, zwei
Stück erbettelte.
Obschon erst 12 1/2 Jahre alt wird Nikolaus Schweizer von
allen Personen die ihn kannten, sowie von Seiten des
Gerichtsarztes als ein gescheidter, aber boshafter und
durchtriebener Knabe geschildert, der sehr wohl die
Strafbarkeit seiner Handlung erkennen im Stande war.
Die Staatsbehörde nahm Brandstiftung an einem Wohngebäude und
die Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten an. Der Verteidiger
bestritt das letztere. Der kleine Missetäter habe die Grenze,
wo den Minderjährigen Übertretungen der Strafgesetze zur
gemilderten gesetzlichen Strafe zugerechnet werden können,
insofern sie die zur Unterscheidung der Strafbarkeit der
Handlung erforderliche Ausbildung bereits erlangt haben, erst
1/2 Jahr überschritten, er sei bei seinen Großeltern
aufgezogen worden, habe in frühester Jugend sein Brod bei
fremden Leuten verdienen müssen, nur spärlichen
Schulunterricht genossen, in Gesellschaft des von ihm
gehüteten Viehes habe die sinnliche rohe Natur bei ihm die
Oberhand gewonnen, er verdiene nicht die gesetzliche Strafe,
sondern den Stock. -
Die Geschworenen bejahten die im Sinne der Anklage gestellte
Thatfrage, verneinten aber die Zurechnungsfähigkeit des
Angeklagten, worauf derselbe von der Anschuldigung der
Brandstiftung und den Kosten freigesprochenen auf freien Fuß
gesetzt wurde.
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Freiburger Zeitung
21.12.1877
Gerichtszeitung
Freiburg, 19. Dec. (Schwurgericht) Heute wurde unter dem
Vorsitz des Gr. Kreisgerichtsraths Dr. Wihelmi 2 Fälle
verhandelt und zwar (nach der abgeänderten Tagesordnung)
zunächst die Anklage gegen Andreas Schäfer......
Die zweite Verhandlung, welche erst Abends ½ 7 Uhr ihren
Anfang nehmen konnte, hatte die Anklage gegen Fridolin
Zähringer von Stegen wegen Bestechung zum Gegenstand.
Nach der Anklageschrift war der Hergang folgender: Der
Angeklagte 29 Jahre alt, verheirateter Landwirth, kinderlos,
im Besitze einigen Vermögens, gut beleumundet ist Mitpächter
der Jagd auf Gemarkung Zarten und hausirt zuweilen mit
Wild in hiesiger Stadt. Am 28. August d.J. erhob er bei Gr.
Oberamtsrichter Mors dahier eine Klage, in welcher er
behauptete, eine Flinte, die dem Wilhelm Schulz alt zu Gunsten
einer Forderung des Julius Kaiser hier gepfändet und auf
welche schon vorher Karl Knupfer hier ebenfalls im Wege einer
Einsprachsklage ein Vorzugsrecht geltend gemacht hatte, sei
sein – Zähringers Eigenthum in welcher Klage er deshalb bat,
die Pfändung dieses Gegenstandes aufzuheben. Am gleichen Tage
verfügte der Großh. Oberamtsrichter Mors Einhalt mit der
Versteigerung der gepfändeten Flinte und beraumte Tagfahrt zur
mündlichen Verhandlung über die von Zähringer erhobene
Klage auf den 14. Sept. d.J. an. Die Ausfertigung dieser
Verfügung wurde dem Zähringer am 3. Sept. d.J. zugestellt. Am
Tage darauf oder am 2ten Tage darauf Vormittags – Dienstag
oder Mittwoch – erschien Zähringer in der Wohnung des Gr.
Oberamtsrichter Mors, und bot der dort anwesenden Ehefrau
dieses Richters ein Feldhuhn, zum Geschenk an, indem er
bemerkte, er habe bei deren Ehemann einen kleinen Prozeß und
bringe das Feldhuhn nicht um den Prozeß zu gewinnen sondern
nur, um ihrem Manne eine kleine Freude zu machen. Frau Mors
wies den Angeklagten mit dem Beifügen zurück, daß weder sie
noch ihr Ehemann solche Geschenke annähmen. Der Rechtsstreit
des Angeklagten wurde in der Folge vor Rechtspraktikanten Dr.
Krems im Auftrage des Gr. Oberamtsrichters Gräff verhandelt,
dabei gab schon in der Tagfahrt vom 14. Sept., der
Einsprachsbeklagte Kaiser der Einsprache nach am 1. Oktober
auch Knupfer, nach dem einvernommenen Zeugen die Behauptung
Zähringers bestätigt hatten. Auf Grund dieser Thatsachen und
auf Grund des $334 des St.-G.-B. welcher besagt: „Derjenige,
welcher einen Richter, um eine Rechtssache, deren Leitung oder
Entscheidung ihm obliegt, zu Gunsten oder zum Nachtheil eines
Betheiligten zu leiten oder zu entscheiden, Geschenke oder
andere Vortheile anbietet, verspricht oder gewährt, wird mit
Zuchthaus bestraft,“ ist von Gr. Staatsanwaltschaft, vertreten
durch Herrn Staatsanwalt v. Berg gegen Fridolin Zähringer, die
Anklage wegen Bestechung erhoben. Der Angeklagte gestand den
Sachverhalt im Allgemeinen zu, beharrte aber bei seiner
früheren Versicherung, und der Vertheitiger Herr Anwalt Mayer
unternahm es dies in seinem Vortrage des Weiteren auszuführen,
daß der Angeklagte die ihm unterstellte verbrecherische
Absicht nicht gehabt und daher auch das ihm angeschuldigte
Verbrechen nicht begangen habe. Die Geschworenen traten dieser
letzteren Auffassung durch Abgabe ihres Wahrspruches bei,
indem sie die Schuldfrage verneinten, worauf Zähringer von der
Anklage freigesprochen wurde.
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Freiburger Zeitung 12.6.1879
Bekanntmachung.
Nr. 21,043. Durch Erlaß Großh. Ministeriums
des Großh. Hauses und der Justiz wurde Gerichtsvollzieher
Zähringer in Stegen in den Ruhestand versetzt, und an
dessen Stelle zur Versehung des Gerichtsboten- und
Gerichtsvollzieherdienstes im IV. Bezirk Friedric Paulus
ernannt und eidlich verpflichtet. Derselbe hat seinen Wohnsitz
einstweilen in Zarten.
Freiburg, den 9. Juni 1879.
Großh.
Amtsgericht.
Gräff.
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Freiburger Zeitung
8.3.1888
Gastwirthschafts- und Liegenschaftsverpachtung sowie
Farhrnißversteigerung.
In Folge Verlassenschaftsverhandlung auf Ableben der Johann
Bank, Engelwirts Ehefrau in Eschbach wird am
Montag den 12. März, Nachm. ½ 2 Uhr,
die hiesige Wirthschaft z. Engel zum Betreiben auf mehrere
Jahre sammt der dazu gehörigen Liegenschaften, letztere in
Abtheilungen oder zusammen, im Wirthslokal daselbst
verpachtet.
Am Dienstag den 13. März, Morgens 8 Uhr beginnend, werden
daselbst folgende Fahrnisse gegen Baarzahlung versteigert:
2 Pferde, 5 Kühe, 3 Ochsen, 3 Stück Jungvieh, 3 Schafe, 2
Mastschweine, 9 sonstige Schweine, ca. 100 Ztr. Heu und Oehmd,
1 Quantum Stroh, sowie Frucht, Waizen, Roggen u. Haber, circa
300 Sester Kartoffeln, 8 verschiedene Wägen, Fuhr-, Feld- und
Handgeschirr.
Am Mittwoch den 14. März, Morgens 8 Uhr beginnend, aller Art
Faß- und Bandgeschirr, Schreinerwerk, verschiedenes
Wirthschafts- und Küchengeschirr, Bett- und Weißzeug sowie
allerlei Hausrath.
Eschbach, den 6. März 1888.
Brgmstr. Gremmelspacher.
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Freiburger Zeitung 10.6.1888
Entmündigung.
Nr. 3814. Mit richterlichem Beschluß vom 26.
Mai d.J., Nr. 10,790, ist Maria Gremmelspacher ledig, ohne
Beruf, von Stegen, wegen bleibender
Gemüthsschwäche entmündigt, was gemäß § 68 b G.O. bekannt
gemacht wird.
Freiburg den 2. Juni 1888.
Großh.
Amtsgericht.
Wasmer
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Freiburger Zeitung 13.5.1891
Versteigerungen
Stegen. Rathhaus. Dienstag, 26.
Mai, Nachmittags 3 Uhr lässt Math. Vogt, Landwirth,
daselbst öffrntlich versteigern: 1 Morgen 177 Ruthen = 51
ar 39 qm Wiesen im Gewann Dollmatte, Gemarkung Wittenthal.
Anschlag 2000 Mk.
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Freiburger Zeitung 9.4.1896
St.Märgen, 7.April. Wenn man gegenwärtig unsere Thäler
durchwandert, so sieht man überall fleißige Hände, welche
bemüht sind, die vom Hochwasser angerichteten Zerstörungen
wieder einigermaßen in Ordnung zu bringen. Da finden wir z.B.
eine Schaar mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt, dort wieder
wird emsig an Wiederherstellung der abgerissenen Brücken
gearbeitet u.s.w. Bei diesen Arbeiten werden, ganz
lobenswerth, natürlich auch noch manche Verbesserungen
vorgenommen, mit denen es sonst noch eine Weile gehabt hätte.
Anläßlich der vorzustellenden Brücken möchten wir aus dem
oberen Bezirk uns erlauben, auf einen besondern Punkt
hinzuweisen. Wie bekannt, wird in der Zeit auch an eine plan-
und zweckmäßige Verbindung der Orte Stegen u.f.w. mit dem
Bahnhof Kirchzarten gedacht werden müssen. Sollte an Stelle
der sog. „Hohstege“, welche, wie bekannt, nebst dem
angrenzenden Gelände dem Hochwasser zum Opfer fielen, nun
etwas Gediegenes und Dauerhaftes geschaffen werden, so können
wir im oberen Bezirk es uns nicht versagen, mit allem
Nachdruck darauf hinzuweisen, dass es sehr zweckentsprechend
und nothwendig wäre, eine direkte Verbindung, eine Straße von
Stegen nach dem Bahnhof Kirchzarten angelegt zu wissen. Der
Brückenbau wird immer dringender, daher wäre es sehr zu
begrüßen, wenn die interessierten Gemeinden unter ich und mit
der Großh. Straßenbau-Inspektion auf eine Einigung hinarbeiten
wollten. Geschieht das nicht, so entstehen den Gemeinden jetzt
zuerst Kosten durch Anlegung von Stegen, vielleicht später
außerdem noch Brückenkosten. Sehr zu wünschen wäre es, wenn
jetzt schon der Brückenbaufrage nähergetreten würde. Was nun
die geeignete Stelle anbelangt, so sind wir hier und in
St.Peter u.s.w nur einer Ansicht: wir sehen in die Gegend über
„Oberbirken“ hinaus. Dort ist der Bach nicht breit und auch
nicht so gefährlich; Auffüllungsmaterial wäre ebenfalls
genügend vorhanden. Auch sollten, wie man mir mittheilte,
sogar mehrere da sein, die größtentheils freiwillig und
unentgeltlich das Gelände zur Verfügung stellen wollen. So hat
z.B. auch Herr Riesterer früher schon einmal erklärt, im
gegebenen Falle unentgeltliche Gelände abzutreten. Sogar an
freiwilligen Geldspenden dürfte es nicht fehlen. Vielleicht
genügen diese Zeilen, um die maßgebenden Behörden auf unsere
Bitte und auf das große Interesse, das wir obere Gemeinden
(wie z.B. St.Märgen, St.Peter, Eschbach, Rechtenbach,
Stegen) am etwaigen, sehr wünschenswerthen Brückenbau
hätten, hinzuweisen. Sollte „Stegen“ die Brücke vielleicht
leiber an der alten gefährlichen Stelle, wo der „Hohsteg“ war,
haben wollen, so könnten wir hier dies nicht gu heißen,
insbesondere auch wegen des theueren Geländes nicht. „Prüfet
Alles und behaltet das Beste!“
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Freiburger Zeitung
vom 25.7.1907
Bekanntmachung
Schießübung betr.
R 65884V. Das 5. badische
Infanterie-Regiment Nr. 113 wird am 31. Juli und 2. August ds.
Js. Jeweils von 8 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags,
gefechtmäßiges Schießen in dem Gelände des Bruschbachtales
abhalten. Die Schießstelle befindet sich am Nordwesthang des
Bruchbachtales (Seitental des Attentales) im
sogenannten Eichbühl. Es wird in Richtung auf Waseck
geschossen werden.
Das Gelände muß, wegen der beim Betreten entstehenden
Lebensgefahr, innerhalb folgender Grenzen freigehalten werden:
Mündung des Bruschbachtales in das Attental – Langenbachereck
– Salzberg – Eck (Höhenzahl 644,0) – Nordausgang des Dorfes Steurental
– Nordrand des Frauenwaldes – Quelle des Wittentalbaches.
Das Gelände innerhalb der genannten Grenzen wird durch
Warnposten auf den Wegen abgesperrt; den Anordnungen dieser
Posten muß Folge geleistet werden.
Die Bürgermeisterämter der in das gefährdete Gelände fallenden
Gemeinden werden beauftragt, dies alsbald in ortsüblicher
Weise zur Kenntnis der Einwohner zu bringen. Den Waldbesitzern
ist besonders zu eröffnen, dass während der Schießzeit in den
betr. Waldungen nicht gearbeitet werden darf.
Freiburg, den 22. Juli 1907
Großh. Bezirksamt
Dr. Klotz
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Freiburger Zeitung 29.7.1907
Militärisches. Unser hiesiges Inf.-Regiment wird sein
Gruppenschießen im Laufe dieser Woche im Attental,
wohin das Scheibenbaukommando bereits ausgerückt ist,
erledigen. Am 19. August verlässt das Regiment die Garnison
und fährt per Bahn nach dem Truppenübungsplatz Hagenau, wo vom
20.-24. das Zug- und Kompanieschießen stattfindet. Vom 26.-30.
findet dann Regiments- und vom 31. August bis 5. September
Brigade-Exerzieren auf dem Truppenübungsplatz statt. Am 6.
September verlässt das Regiment den Platz und fährt ins
Manövergelände in der Nähe von Pforzheim und Karlsruhe, wo
sich dann das Brigade- Divisions- und Korps-Manöver abspielt.
Am 20. September kehren unsere 113er wieder in unsere Stadt
zurück. In den nächsten Tagen wird dann die im zweiten Jahre
dienende Mannschaft zur Reserve entlassen.
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Freiburger Zeitung 27.
Januar 1908
Eschbach, 26. Januar
Heute nachmittag 1/2 4 Uhr brach in der Scheune des
Hainehofs, Hintereschbach, Feuer aus. Die Frau und ein älterer
Knecht waren allein zu Hause. In kurzer Zeit war das mit Stroh
und Schindeln gedeckte alte Bauernhaus ein Raub der Flammen.
Man hatte große Mühe, wenigstens einen Teil des Viehs zu
retten; acht Kühe und mehrere Rinder fanden in den Flammen
ihren Tod. Das Wohnhaus und der nahe Pfisterhof konnten
gerettet werden. Alle umliegenden Feuerlöschmannschaften und
die Feuerwehr Kirchzarten waren auf der Brandstätte
erschienen, um dem verheerenden Element Einhalt zu tun.
Freiburger Zeitung 30. Januar 1909
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Eschbach,
29.Januar
Drei Kinder verbrannt. Heute nachmittag nach 3 Uhr wurde das
sog. Berghäusle im Scherlenzendobel (auf der Höhe
links gegen St.Peter), das zum Domilishof des Herrn Rombach
gehört, ein Raub der Flammen. Der „Hausmann“ Nik. Wangler war
im Wald beschäftigt und dessen Frau besorgte im Dorf hier ihre
Einkäufe. Drei kleiner, etwa 4 bis 7 Jahre alten Kinder waren
zu Hause und fanden in den Flammen einen entsetzlichen Tod.
Gar nichts konnte gerettet werden; alle Stück Vieh und alle
Lebewesen im Haus kamen um. Rombach soll versichert sein,
dagegen die nun doppelt arme, in tiefste Trauer geratene
bemitleidenswerte Familie Wangler nicht.
Am 26. Januar letzten Jahres brannte der Heinehof hier nieder.
Es ist schon der sechste Brand, der die hiesige Gemeinde in
wenigen Jahren betroffen hat.
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Freiburger Zeitung vom 19 Mai 1909
Wegen Körperverletzung und schweren Diebstahls saß der 26
Jahre alte Anton W. von Elzach auf der Anklagebank.
W. kam nach St.Peter als Hirtenbub. Später verdingte er sich
als Tagelöhner, Knecht, kam dann zum Militär nach Mülhausen
und hielt sich nach der Dienstzeit u.a. in Lörrach auf. Dort
erhielt er Order zu einer Reserveübung nach Lahr. In die Zeit
der Abreise fiel ein Verhör, das ein Gendarm wegen eines
Delikts, das W. in Wolfach begangen hatte, mit ihm vornahm.
Die deswegen in Aussicht stehende Strafe veranlaßte ihn,
durchzugehen; er wanderte den Rhein hinab bis Köln, kehrte
darauf wieder um und kam bis Hammersbach, wo er verhaftet
wurde.
Auf dem Transport sprang er aus dem Eisenbahnzug, um zu
fliehen. Er wurde aber bald wieder festgenommen und vor ein
Kriegsgericht gestellt. Wegen Fahnenflucht wurde er zu 6
Monaten Gefängnis verurteilt. Vom Schöffengericht Wolfach
erhielt er eine Zusatzstrafe von 1 Monat, die er zusammen mit
jener in Rastatt verbüßt.
Der heute in betracht kommenden Delikte machte er sich am 23.
Juli vor. J. schuldig. Auf dem Wege von Eschbach nach
St. Peter traf er Mädchen im Alter von 13 Jahren, Beeren
suchend. In einem derselben glaubte er das Mädchen zu
erkennen, das ihn einige Zeit zuvor einmal geringschätzen
angesehen hatte. Das hatte den Mann in seiner „Ehre“ gekränkt
und er beschloß das Kind zu strafen. Er versteckte sich im
Gesträuch, an dem das Kind vorübergehen mußte, wenn es nach
Hause ging; bereitete sich ein Stöckchen vor und als das Kind
kam, packte er es und mißbrauchte es mit dem Stock. Nach
dieser Heldentat nahm er seinen Weg nach einem naheliegenden
Zinken, drang in das Haus eines Landwirts ein, sprengte eine
Tür zur Stube auf, durchsuchte die Kommode nach Geld, erbrach
einen Schrank und stahl daraus 10 Mark. Auch im obern Stock
durchstöberte er die Kästen, ohne etwas zu finden.
Heute bekam der Angeklagte weitere 6 Monate Gefängnis als
Zusatzstrafe
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Freiburger Zeitung 23. Mai
1909
Badische Rundschau
Aus dem Dreisamtal, 22 Mai.
Wie schon in früheren Nummern der Freiburger Zeitung
mitgeteilt wurde, herrscht unter den Kindern verschiedener
Orte des Dreisamtales eine unerfreuliche Krankheit, die
Masern. Es mußten sogar die Schulen in Falkensteig, Burg,
Kirchzarten, Zarten und Wittental geschlossen
werden. Herr Dr. Guttenberg hielt nun vor einigen Tagen im
Gasthause zur Sonne in Kirchzarten einen Vortrag über Röteln,
Masern und Scharlach, dem ein große Anzahl von Personen
beiwohnten. Der Herr Redner gab dabei reichlich Ratschläge zur
Verhütung dieser Krankheiten und zur Herbeiführen einer
baldigen Genesung. Seine Ausführungen fanden reichlich
Beifall. Mögen sie auch beherzigt werden, auf daß der schlimme
Gast mit seiner unliebsamen Gefolgschaft recht bald wieder aus
unserem Tale verschwindet.- In der Pfarrei Kirchzarten haben
in den Gerstenvier Monaten dieses Jahres an die 30 Einwohner
das Zeitliche gesegnet, fast ebenso viele Kinder erblickten in
der gleichen Zeit das Licht der Welt. Noch selten hatte diese
Pfarrei in so kurzer Zeit eine so große Anzahl von Geburten
und Todesfällen zu verzeichnen.
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Freiburger Zeitung 29.
September 1910
Den Ausbruch der Schweineseuche und Schweinepest in der
Gemeinde Eschbach betr. Nr. 14 852 II. Die auf dem
Gehöft des Landwirts Gebhard Faller in Eschbach ausgebrochene
Schweineseuche und Schweinepest ist erloschen.
Die unterm 19. v. Mts Nr. 12518 – Amtsblatt Nr. 39 –
angeordneten Sperrmaßregeln werden hiermit aufgehoben.
Freiburg 29 September 1910.
Großh. Bezirksamt. Zerrenner.
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Freiburger Zeitung
28.10.1910
Aus der Bezirksratsitzung, Freiburg 27.10.
…Ferner wurde die Genehmigung erteilt: dem Gesuch des Max
Hummel, Landwirt in Eschbach, um Genehmigung zur
Lostrennung eines Teils von dem geschlossenen Hofgut
Scherlenzenhof;
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Freiburger Zeitung
9. 4.1920
Aus der Zeitschrift des Breisgauvereins Schauinsland (Schuß)
Steinrelief in Eschbach (Amt Freiburg) mit einer
Abbildung.
Außen an der Kirche zwischen 2 Langhausfenstern eingemauert,
befindet siche ein kleines Steinrelief mit der Jahreszahl
1589. In einer Nischenartigen Umrahmung erscheint im Pilgerhut
und- Stab Jacobus der Aeltere, der in der linken Hand eine
Sammelbüchse hält. Zu den Füßen des Heiligen sieht man das
Wappen des Abtes Gallus (bürgerlicher Name: Gallus Meyer,
genannt Voegelin) der von 1585-1597 der nahe gelegenen
Benediktinerabtei St.Peter vorstand. Das Relief ist also der
letzte Rest der ehemaligen Jacobus-Kapelle die vom Kloster
St.Peter errichtet wurde, und an deren Stelle sich die heutige
von Eschbach erhebt.
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Freiburger
Zeitung 17.12.1927
Eschbach b. Freiburg, 15. Dez. In letzter Zeit haben
vier hiesige Bürgersöhne die väterlichen Anwesen käufliche
erworben, und zwar: Leo Rombach als Hinterbauer, Linus Hummel
jg. Als Scherpeterbauer, Lambert Ketterer als Fußbauer und
Stefan Gang als Schönbergbauer.
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Freiburger Zeitung 21.1.1928
Bekannten und Verwandten die traurige Nachricht, dass
Donnerstag abend ½ 7 (19.1.) nach langer, schwerer Krankheit
unerwartet rasch unsere liebe, gute Tochter, Schwester und
Tante Hilda Köpke im nahezu 18. Lebensjahre sanft im Herrn
entschlafen ist.
Stegen, den 20. Januar 1928.
Die
trauernden Hinterbliebenen:
Familie August Köpke.
Die
Beerdigung findet in Kirchzarten am Sonntag, nachmittags 2 ½
Uhr statt.
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Freiburger Zeitung
24. Januar 1928
Stegen, 22. Januar. In tiefes Leid wurde die Familie
Köpke hier versetzt. Vor längerer Zeit wollte ihre Tochter
Hilda auf dem Fahrrad ein Fuhrwerk überholen, wurde aber von
dem Fuhrmann mit der Peitsche abgehalten. Das Mädchen kam
dabei zu Fall, geriet unter den Wagen und trug schwere
Verletzungen davon. Vorgestern ist sie nun ihrem langen,
schweren Leiden erlegen. Den schwer heimgesuchten Eltern
bringt man allgemeine Teilnahme entgegen.
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Freiburger Zeitung 5. 12. 1928
Vom Dach gestürzt
Auf dem Baldenweger Hof ereignete
sich in den Vormittagsstunden des Dienstag ein Unglücksfall,
der leider ein Todesopfer forderte. Die beiden Maurer Wilhelm
Scherer von Rötenbach und Josef Thoma von Freiburg waren mit
Reparaturarbeiten auf dem Dache beschäftigt. Durch irgend ein
Mißgeschick stürzte der eine ab und riß im Fallen seinen
Arbeitskollegen mit in die Tiefe. Scherer erlitt so schwere
Verletzungen, daß er nach kurzer Zeit starb. J. Thoma wurde
schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.
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Freiburger
Zeitung 1.3.1929
Großfeuer
Ein Bauernhof im Eschbachtal eingeäschert.
Eschbach, 1. März. Heute morgen ½ 7 Uhr brannte der
Fußhof des Landwirts Lambert Ketterer bis auf den Grund
nieder. Das lebende Inventar wurde von den Nachbarn gerettet.
Der Brand entstand vermutlich durch Kurzschluß in der Scheuer.
Die Bäuerin ist eine Tochter des Schlegelhansenhofbauern in
Ibental, dessen Anwesen am Sonntag völlig abbrannte. Das
Unglück ist deshalb um so bedauernswerter.
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Freiburger
Zeitung 28.4.1930
Eschbach bei Kirchzarten, 28. April. Heute morgen ½ 6
Uhr brannte der im Zinken Steierntal gelegene Martishof
infolge Kurzschluß bis auf den Grund nieder. Der große
Viehbestand konnte bis auf die Schafe gerettet werden. Näheres
steht noch aus.
Freiburger Zeitung
20.1.1934
Stegen, 18. Jan. Am vergangenen Sonntag hatte der
sonst so stille Ort eine bedeutungsvolle Veranstaltung im
gefüllten Saal der Wirtschaft Hirschen. Der Kreiswalter der
NS-Volkswohlfahrt Direktor Dr. Müller, war mit seinen stets
eifrig tätigen Mitarbeiter, Pg Professor Baumann und
Gewerbschulhauptlehrer Kessler erschienen, um auch diese
Gemeinde zum sozialen Hilfswerk der deutschen Nation
aufzurufen. Nach Begrüßung durch den Ortsgruppenwalter,
Hauptlehrer Haas, versuchte der Redner, Pg. Kessler, Freiburg,
in längeren, begeisternden Ausführungen das tiefe Wesen der
blut- und schicksalverbundenen Volksgemeinschaft nicht nur
wissensmäßig den aufmerksamen Zuhörern nahezubringen, sondern
besonders ihr naturfestes Empfinden für blutmäßige
Verbundenheit zu wecken und zu vertiefen. Der zweite Redner,
Pg. Professor Baumann, wies eindrucksvoll auf die Grundzüge
einer vernünftigen Rassenhygiene hin, nach denen nicht
Hauptziel sozialer Hilfe zur Betreuung dauernd kranker und
erbbelasteter Menschen sein soll, sondern die allmähliche
Bereinigung des deutschen Volkskörpers von Erbungesunden und
die Erhaltung und Kräftigung der gesunden Menschen. Der Aufruf
dieser beiden Redner zu tatbereiter Eingliederung in das
soziale Hilfswerk hatte gleich guten Erfolg. Der
Ortgruppenwalter wird in Treue seines verantwortungsvollen
Amtes walten. Mit dem Dank an die Erschienenen, besonders auch
an den Musikverein Eschbach für seine uneigennützigen
Mitwirkung, und einem zündenden Aufruf, unentwegt treue
Gefolgsmannen unseres Führers zu sein, schloß die Versammlung.
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Freiburger
Zeitung 26.1.1935
Eschbach b. Frbg., 25. Jan. Der auf dem hiesigen
Maierhof bedienstete Knecht Wilhelm Mäder verunglückte
dadurch, dass ihm in der Scheuer eine eiserne Gabel aus
ziemlicher Höhe ins Gesicht fiel. Die eisernen Zinken
verletzten ihn ernstlich.
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Freiburger
Zeitung 2.3.1935
Eschbach (b.Frgb.), 27. Febr. Am letzten Sonntag hielt
der Musikverein im Gasthaus zum Löwen seine Generalversammlung
ab. Diese war gut besucht. Nachdem die Musikkapelle ihr gut
eingeübtes Konzert beendet hatte, eröffnete der 1. Vorstand,
Schneidermeister Saum mt einer kurzen Begrüßungsansprache die
Versammlung. Aus dem Tätigkeitsbericht war zu entnehmen, dass
sich die Musikkapelle im verflossenen Jahre an allen
kirchlichen und weltlichen Feiern beteiligt hat. Der von
Rechner Spitz bekanntgegebene Kassenbericht war in bester
Ordnung. Da der langjährige 1. Vorstand Saum von seinem Posten
zurücktrat, wurde der Musiker Karl Scherer gewählt.
Bürgermeister Läufer dankte dem scheidenden Vorstand nochmals
für all die Arbeit, die er für den Verein geleistet hat.
Ratschreiber Helmle gab einen interessanten Rückblick auf die
verflossenen Vereinsjahre.
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Freiburger Zeitung 5.5.1935
Mißbrauch der Hilfsbereitschaft
Freiburg, 3. Mai 1935 Der des
Betrugs und der Urkundenfälschung angeschuldigte 22 jährige K.
redete einer alten gutherzigen Frau in Stegen ein, der
Kaplan eines von Stegen nicht weit entfernten Dorfes befände
sich in Geldnöten, es wäre ein menschenfreundliches Werk, wenn
man dem Geistlichen helfen würde. Das war eine von K.
ersonnene Lügengeschichte, die Greisin glaubte jedoch daran
und übergab dem K. von Zeit zu Zeit Beträge von 18 bzw 35 RM.
zur Überbringung an den Kaplan. Insgesamt empfing K. 163 RM.,
die in seine eigene Tasche wanderten: zur Täuschung der Frau,
der er auf andere Art noch 20 RM herauslockte, fertigte K ein
„Dankschreiben“ des Kaplans an. Das Schöffengericht quittierte
die Fälschung und gemeinen Betrügereien mit sechs Monaten
Gefängnis, zur Strafverbüßung wurde der Verurteilte aus dem
Gerichtssaal in Haft genommen.
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Freiburger
Zeitung 12.4.1936
Eschbach b. Frbg., Die im hiesigen Ort vom Wasser- und
Straßenbauamt durchgeführte Bachregulierung zwischen Post und
Kirchplatz ist nun beendet. Die Straße gewann durch dieses
Unternehmen bedeutend an Breite. Das Dorfbild wurde dadurch
wesentlich verschönert. – Die im hiesigen Ort für das WHW
durchgeführte Eiersammlung ergab den schönen Ertrag von 190
Stück.
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Freiburger Zeitung
12. Mai 1936
Dank an die Hofsgrunder Bevölkerung
Der Dank an die Bevölkerung von Hofsgrund für die
gute, selbstlose, einsatzbereite Hilfe, welche die Leute von
Hofsgrund in der Schreckensnacht vom 17. / 18. April der
unglücklichen englischen Wandergruppe in so vorbildlicher
Weise geleistet haben, wurde den Vertretern der
Einwohnerschaft in einem schlichten Akt in Hofsgrund durch
Landeskommissär Schwoerer und Landrat Groß ausgesprochen. Der
Landeskommissäre würdigte in herzlichen Worten das mutige,
kameradschaftliche Rettungswerk der braven Hofsgrunder, die
bei hohem Schnee in tobendem Schneesturm und Nebeltreiben in
dunkler Nacht die schwere Rettungstat vollbracht haben; er
übergab dem Bürgermeister Lorenz, als dem Vertreter der
Einwohnerschaft der Gemeinde Hofsgrund, ein Dank- und
Anerkennungsschreibender Ministers des Innern Pflaume und
übermittelte zugleich den von dem Vorsitzenden des London
Country Council. Lord Snell. ausgesprochenen Dank der Stadt
London an die Bevölkerung von Hofsgrund.
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Freiburger
Zeitung 15.9.1936
Unwetter über dem Eschbachtal
(Eigener Drahtbericht der Freiburger Zeitung)
Eschbach bei Freiburg, 14. Sept.
Am Montagnachmittag gegen 4 Uhr ging über dem Eschbachtal ein
von Nordwesten kommenden Unwetter mit wolkenbruchartigem Regen
und Hagel nieder. In Sturzbächen schossen gewaltige
Wassermassen den Berg herunter. Der sonst so friedliche
Eschbach schwoll in ganz kurzer Zeit zu einem gewaltigen Strom
an, der sich über Straßen, Gärten und Wiesen talabwärts
wälzte. Das Wasser drang in die Keller ein und setzte sie zum
Teil bis an die Decke unter Wasser. Die Wiesen und Gärten sind
größtenteils verwüstet. Der angerichtete Schaden ist
beträchtlich. Es ist das größte Unwetter, das unser Tal seit
vielen Jahren erlebte.
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Freiburger Zeitung 5.1.1937
Für den Bauer Heinrich Wirbser und dessen Ehefrau Regina geb.
Heizmann in Stegen wurde heute vorm. 9 Uhr das landw.
Entschuldungsverfahren eröffnet. Entschuldungsstelle ist das
Entschuldungsamt Freiburg i.Br. Sämtliche Gläubiger, welche
einen persönlichen oder dinglichen Anspruch gegen die
Betriebsinhaber haben, werden aufgefordert, ihre Forderungen
unter Angabe von Betrag, Grund und Entstehungszeit unter
Vorlage etwaiger Schuldurkunden bis spätestens 25. Februar
1937 beim Entschuldungsamt Freiburg i.Br.
anzumelden.
Gläubiger von Forderungen, die erstmalig und nicht
im Wege der Schuldumwandlung nach dem 3. Oktober 1934
begründet worden sind, sind nicht am Verfahren beteiligt,
sofern sie nicht die Beteiligung beim Entschuldungsamt bis zum
25. Januar 1937 beantragen.
Freiburg i.Br. , 24 Dezember
1936.
Entschuldungsamt
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Freiburger
Zeitung 3.5.1937
Gefährlicher Einbrecher verhaftet.
Ein gefährlicher Ein- und Ausbrecher, Paul Busset aus Eschbach
bei Freiburg, der seit Dezember vorigen Jahres in Freiburg und
Umgebung und im ganzen Schwarzwald verschiedene Einbrüche
verübte, und dadurch die Bevölkerung im höchsten Maße
beunruhigt hat, wurde am 1. Mai von einem Kriminalbeamten aus
Freiburg in Säckingen verhaftet. Busset, ein vielfache
vorbestrafter und gefährlicher Einbrecher, wird hoffentlich
nunmehr für immer unschädlich gemacht werden.
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Freiburger
Zeitung 21.10.1937
Eschbach, 21. Okt. Das auf dem Felixen-Holzplatz neu
errichtete staatliche Forsthaus wurde dieser Tage
fertiggestellt. Förster Hensler hat seine Dienstwohnung
bereits bezogen.
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Freiburger Zeitung
24.2.1938
Der älteste Bürger gestorben.
Eschbach, 24. Febr.
Gestern nachmittag verstarb im hohen Alter von 95 Jahren und 5
Monaten Altstraßenwart Hermann Müller von hier. Der
Verstorbene war geboren am 5. September 1842. Im Jahre 1878
trat er als Landstraßenwärter in den Staatsdienst, den er 43
Jahre lang bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1921 zur
vollen Zufriedenheit seiner Vorgesetzten ausführte. Bis vor
kurzer Zeit nahm der Verstorbene regen Anteil an allen
Zeitgeschehnissen. Einer großen Kinderzahl war der
Dahingeschiedene ein treusorgender Vater und Ernährer.
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Freiburger Zeitung,
19.6.1938
50 Jahre Kriegskameradschaft Eschbach-Stegen
Am Sonntag, 12. Juni feierte die Kriegskameradschaft
Eschbach-Stegen das Jubiläum ihres 50jährigen Bestehens. Am
Vormittag fand beim Kriegerdenkmal eine Gedenkfeier unter
Mitwirkung der hiesigen Musikkapelle statt. Der
Kameradschaftsführer gedachte in seiner Ansprache der
gefallenen und aller verstorbenen Kameraden, und legte in
diesem Sinne einen Kranz nieder. Im „Löwen“ fand die
eigentliche Feier mit einem Kameradschaftsabend statt, der
sehr gut besucht war. Die hiesige Musikkapelle eröffnete
denselben mit flotten Märschen. Der Kameradschaftsführer
begrüßte die Erschienenen, besonders die Abordnung vom
Kreisverband Freiburg unter Führung von Adjutant Eggle, sodann
würdigte der Kameradschaftsführer die Bedeutung dieses
Jubiläums. Der Schriftführer erstattete einen Rückblick auf
die 50 Jahre. Von den Gründungskameraden sind noch zwei am
Leben, nämlich Andreas Schweizer und Albert Schwär. 1890 wurde
die aus freiwilligen Spenden beschaffte Fahne geweiht. Heute
zählt die Kameradschaft 50 Mitglieder, von denen 42
Kriegsteilnehmer sind. Erste Vorstände bzw
Kameradschaftsführer waren in den 50 Jahren fünf tätig, davon
sind Joseph Fackler mit 12, Alios Laufer mit 14 und der
jetzige Kameradschaftsführer Emanuel Scherer mit 19jähriger
Tätigkeit besonders zu nennen. Als Stellvertreter ist Wilhelm
Bartberger 17, als Kassierer Karl Läufer 18 und als
Schriftführer Max Schär 19 Jahre tätig. Alexander Rombach,
Förster, war von 1892 bis 1919 Schriftführer und ist seit Ende
1888 Mitglied. 7 Kameraden sind 40 und elf Kameraden 25 Jahre
Mitglied. Im Jahre 1925 wurde eine Schützenabteilung gegründet
und 1926 wurde ein Kleinkaliberschießstand gebaut. Adjutant
Eggle führte in seinem mit Interesse und Beifall aufgenommenen
Ausführungen der Zuhörer den großen Kyffhäuserbund vor Augen,
und nachdem unser Führer Adolf Hitler selbst die Führung
dieser großen Soldatenorganisation übernommen habe, müsse der
letzte Soldat der alten und jungen Wehrmacht gewonnen werden.
Er übermittelte die Wünsche des Kreisverbandes, und gab seine
Freude über den guten Besuch Ausdruck. Kamerad Joseph Hug
sprach für die Gemeinde. Seine Ausführungen endeten mit einem
Sieg-Heil auf unseren Führer und Frontkameraden, dem sich die
Lieder der Nation anschlossen. Bei Musik und Gesang nahm der
Abend seinen frohen Ausklang.
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Freiburger
Zeitung 4.7.1938
Um Freiburg herum
Eschbach. Am östlichen Dorfeingang ist eit einigen
Tagen ein sogenannter Brandweiher errichtet worden, ungefähr
40 Meter lng, 8 Meter breit und 2 Meter tief, rects und links
mit Betonplatten eingefasst, der zur Zeit für alt und jung zu
einem richtigen Tummel- und Badeplatz geworden ist, aber auch
zur Dorfverschönerung viel beiträgt. – Zur Zeit findet wieder
jede Woche ein Suchtag statt gegen den Kartoffelkäfer. – Bei
denkbar betsem Wetter wird die Heuernte eingebracht. – Auch
der Getreidestand ist ausgezeichnet. Jeden Landmann muß jetzt
ein Gang durch die Fluren erfreuen, wenn er das Werden und
Wachsen seiner Frucht beobachtet und seine harte Arbeit im
Dienste des ganzen Volkes vielfältig belohnt sieht.
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Freiburger
Zeitung 26.7.1938
Eschbach, 25. Juli. Am letzten Montag unternahm die
hiesige Schule unter Leitung von Oberlehrer Weisenhorn mit dem
Auto einen Ausflug. Es ging über Wiedner Eck nach Schönau, wo
Rast gemacht und das Schlageter-Denkmal besichtigt wurde. Von
hier ging es weiter nach Säckingen und zur Haseler Höhle. Nach
zweistündigem Aufenthalt ging es rheinausfwärts bis nach
Albbruck, das Albtal hinauf nach St.Blasien, Schluchsee von
hier nach Titisee und das Höllental hinunter. Die schöne Fahrt
wird den jungen Menschen stets in Erinnerung bleiben. – Der
Stand der Feldarbeiten ist schon so weit vorgeschritten, dass
der Roggen, die Gerste und Lewaternte fast unter Dach gebracht
ist. – In den Reben wurde das Spritzen schon zum viertenmal
vorgenommen: in wenigen Tagen wird zum fünftenmal gespritzt.
Vereinzelt wurden Krankheiten festgestellt.
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Freiburger Zeitung,
11.8.1938
Bei Dacharbeiten tödlich verunglückt (Eigene Drahtmeldung)
Eschbach, 10. Aug. Bei Ausbesserungsarbeiten am
Scheunendach stürzte heute nachmittag der erste seit einigen
Monaten verheiratete Wilhelm Kult aus etwa fünf Meter Höhe ab
und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Den Eltern und
der jungen Gattin des verunglückten wendet sich die Teilnahme
der ganzen Gemeinde zu.
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Freiburger Zeitung
4.1.1939
Stegen, 3. Jan. In den letzten Tagen des vergangenen Jahres
konnte Bauer Joseph Rombach (auf dem Rommishof in Rechtenbach)
in voller Rüstigkeit und Frische seinen 75. Geburtstag feiern,
wozu wir ihm noch nachträglich recht herzlich gratulieren.
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Freiburger Zeitung,
29.1.1939
Eschbach bei Freiburg, 28. Jan. Am Mittwochabend kurz
nach 10 Uhr verschied im Alter von 78 Jahren unerwartet rasch
der Bauer Pius Wehrle vom Zipfeljockenhof hier, nachdem er bis
spät abends am selben Tage mit seinen Dienstboten beim
Dreschen beschäftigt war. Mit dem Verstorbenen scheidet ein
arbeitsfreudiger, strebsamer Bauer aus unserer Mitte. Im
Januar 1908 erwarb er mit zwei weiteren Geschwistern käuflich
den hiesigen Zipfeljockenhof. Am 15. Februar 1935 wurde sein
Hof durch eine Feuersbrunst heimgesucht, der das ganze Anwesen
sowie das ganze Inventar zum Opfer fiel. Nur eine kurze Zeit
war ihm auf dem neuerbauten Anwesen vergönnt.
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Freiburger Zeitung, 11.4.1939
Mit dem Motorrad tödlich verunglückt.
Eschbach. Am Ostersonntag Abend verunglückte der
hiesige Einwohner Franz Josef Scherer bei einem Sturz mit
seinem Motorrad am Ortsausgang so schwer, dass seine sofortige
Ueberführung ins Krankenhaus notwendig wurde. Leider war alle
ärztliche Kunst ohne Erfolg. Der junge Mann erlag seinen
schweren Verletzungen in den Morgenstunden des Montags. Seinen
Angehörigen wenden sich….
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Freiburger Zeitung, 20.4.1939
Eschbach. Unter großer Beteiligung der hiesigen
Einwohnerschaft, sowie einer großen Zahl auswärtiger Freunde
wurde der am letzten Sonntag auf so tragische Weise mit dem
Motorrad verunglückte Franz Jos. Schade zur letzten Ruhe
bestattet. Der Musikverein bzw. die Musikkapelle Eschbach
verliert an dem Verstorbenen einen seinen besten Musiker. Auch
der Kirchenchor, dessen Mitglied der Verstorbene war, trauert
am Grabe eines zu früh geschiedenen Sängers. Der Musikverein
Kirchzarten war durch den Vorstand, sowie durch die
vollzähliche Musikkapelle Kirchzarten mit ihren Dirigenten
erschienen, um dem toten Kameraden die letzte Ehre zu
erweisen.
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Freiburger Zeitung, 11.11.1939
Eschbach. Der im Alter von 81 Jahren verstorbene
älteste Bürger unserer Gemeinde, Alt-Bammertbauer Andreas
Schweizer, wurde am Mittwoch zur letzten Ruhe bestattet. Der
Verstorbene war ein Gründungsmitglied des hiesigen
Kriegervereins und gehörte demselben seit 1888 als Mitglied
an. Die Kriegerkameradschaft geleitete ihn und legte mit
ehrenden Worten einen Kranz am Grabe nieder.
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Freiburger Zeitung, 27.12.1939
Eschbach bei Freiburg. Die Opferfreudigkeit im Monat
Dezember war von sehr schönem Erfolg. Die Bargeldspende der
Landwirtschaft für das KWHW. Brachte den Betrag von 242,30 RM.
Die Eintopfspende für den Monat Dezember verdoppelte sich
gegen den Vormonat. Auch die Straßensammlung brachte einen
sehr schönen Betrag.
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Freiburger Zeitung, 04.05.1940
Eschbach. Die Kriegerkameradschaft Eschbach-Stegen
hielt ihren Generalappell ab, an dem der Führer des
Kreisverbandes Eggle, Freiburg, teilnahm. Nach Klärung
verschiedener wichtiger Fragen gelang es Kamerad Eggle, den
vor einem Jahr als Kameradschaftsführer zurückgetretenen
Kameraden Scherer wieder auf seinen ehrenvollen Posten als
Kameradschaftsführer zurückzubringen, nachdem er schon über 20
Jahre die Kameradschaft mustergültig geführt hatte.
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Freiburger Zeitung, 14.07.1940
Eschbach. Die von der NSV durchgeführte Listensammlung
für das Rote Kreuz hatte auch diesmal einen großen Erfolg. Die
Spendenfreudigkeit der Einwohnerschaft ergab den dreifachen
Betrag der vorigen Sammlung.
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Freiburger Zeitung, 29.09.1940
Eine beherzte Mutter!
Eschbach. In den Vormittagsstunden des Donnerstags
stürzte das dreijährige Söhnchen einer hiesigen Familie in den
sehr viel Wasser führenden Eschbach und wurde von den Fluten
fortgerissen. Rasch entschlossen sprang die Mutter ins Wasser
und rettete ihr Kind vor dem Tode des Ertrinkens.
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Freiburger Zeitung, 9.10.1940
Eine Tat in Schwermut
Eschbach. Infolge von Schwermut stürzte sich ein
Landwarneiter aus dem Dritten Stock eines Gebäudes, dabei
brach er sich ein Bein und zog sich schwere innerliche
Verletzungen zu, die die sofortige Ueberführung in die Klinik
notwendig machte.
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Freiburger Zeitung, 6.11.1940
In den Eschbach gestürzt.
Eschbach bei Freiburg. In der Nacht vom 1. zum 2.
November verunglückte auf dem Heimwege, infolge starker
Dunkelheit, ein hiesiger Mann dadurch, dass er an der Brücke
oberhalb des Ortes in den Eschbach stürzte und schwer verletzt
wurde. Hilfsbereite Nachbarn befreiten den Schwerverletzten
aus seiner schwierigen Lage und veranlassten seine
Ueberführung in ein Krankenhaus.
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Freiburger Zeitung 10.3.1941
Gefräßiger Geflügelräuber
Stegen. Im hinteren
Dreisamtal richtet seit Wochen ein Hühnerhabicht unter den
Hühnerbeständen der Landwirte fühlbaren Schaden an.
Unversehens stürzt der geflügelte Räuber auf das eine oder
andere Huhn und schleppt es zum Fraß in den Wald. Vorzugsweise
sind die Gehöfte der Gemeinde Stegen dem beutelüsternen
Zugriff des dreiste Raubvogels ausgesetzt. Aus einem am
Waldrand gelegenen Bauernhof hat er nach und nach fünf
Junghühner weggeholt
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Freiburger Zeitung, 26.3.1941
Die Kriegskameradschaft hielt Generalappell
Eschbach bei Freiburg. Der auf Sonntag angesetzte
Generalappell der hiesigen Kriegerkameradschaft war sehr gut
besucht. Das von Kameradschaftsführer Schere aufgestellte
Programm wickelte sich ordnungsgemäß ab. Großes Interesse
fanden die 50 Dankschreiben von den Kameraden an der Front für
die von der Kriegerkameradschaft erhaltenen
Weihnachtspäckchen. Allgemein kam in diesem Schreiben die
große Siegeszuversicht und das grenzenlose Vertrauen auf
unserer geniale Führer zum Ausdruck. Mit einer kurzen
markanten Schlussrede und einem dreifachen Sieg-Heil auf
unseren geliebten Führer wurde der Appell beendet.
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Freiburger Zeitung, 2.2.1942
Am 3. Dezember 1941 ist unser lieber, unvergesslicher Sohn und
Bruder
der Obergefreite
Leo Salenbacher
Zisterzienser-Pater von Birnau
in treuer Pflichterfüllung im Osten gefallen. Von Anfang an
hat er den Ostfeldzug in einem Art.-Regiment mitgemacht. Nun
hat ihn Gott zu sich in die ewige Heimat heimgerufen. Wir
empfehlen seine Seelenruhe dem Gebete aller, die ihn gekannt
haben.
Eschbach (Amt Freiburg) den 30. Januar 1942
In tiefer Trauer:
Familie Salenbacher, Heinehof
Das 1. Opfer ist am Dienstag, dem 3. Februar um 9 Uhr in der
Pfarrkirche zu Eschbach.
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Freiburger Zeitung, 11.2.1942
Danksagung
Anläßlich des Heimganges unseres unvergeßlichen Sohnes und
Bruders Obergefreiter Leo Salenbacher, P. Hugo der ehemaligen
Cistercienser-Propstei Birnau, der als Kanonier in treuer
Pflichterfüllung fern der Heimat im Osten sein Leben zum Opfer
gebracht hat sind uns viele Zeichen der Anteilnahme
zugekommen. Wir danken auf diesem Wege herzlich und bitten des
Gefallenen auch weiterhin im Gebete zu gedenken.
Eschbach, 10 Februar 1942
Familie Salenbacher (Heinehof)
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Freiburger Zeitung, 10.2.1942
Unfaßbar schwer traf uns die traurige Nachricht, dass unser
lieber, unvergeßlicher, jüngster Sohn und lieber Bruder
Franz Schuler
Gefreiter in einem Inf. Regt.
am 4. Januar 1942 sein junges, hoffnungsvolles Leben im Alter
von 20 Jahren im Osten, getreu seinem Fahneneid, gab. Nach
Gottes unerfoschlichem Ratschluß durfte er seine Heimat nicht
wieder sehn. Wer ihn gekannt, weiß was wir verloren haben. Wir
werden ihn nie vergessen, bis uns der Tod mit ihm vereint. Er
folgte dem Ruf seiner Mutter.
Eschbach (Amt Freiburg) den 9 Februar 1942
In tiefem Schmerz, Familie Karl Schuler nebst Angehörigen
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Freiburger Zeitung, 20.2.1942
Danksagung
Anläßlich des Heimganges unseres unvergesslichen jüngsten
Sohnes und lieben Bruders Gefreiter in einem
Infanterie-Regiment,
Franz Schulers sind uns in unserem großen Schmerz von nah und
fern persönlich und schriftlich so viele Beweise inniger
Teilnahme zugegangen, wofür wir auf diesem Wege unseren
tiefempfundenen Dank aussprechen . Ein herzliches „vergelt´s
Gott“ all denen, die an den Seelenopfern teilnahmen. Wir
bitten, des Gefallenen auch weiterhin im Gebet zu gedenken.
Eschbach, 18 Februar 1942
Familie Schuler nebst Angehörigen
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Freiburger Zeitung
28.4.1942
In tiefem Schmerz geben wir Verwandten und Bekannten die
furchtbare, kaum glaubhafte, traurige Nachricht, dass unser
ältester, lieber Sohn und Bruder
Albert Zimmermann
Gefreiter in einem Infantrie-Regimentstabsreiterzug
an seiner schweren Verwundung, kurz nach seinem 21.
Geburtstag, in einem Feldlazarett im Osten am 13. April 1942
den Heldentod gestorben ist. Für die Hingabe seines jungen
Lebens möge ihm Gott den ewigen Frieden schenken.
Stegen-Rechtenbach, den 25. April 1942
In tiefer Trauer:
Adolf Zimmermann und Frau Sophie geb. Dilger; die Geschwister:
Maria, Auguste, Karl, im Felde, Franz, nebst Anverwandten.
Das Opfer mit Seelenamt für den lieben Gefallenen findet am
Mittwoch, den 29. April, ½ 5 Uhr in Kirchzarten statt.
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Freiburger Zeitung, 30.8.1942
Tief erschüttert traf uns die schmerzliche Nachricht, dass
unser lieber, unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwager und Pate
Soldat Wilhelm Spitz
im Alter von 36 Jahren in treuer Pflichterfüllung in einem
Kriegslazarett an den Folgen eines Herzleidens plötzlich
gestorben ist. Sein Wunsch, seine ergrauten Eltern in der
Heimat wiederzusehen ging nicht in Erfüllung. Möge der Trost,
nun den zweiten Sohn auf dem Altare des Vaterlandes geopfert
zu haben, unseren großen Schmerz lindern.
Eschbach, 29. August 1942
In tiefer Trauer:
Familie Engelbert Spitz.
Das erste Opfer findet am 2. September, morgens 8 Uhr in der
Pfarrkirche in Eschbach statt.
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Freiburger Zeitung, 7.9.1942
Danksagung
Es ist uns nicht möglich, für die überaus große Anteilnahme an
den heiligen Opfern für unseren in fremder Erde ruhenden Sohn,
Bruder und Schwager, Soldat Wilhelm Spitz, jedem einzelnen zu
danken. Wir bitten daher, auf diesem Wege unseren
tiefgefühlten Dank entgegenzunehmen. Ganz besonders danken wir
dem Kirchenchor und der Kriegerkameradschaft für ihre
Kranzspenden und aufmunternden Worte am Ehrenmal.
Eschbach, den 7. September 1942
Familie Engelbert Spitz
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BZ 8.1.1966
Stegen erhält einen Sportplatz
Das hochherzige Geschenk von Frau von Kageneck an die
Gemeinde
Stegen. Wer die Verhältnisse in Stegen kennt, muß es für ein
weihnachtliches Märchen halten. Aber es ist Tatsache, was
Bürgermeister Pius Rebmann seinem Gemeinderat mitteilen
konnte. Die Witwe des verstorbenen Grafen Heinrich von
Kageneck, Frau Gertrud von Kageneck, schenkt der Gemeinde
Stegen Gelände für die Anlage eines Sportplatzes.
Was den Verantwortlichen seit Jahr und Tag Sorgen bereitete,
war das Fehlen eines eigenen Sportplatzes, auf dem sich die
Jugend der Gemeinde sportlich betätigen konnte. Zu
wiederholten Malen scheiterten die Versuche, zu einem
.geeigneten Gelände zu kommen. Die Sommerspiele der
Schuljugend mußten, wenn sie nicht ganz ausfielen, auf Wiesen
und unebenen Wegen veranstaltet werden. Der Stegener DJK
Fußballverein konnte entgegenkommenderweise in den letzten
Jahren auf dem Spielfeld des Kollegs Sankt Sebastian seine
Heimspiele abhalten. Da aber auch eine zweite Mannschaft und
außerdem Jugendmannschaften auf dem Spielfeld des Kollegs
Sankt Sebastian ihre Spiele austrugen, litt die Anlage sehr,
und die Direktion des Kollegs mußte vor kurzem ihre Erlaubnis
zum Spielen zurückziehen.
In dieser Not fand Bürgermeister Rebmann, der auch in der
Vergangenheit stets nach Lösungen gesucht hatte, eine
Möglichkeit. Und das Unwahrscheinliche trat ein: Frau von
Kageneck, die Eigentümerin des Geländes, willigte in den
Vorschlag Rebmanns ein. Sie tut ein weiteres, sie will der
durch den Neubau der Volksschule arg belasteten Gemeinde das
in Aussicht genommene, unweit der neuen Schule gelegene
Gelände zum Geschenk machen.
Herzlichen Dank, Frau Gräfin! Die Einwohner von Stegen,
Gemeindeverwaltung und Schule. besonders aber die Jugendlichen
selbst, wissen den Wert dieses Geschenkes zu würdigen, zu
einer Zeit, da in Stegen für den Quadratmeter Baugelände fast
vierzig Mark bezahlt werden. Durch diese beispielhafte Tat
kann eine Aufgabe gelöst werden, deren Erfüllung bisher
beinahe aussichtslos erschien. Gemeinnutz vor Eigennutz! Hier
wurde ein alter Grundsatz wahr. Wie bekannt wurde, ist das
Gelände groß genug, daß um den Sportplatz eine Aschenbahn, zum
Training ein kleiner Hartplatz und für die Freunde des
Tennissports ein Spielfeld gebaut werden kann.
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BZ 26. 9. 1967
Zum zweiten Male unterrichtet
Stegen hat weitere große Aufgaben zu erfüllen — Bürgermeister
Rebmann gab auf einer Bürgerversammlung in Stegen-Oberbirken
Rechenschaft über die Entwicklung der Gemeinde
Stegen. Am Donnerstag, 21. September, fand im Gasthaus „Zur
Sonne“ in Stegen-Oberbirken eine Bürgerversammlung statt, Es
war die zweite in der Geschichte der Gemeinde Stegen. Der
stellvertretende Bürgermeister, Albert Rombach, eröffnete die
Versammlung. Unter den zahlreichen Bürgern begrüßte er
Bürgermeister Rebmann, Kurat Pater Bruder, die Gemeinderäte
und die anwesenden Bürger. Nach der Bekanntgabe der
Tagesordnung erteilte Albert Rombach Bürgermeister Pius
Rebmann das Wort zu seinem Rechenschaftsbericht.
Die Bürgerversammlung solle, wie Rebmann einleitend sagte, die
Bürger über die Aufgaben der Gemeinde unterrichten und das
Interesse am Gemeindegeschehen wecken. Außerdem solle die
Bürgerversammlung Rechenschaft über die geleistete Arbeit
geben und die Verbundenheit zwischen Bürgern und
Gemeindeverwaltung vertiefen. Der Neubau des Schulhauses und
der Turnhalle sei bis jetzt das größte und kostspieligste
Unternehmen der Gemeinde gewesen. Die Ausarbeitung der Pläne
durch die Architekten habe bereits im Jahre 1964 begonnen. Im
Frühjahr 1965 habe man mit den Arbeiten angefangen. Das
Richtfest habe am 17. Dezember 1965 gefeiert werden können. Am
21. Januar 1967 habe die Einweihung der Schule stattgefunden.
Viele Gäste aus dem gesamten Umkreis seien dazu erschienen,
unter ihnen auch Bundestagsabgeordneter Dr. Kopf aus Freiburg.
Bereits am 1. Dezember 1966 sei zum Schuljahrsbeginn der
Unterricht aufgenommen worden, obwohl zu dieser Zeit die
Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen gewesen waren. Durch die
ständige Erhöhung der Preise sei der Kostenvoranschlag
erheblich überschritten worden. Die Baukosten für Schule und
Turnhalle hätten 1.250.750 Mark betragen. In diesem Betrag
seien auch die Koste für die Anschaffungen von
Betriebseinrichungen, für Geräte und die
Wirtschaftsausstattungen enthalten.
Beim Dorfverschönerungswettbewerb sehr gut abgeschnitten
Dann kam der Bürgermeister auf den Straßenbau zu sprechen. Die
Zufahrtsstraße zum Rathaus und die Gemeindestraße von
Stegen-Unterbirken nach Stegen-Oberbirken hätten sich in einem
sehr schlechten Zustand befunden. Hier habe Abhilfe geschaffen
werden müssen. Zunächst ist im September 1966 die
Zufahrtsstraße zum Rathaus mit einer Bitumendecke ausgestattet
worden. Im Juli 1967 sei die Gemeindestraße zwischen den
Ortsteilen Unterbirken und Oberbirken erneuert worden. Etwas
250.000 Mark seien dafür ausgegeben worden. Er bitte um
Verständnis dafür, daß nicht alle Wünsche in diesem Jahr
hätten erfüllt werden können. Im nächsten Jahr wolle die
Gemeinde ihr Ausbauprogramm für Straßen und Wege fortsetzen.
Im Rahmen der Dorfverschönerung seien Straßenbeleuchtungen,
Ortstafeln, Schilder und mehrere Sitzbänke in den
verschiedenen Ortsteilen angebracht oder aufgestellt worden.
So wie im vergangenen Jahr habe man sich auch wieder an dem
vom Landratsamt ausgeschriebenen Dorfverschönerungswettbewerb
beteiligt und dabei sehr gut abgeschnitten. Von schönen
Blumenanlagen in der der Gemeinde sei die Kommission besonders
beeindruckt gewesen. Er hoffe, daß die Bevölkerung, der er für
ihren Fleiß danke, bei ihren Bemühungen nicht nachlasse. Die
Nachbargemeinden Zarten und Wittental hätten sich nunmehr in
Stegen-Unterbirken an den Tjefbrunnen der Gemeinde Stegen
angeschlossen und ein Wasserhaus errichtet. Mit der erhaltenen
Anschlußgebühr der Gemeinde Zarten habe man ein Restdarlehen
für die Wasserversorgung Stegen tilgen können.
Ein großherziges Geschenk
Auf mehrere Vorsprachen bei Frau Gräfin von Kageneck habe sich
die Gräfin bereit erklärt, der Gemeinde Stegen ein Grundstück
für die neue Sportplatzanlage zur Verfügung zu stellen.
Mit dem Kaufvertrag vom 13. September 1966 habe Frau Gertrud
Gräfin von Kageneck der Gemeinde ein Sportplatzgelände in der
Größe von zwei Hektar, 37 Ar und 77 Quadratmeter geschenkt.
Für dieses großherzige Entgegenkommen wolle er nochmals im
Namen der Gemeinde und ihrer Jugend herzlich danken. Ende
letzten Jahres sei mit den Arbeiten auf dem Sportplatzgelände
begonnen worden. Nachdem der Humus abgefahren worden sei, sei
in diesem Jahr der Rasenplatz eingekiest und wieder mit Humus
versehen worden. Mit dem Ausbau des Hartplatzes habe noch
nicht begonnen werden können. Die Gesamtausgaben für die
Sportplatzanlage würden bei 30.000 bis 35.000 Mark liegen. Nun
sei es vor allem am Sportverein DJK Rot-Weiß Stegen, daß auf
diesem Gelände bald Sport getrieben werden könne. Durch eigene
Leistungen der Sportler und ihrer Anhänger werde der Gemeinde
und dem Sportverein sehr geholfen.
Das frühere Löschfahrzeug der Gemeinde sei ein altes Modell;
es sei immer wieder reparaturbedürftig gewesen. Deshalb sei
letztes Jahr vom Gemeinderat beschlossen worden, ein neues
Löschfahrzeug anzuschaffen. Dieses Fahrzeug sei im November
1966 gekauft worden. Es sei ein Opel-Blitz-Fahrzeug von 2,1
Tonnen mit 2,5- Liter-Motor. Hierzu sei ein
Bachert-Löschgruppenfahrzeug LFB 8 TS kpl. mit Pumpe aufgebaut
worden. Die Fahrzeugeinweihung, verbunden mit einer Übung der
Stegener Wehr, habe am 15:Mai 1967 auf dem Festplatz bei der
Turnhalle stattgefunden. Am 30. August 1967 habe die Gemeinde
Stegen mit Schreinermeister Kromer im Stegen-Oberbirken einen
Kaufvertrag zur Erwerbung von insgesamt einem Hektar, fünfzehn
Ar und 34 Quadratmeter Ackerland und Weg im Gewann
Nadelwäldele abgeschlossen. Das Gelände sei für die Eigentümer
der Grundstücke, auf die das neue Rathaus gebaut werden solle,
zum Tausch vorgesehen.
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BZ 1.11.1967 ??
Eine würdige Ruhestätte der Toten
Der neue Friedhof für die Gemeinden Stegen, Wittental
und Zarten eingeweiht
Stegen. Die drei Gemeinden Stegen, Wittental und Zarte haben
einen weiteren Schritt auf dem nicht so leichten Weg des
Zusammenwachsens zu einer Kirchspielgemeinschaft getan. Sie
besitzen jetzt einen eigenen Friedhof. Damit wurde mit einer
alten Tradition gebrochen, fanden doch bisher die
Verstorbenen dieser drei Gemeinden ihre letzte Ruhestätte
auf den Friedhöfen von Kirchzarten oder Eschbach. Seit der
Gründung einer eigenen Kuratie bestand jedoch der Wunsch, zu
der neu erbauten Herz-Jesu-Kirche auch einen neuen Friedhof
anzulegen. Daß darüber mehr als drei Jahre vergangen sind,
läßt die großen Schwierigkeiten erkennen, die vor allem die
Platzfrage bereitete, ist doch Stegen eine Gemeinde ohne
eigenen Grundbesitz. Nun ist aber das Werk vollbracht, und
es muß gesagt werden, daß die Anlage zu einer würdigen
Ruhestätte für die Toten der drei Gemeinden geworden ist.
Der Friedhof liegt in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche-die
mit ihrem freistehenden Glockenturm weithin sichtbar ist.
Der Friedhof bildet ein großes Rechteck in
Ost-West-Richtung. Ringsum ist er von jungen Tännchen
umgeben. Durch das eingeebnete und mit Rasen angesäte
Gräberfeld führt ein breiter Weg im Geviert. Die groben
Arbeiten waren schon vor Monaten von der Gärtnerei Zimber
ausgeführt worden. Dann stockten die Arbeiten; nur
vereinzelt sah man da und dort jemanden die nicht erheblich
sichtbar werdenden Feinarbeiten verrichten. Der auch hier zu
Tage tretende Arbeitermangel führte dazu, daß sich der
Bürgermeister von Stegen veranlaßt sah, oft ganz allein
und-nur ab und zu mit-einigen wenigen Helfen, die Arbeiten
auf dem Friedhof weiterzuführen. Er gab-damit-zu verstehen,
daß es ihm ernst war, mit der Einweihung an Allerheiligen.
Dieses Beispiel machte Eindruck. Eines Morgens stand das
Holzkreuz da, eine Stiftung: der Gemeinde Wittental,
ausgeführt von Holzbildhauer Josef-Spiegelhalter in
St.Peter. Vor wenigen Tagen wurden Vorplatz und Wege
asphaltiert und das Holztor am Eingang gesetzt. So war zur
Einweihung am Nachmittag des Allerheiligentages alles getan.
Die Gläubigen der drei Gemeinden fanden sich zahlreich zur
Weihe ein, die Kurat Pater Bruder vornahm. Sie standen um
das große Holzkreuz, das die gesamte Anlage beherrscht, als
Pater Bruder Worte des Dankes und Trostes und der Mahnung
sprach. Gebete und Lieder umrahmten die schlichte Feier, und
es war ein schönes Zeichen der beginnenden
Zusammengehörigkeit, als am Schluß der Weihestunde alle
Teilnehmer an der Feier sich zu den ersten drei Gräbern
begaben, um dort im stillen Gebet der Toten zu gedenken
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| Am Nachmittag des Allerheïligentages wurde der
neue Friedhof in Stegen eingeweiht. Das große Holzkreuz
der neuen Friedhofsanlage ist-von beiden Seiten von
Wacholderbüschen umgeben. Im Hintergrund sieht man die
ersten Gräber. Aufnahme: Herbert Koch, Stegen |
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Wohnraum für über achthundert Menschen kann auf diesem neuen Baugebiet in Stegen geschaffen werden. Die Erschließung wird weit über 600.000 Mark kosten. |
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Die Zeichnung gibt eine Vorstellung von den Verkehrsverhältnissen in Stegen, besonders an der „Gefahrenstelle Nr. 1“. Die Kurvenlinie ist die derzeitige Landstraße. Sie könnte in diesem Jahr begradigt und mit Gehwegen versehen werden: Auch danach wäre der Abstand zu den Wohnhäusern noch groß genug, daß Lärm die Bewohner nicht belästigen würde. |
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VIEL INTERESSE fand die Ausstellung „Brunnenanlage“ im Bürgersaal in Stegen. Die Entwürfe wurden von den Besuchern eingehend betrachtet und diskutiert. Im Bild der vom Preisgericht auf den 1. Platz gesetzte Entwurf. Bild: Wolfgang Grosholz |